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SAP legt unerwartet starkes 2. Quartal hin

Europas größter Softwarehersteller SAP hat in der Coronakrise ein unerwartet starkes zweites Quartal hingelegt. Die Aktie zog vorbörslich deutlich an.

2 Min. Lesezeit
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Der deutsche Softwareriese SAP präsentierte starke Quartalszahlen. (Foto: SAP)

Nachdem der Konzern die Pandemie im ersten Quartal vor allem in Asien so stark zu spüren bekommen hatte, dass Vorstandschef Christian Klein und Finanzchef Luka Mucic die Prognosen hatten stutzen müssen, fuhr SAP nun überraschend viel Umsatz und Gewinn ein, wie aus der Mitteilung des Dax-Schwergewichts vom Mittwochabend hervorgeht. Experten wie der Baader-Bank-Analyst Knut Woller lobten die Zahlen.

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Auf der Handelsplattform Tradegate legte der Kurs der SAP-Aktien um etwas mehr als drei Prozent auf 133 Euro zu. Sollte das Niveau auch im Xetra-Handel erreicht werden, würde das Papier das erst am Montag erreichte Rekordhoch von 130,80 Euro übertreffen. SAP ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 160 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands. In diesem Jahr zog der Aktienkurs trotz des Corona-Crashs auf Xetra-Basis bereits um sieben Prozent an. Seit Sommer 2015 hat sich der Kurs in etwa verdoppelt.

Operative Marge legte deutlich zu

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Das war deutlich mehr, als Analysten im Schnitt zuvor erwartet hatten. Die operative Marge des bereinigten Betriebsergebnisses legte ebenfalls klar um 1,8 Prozentpunkte auf 29,1 Prozent zu. „Unsere schnelle Reaktion auf die Krise auf der Kostenseite förderte einen starken Anstieg des Betriebsergebnisses und der Marge“, sagte Finanzchef Mucic.

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Auch der Umsatz zog mit plus zwei Prozent auf 6,74 Milliarden Euro überraschend an. Experten hatten mehrheitlich mit einem Rückgang gerechnet. „Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Teams das sehr schwierige Umfeld erfolgreich gemeistert und ein besseres Quartalsergebnis erreicht haben als erwartet“, sagte Vorstandschef Klein. Die breite Angebotspalette des Konzerns spiele eine entscheidende Rolle für die Digitalisierung bei den Kunden. „Dadurch können unsere Kunden gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte Klein.

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Cloud-Software als Wachstumstreiber

Treiber war bei den Erlösen erneut das Geschäft mit Cloud-Software, das um rund ein Fünftel auf 2,04 Milliarden Euro zulegte. Normalerweise verzeichnet SAP hier noch ein höheres Wachstum. Doch das Geschäft wurde im zweiten Quartal aufgrund der Coronakrise durch geringere volumenabhängige Transaktionsumsätze beeinflusst – etwa bei der Beschaffungsplattform Ariba verdient SAP am abgewickelten Handelsvolumen, das in der wirtschaftlichen Flaute gelitten haben dürfte.

Der Auftragsbestand der bereits geschlossenen Cloud-Verträge dürfte allerdings voraussichtlich um ein Fünftel gewachsen sein, hieß es. Die Nachfrage nach digitalen Logistikketten, E-Commerce, der Cloud-Plattform und nach Lösungen der Marktforschungstochter Qualtrics sei weiterhin hoch.

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Bei den konjunktursensiblen Lizenzerlösen schnitt SAP trotz eines Rückgangs um 18 Prozent deutlich besser ab als befürchtet. Analysten hatten mit einem noch herberen Dämpfer gerechnet. Im ersten Quartal waren die lukrativen Einmalverkäufe wegen der Coronapandemie eingebrochen. Insbesondere Asien und Japan hätten in dem Geschäft aber nun eine starke Erholung erlebt, hieß es.

SAP bestätigte die nach dem ersten Quartal gesenkten Jahresprognosen. Nachdem sich die Coronakrise im letzten Monat des ersten Quartals weltweit deutlich auf die Wirtschaft ausgewirkt habe, sei die Geschäftstätigkeit im Laufe des zweiten Quartals allmählich wieder angezogen, hieß es von SAP. Zahlen zum Nettoergebnis nannte SAP zunächst nicht, die detaillierten Ergebnisse legt SAP am 27. Juli vor. dpa

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