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Schwerer Schlag für Libra: Mastercard, Visa, Stripe und Ebay ziehen sich zurück

Der Libra Association bläst scharfer Wind aus der Politik entgegen. Das schreckt offenbar zunehmend ab. Nach Paypal haben jetzt Mastercard, Visa, Stripe und Ebay erklärt, nicht länger am Projekt teilnehmen zu wollen.

2 Min.
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Mastercard, Visa, Stripe und Ebay kehren Libra den Rücken. (Foto: Shutterstock)

Nur eine Woche nach Paypal und drei Tage vor dem ersten offiziellen Treffen der Mitglieder der Libra Association in Genf ziehen sich weitere strategische Partner zurück. Wie die Financial Times (Paywall) berichtet, haben die Schwergewichte Mastercard, Visa, Stripe und Ebay, sowie der führende Latein-amerikanische Zahlungsdienstleister Mercado Pago ihren Rückzug aus Facebooks Krypto-Projekt erklärt.

Rückzug mit weichen Begründungen

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Zu erwarten ist, dass die verbleibenden Mitglieder anlässlich ihres ersten Treffens am 14. Oktober bindende Vereinbarungen für den Fortgang des Projektes treffen werden. Der Ausstieg zum jetzigen Zeitpunkt schützt die heutigen Aussteiger vor dem Risiko, später bereits getroffene Vereinbarungen brechen zu müssen.

Die offiziellen Ausstiegsbegründungen von Stripe und Ebay klingen durchaus ähnlich, dabei unverbindlich und offenbar getragen von dem Wunsch, sich alle Optionen offen zu halten. So loben beide die Vision hinter Libra und das disruptive Potenzial.

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Zum jetzigen Zeitpunkt wolle sich Ebay jedoch auf die Einführung seiner eigenen Managed-Payments-Plattform konzentrieren. Stripe legt Wert auf die Feststellung, dass es generell Projekte unterstütze, die den Onlinehandel zugänglicher machen wollen. Libra habe dieses Potenzial, und Stripe bleibe einer späteren Zusammenarbeit gegenüber offen. Mastercard hat sich zunächst gar nicht geäußert.

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Nur Visa lässt recht klar durchblicken, dass die regulatorischen Hürden ein Risiko darstellen, die das Unternehmen derzeit nicht mittragen will. Eine eventuell anderslautende Entscheidung sei für die Zukunft nicht ausgeschlossen, wenn einige Voraussetzungen erfüllt seien, etwa die vollständige Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen.

Was steckt hinter dem Rückzug?

In dieser Woche hatten sich die US-Senatoren Sherrod Brown und Brian Schatz schriftlich an Visa, Mastercard und Stripe gewendet und ihnen recht unmissverständlich mit regulatorischen Schwierigkeiten gedroht, sollten sie ihre Libra-Aktivitäten nicht überdenken. Dabei würden sich die Schwierigkeiten nicht nur auf ihre Tätigkeiten im Zusammenhang mit Libra beschränken, sondern sich auf alle Zahlungs-Aktivitäten erstrecken.

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Inwieweit diese Drohung unmittelbar gewirkt hat, bleibt Spekulation. Auffällig ist jedoch, dass sich ausgerechnet Mastercard, Visa und Stripe jetzt auch zurückziehen. Der deutliche politische Widerstand besonders aus Europa und den USA hatte schon zuvor Bedenken bei den großen Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa ausgelöst.

Die Libra Association gibt sich gelassen. Gegenüber der Financial Times betonte ein Sprecher, man freue sich auf das Eröffnungstreffen in drei Tagen und werde dann die Gründungsmitglieder der Libra Association vorstellen.

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Kommentare (1)

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Benedikt

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