Anzeige
Anzeige
Fundstück
Artikel merken

Schockrechnung nach DDoS-Attacke: Privater Website-Betreiber soll 100.000 Dollar zahlen

190 Terabyte übertragene Daten in nur vier Tagen: Eine DDoS-Attacke hat bei einem privaten Website-Betreiber für einen ungewollten Rekordtraffic gesorgt – inklusive riesiger Rechnung vom Webhoster. Muss der Website-Betreiber zahlen?

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

DDoS-Attacke soll Website-Betreiber Horrorrechnung eingebracht haben. (Foto: concept w/Shutterstock)

Bei einer DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) handelt es sich für gewöhnlich um einen Cyberangriff mit dem Ziel, Webserver, Onlinedienste oder ganze Netzwerke in die Knie zu zwingen. Dies erfolgt über eine Vielzahl von Anfragen, mit denen die Kapazität überlastet und damit die Verfügbarkeit der Seite gestört werden soll.

Anzeige
Anzeige

DDoS-Angriff lässt Traffic auf 190 Terabyte steigen

Ein solcher DDoS-Angriff soll bei einem privaten Website-Besitzer jetzt zu einer horrend hohen Rechnung seines Hosters geführt haben, wie der Nutzer liubanghoudai24 auf Reddit darlegt. Demnach habe sich innerhalb von vier Tagen ein Traffic von 190 Terabyte Daten angesammelt.

Freilich deutlich mehr, als im Tarif des Nutzers enthalten. Der betroffene Webhoster Netlify verlangt demnach rund 55 US-Dollar pro 100 zu viel genutzte Gigabyte. Das summierte sich in dem Fall auf eine Rechnung von 104.500 Dollar.

Anzeige
Anzeige

Im Normalfall, so beteuert der betroffene Website-Besitzer, erreiche die Seite gerade einmal rund 200 Besucher:innen pro Tag. Noch nie habe die Seite ein Traffic-Volumen von zehn Gigabyte überschritten – im Monat.

Support erlässt 95 Prozent der Rechnung

Beim Netlify-Support stieß liubanghoudai24 zwar auf Verständnis, allerdings nicht auf einen kompletten Erlass der Schockrechnung. Der Anbieter, so hieß es, verlange normalerweise 20 Prozent von dem Rechnungsbetrag, wenn es aufgrund einer DDoS-Attacke zu überhöhtem Datenvolumen gekommen sei. In seinem Fall könne man auch auf fünf Prozent heruntergehen.

Anzeige
Anzeige

Das sind immer noch über 5.000 Dollar. Warnhinweise habe es nicht gegeben, so der Website-Betreiber. Er habe lediglich eine E‑Mail erhalten, in der er darauf hingewiesen wurde, dass er ein Extrapaket wegen erhöhter Bandbreite erworben habe.

Webhoster-Chef reagiert auf Beschwerde

Nachdem der Betroffene das Problem auch noch via Hacker News öffentlich gemacht hatte, meldete sich dort der Netlify-CEO Bob Funk zu Wort. Der Support seines Unternehmens habe sich schon an den Nutzer gewandt und ihm mitgeteilt, dass er die Rechnung nicht bezahlen müsse.

Anzeige
Anzeige
Die schönsten Stockfoto-Hacker Quelle: Shutterstock

Netlify sei bestrebt, Websites online zu halten, auch wenn sich ungewöhnliche Traffic-Spitzen ergeben. Im Nachhinein würden entsprechende Rechnungen fallengelassen, wenn der Nutzer keine Schuld daran trage.

Auf die Nachfrage, ob Netlify die Rechnung auch dann erlassen hätte, wenn die Geschichte nicht viral gegangen wäre, erklärte Funk, er habe in den vergangenen neun Jahren auf diese Weise schon jede Menge Rechnungen erlassen.

Für die ursprüngliche Auskunft seiner Support-Mitarbeiter:innen entschuldigte sich Funk.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Nikita

Sehr geehrtes t3n Team,

ein wenig mehr Recherche hätte ich doch von Ihnen erwartet.
Nur weil der Account ‚bobfunk‘ heißt, ist dies nicht der CEO von Netlify. Dies wäre Mathias Biilmann.
Das kann man auch der Accountinfo bei HackerNews entnehmen, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt hätte. Dort steht nämlich: „founder of netlify, not actually a Bob. matt at netlify.com to get in touch.“.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige