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Analyse

Ripple: So funktioniert die kaum beachtete Kryptowährung

Ripple-Währung XRP. (Bild: Ripple.com)

Ripple hat im Schatten populärer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether allein im Dezember seinen Wert mehr als verfünffacht. Wir erklären euch, wie Ripple funktioniert.

Ripple ist drittwertvollste Kryptowährung

Ripple hat in den vergangenen Tagen Bitcoin Cash als drittwertvollste Kryptowährung, hinter Bitcoin und Ether, abgelöst. Der Wert der etwas anderen digitalen Währung hat sich seit Anfang September auf 1,43 US-Dollar mehr als verfünffacht. Während die populären Kryptowährungen rund um die Weihnachtsfeiertage herum teils kräftig Federn lassen mussten, hat Ripple weiter kontinuierlich zugelegt. Aber was steckt eigentlich hinter Ripple?

Im Dezember ging es für die Ripple-Währung XRP steil bergauf. (Grafik: Coinmarketcap)

Ripple selbst ist anders als etwa Bitcoin, Ether oder Litecoin keine Kryptowährung und kann auch nicht von Nutzern geschürft werden. Vielmehr handelt es sich um eine Kombination aus Handelsplatz und Zahlungsnetzwerk. Das währungsneutrale Netzwerk unterstützt beliebige Währungen wie Euro, Dollar oder Bitcoin. Ripple hat aber auch eine eigene digitale Währung, XRP. Das hinter dem Ripple-Netzwerk stehende Open-Source-Protokoll wird von der Gesellschaft Ripple Labs entwickelt.

Hauptzweck von XRP ist es, Geld sicher von einem Ort zum anderen zu senden. XRP setzt dazu auf ein System von Verbindlichkeiten und Vertrauen zwischen den Nutzern über Schuldscheine (IOU, I Owe You), die in einem Register aufgezeichnet und in einem Peer-To-Peer-Netzwerk gespeichert werden. Das Register wird alle paar Sekunden aktualisiert und von dem sogenannten Konsensalgorithmus konsistent gehalten. Etablierte Zahlungsmittel können an Ripple-Gateways in IOUs getauscht werden.

Karl-Theodor zu Guttenberg ist Ripple-Berater

Ripple hat nach eigenen Angaben aktuell über 100 Kunden aus dem Finanzsektor. Mitte November hatte etwa American Express angekündigt, das Ripple-Netzwerk zu nutzen, um internationale Zahlungen durchzuführen. Diese Ankündigung hatte Ripple einer breiteren Öffentlichkeit bekanntgemacht. Weiteren Aufwind könnte die kolportierte Aufnahme von XRP bei der großen Plattform Coinbase bringen. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist übrigens seit Juli 2014 Berater bei Ripple Labs.

Bei der Schaffung des Ripple-Netzwerks wurden 100 Milliarden XRP erzeugt, 80 Milliarden XRP gingen dabei an Ripple Labs, das wiederum 55 Milliarden XRP an die Nutzer des Netzwerks verteilen und die restlichen 25 Milliarden behalten will. Aktuell sind laut Coinmarketcap knapp 39 Milliarden XRP im Umlauf. Die Marktkapitalisierung ist auf über 55 Milliarden Dollar angewachsen. Am Mittwochabend wurde zudem erstmals die für Europa wichtige Hürde von einem Euro genommen.

Der mittel- und langfristige Erfolg von Ripple und XRP wird aber davon abhängen, ob viele Finanzinstitutionen die Vorteile des Netzwerks wie schnelle sichere Transaktionen und geringe Kosten nutzen wollen. Das aktuelle Interesse an dem System hängt auch damit zusammen, dass Ripple nicht „nur“ eine Kryptowährung ist.

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2 Reaktionen
Kryptosiast

Ein Video zum Telegram ICO, und weitere Deutsche ICO Reviews unter:
https://www.youtube.com/watch?v=iyjEM-6kt8s

danielmain

Das ist keine dezentrale Kryptowärung. Es gehört einer Firma, die mit Banken Arbeit. Dagegen BTC und Ethetrum gehört Menschen, die das Vertrauen von Banken und Regierung verloren haben.

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