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Analyse

Samsung Galaxy Z Flip im ersten Eindruck: Klappt schon besser

Samsungs zweites Foldable, das Galaxy Z Flip, ist für die neue Gerätekategorie ein riesiger Sprung nach vorne. Wir haben es angetestet.

3 Min.
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Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Nach Samsungs erster Foldable-Generation, dem Galaxy Fold, dessen Marktstart wegen Hardware-Mängeln mehrmals verschoben werden musste, zeigt das neue Galaxy Z Flip, dass der Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat. Das Klapphandy mit flexiblem Bildschirm hinterließ im ersten Eindruck einen weit ausgereifteren und alltagstauglicheren Eindruck als das Galaxy Fold.

Samsung Galaxy Z Flip: Weniger klobig und handlicher

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Mit dem Galaxy Fold hatte Samsung sein erstes Foldable vor gut einem Jahr enthüllt. Das Gerät ähnelt einem Nokia Communicator mit aktueller Technik, einem kleinen Außen- und einem großen, flexiblen Innenbildschirm – sein Gewicht von 263 Gramm ist nicht sonderlich leicht. Für die bequeme Einhandbedienung ist es nur bedingt geeignet.

Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Das Samsung Galaxy Z Flip liegt in jedem Winkel gut in der Hand. (Foto: t3n)

Handling und Gewicht dürften aber die geringsten Probleme der ersten Foldable-Generation sein, denn vor allem der nur mit einer Kunststofffolie geschützte Bildschirm gilt als besonders anfällig für Kratzer und Beschädigungen.

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All diese Kritikpunkte ist Samsung mit dem neuen Galaxy Z Flip angegangen: Das Gerät ist kleiner, mit 183 Gramm so leicht wie ein durchschnittliches Smartphone und durch seinen vertikal aufklappbaren 6,7-Zoll-Bildschirm leichter mit einer Hand zu öffnen und zu handhaben.

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Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

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Eine der wichtigsten Verbesserungen ist der Einsatz eines ultradünnen, flexiblen Glases, das Samsung zusammen mit den Mainzer Glasspezialisten Schott entwickelt hat. Damit ist es das erste Foldable, dessen Bildschirm beinahe wie bei einem klassischen Smartphone geschützt und somit robuster ist.

Das Galaxy Z Flip lässt Fans alter Klapphandys mit seiner Form in Erinnerungen schwelgen und es mit einem eleganten „Schnapp“ mittels des neu entwickelten Scharniers öffnen. Das Scharnier sieht von außen ähnlich aus wie das des Galaxy Fold, aber im Inneren hat Samsung eigenen Aussagen zufolge einiges geändert. So besteht es aus zwei Scharnierelementen, die Spaltmaße fallen etwas kleiner aus als noch beim Galaxy Fold. Damit kein Staub und keine Partikel in das Gehäuse geraten, hat Samsung schützende Bürsten integriert.

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Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Niedlich, aber nur bedingt als Kamera-Sucher geeignet: Das Benachrichtigungs-Display des Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Dank des Scharniers lässt sich das Flip zudem in jede beliebigen Position drehen und etwa auf eine Oberfläche stellen, um Selfies zu schießen oder Videozutelefonieren. Auch die Software hat der Hersteller zusammen mit Google entwickelt, die laut dem Suchmaschinenanbieter künftig auch in anderen Geräten zum Einsatz kommen könnten.

Galaxy Z Flip: Samsung gibt „Mindestfaltbarkeitsdatum“

Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Trotz des ultradünnen Glases ist eine Falte beim Samsung Galaxy Z Flip auszumachen. (Foto: t3n)

Trotz der beweglichen Teile verspricht Samsung eine hohe Langlebigkeit: Einem Samsung-Sprecher zufolge soll das Galaxy Z Flip „200.000 Faltvorgänge ohne jeglichen Qualitätsverlust“ überstehen. Bei 100 Faltvorgängen pro Tag würde es über fünf Jahre, also bis 2025, halten. Ob es tatsächlich so lange durchhält, können wir nach der kurzen Zeit mit dem Z Flip nicht sagen, allerdings fühlt es sich nicht nur hochwertig verarbeitet an, sondern auch durchaus robust und alltagstauglich.

Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy Z Flip. (Foto: t3n)

In Sachen Ausstattung ist es dem Motorola Razr, das demselben Foldable-Konzept folgt, ohne Zweifel überlegen. Samsungs Klapp-Modell verfügt mit einem Snapdragon-855-Plus-SoC, 256 Gigabyte Speicher und größerem Akku über die bessere Ausstattung. Das Razr besitzt mit dem Snapdragon 730 lediglich einen Mittelklasse-Chip und mit 128 Gigabyte auch weniger Speicher und kein kabelloses Laden, obwohl es nach aktuellem Stand zum nahezu gleichen Preis von etwa 1.500 Euro angeboten werden soll.

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Wenngleich Samsungs neues Foldable im ersten Eindruck überzeugend daherkommt, ist es fraglich, ob es ein sinnvoller Alltagsbegleiter ist. Denn die klassische Klapphandy-Form ermöglicht zwar, es in ein handliches Format zu falten. Das Design stammt aber aus Zeiten, in denen man weit weniger mit einem Handy anfangen konnte. Mittlerweile holen wir unser Smartphone zu jeder Gelegenheit heraus, um auf Twitter, Instagram, Slack oder im Web auf unzähligen Seiten News oder andere Inhalte zu konsumieren. Will ich dafür jedes Mal mein Smartphone auf- und wieder zuklappen müssen? Oder bleibe ich eher beim üblichen Smartphone ohne Falt-Option?

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Kommentare (1)

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Werner

Gewisse Frauen werden es lieben.. es erinnert doch sehr an eine Puderdose. Für Männerhände wohl eher nix. Dann schon eher ein echtes Motorola V3..
Ein Produkt mehr in Samsungs unübersichtlicher Handy-Produktreihe.

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