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Screencast-Software im Überblick: Die besten Tools für Mac, Windows und Linux

(Foto: recklessstudios / Shutterstock)

| Hinweis: Artikel enthält Provisions-Links – Was ist das?

Mit der richtigen Screencast-Software sind Bildschirmaufnahmen kein Problem. Wir zeigen euch, welche Programme einen Blick wert sind.

Abläufe zeigen geht mit keinem Medium so gut wie mit einem Video – ob Marketing-Clip zur eigenen Software, für Nutzer-Tutorials oder als kleine Support-Unterstützung. Screencasts veranschaulichen vieles. Nur die richtige Software braucht es dafür. Wir zeigen euch einige Programme für Mac, Windows und Linux.

Camtasia – das Urgestein der Screencast-Software

Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)
Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)

Einer der bekanntesten Namen bei Screencast-Software ist Techsmith mit Camtasia (Provisions-Link). Auf Windows angefangen, gibt es das Tool auch schon einige Zeit auf dem Mac. Die Funktionen reichen von der normalen Desktop- und Audio-Aufnahme von bestimmten Bereichen oder ganzen Bildschirmen bis hin zu umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten.

Camtasia bringt Übergänge, Anmerkungen und auch Mehrspur-Bearbeitung mit. Außerdem sind animierte Hintergrundbilder sowie Musik für den Hintergrund dabei, die ohne Probleme auf Youtube und Vimeo genutzt werden kann.

Für die Zusammenarbeit an einem Projekt ist es praktisch, dass die Mac- und Windows-Versionen von Camtasia untereinander kompatibel sind. Techsmith hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, unerfahrenen Nutzern schnelle Erfolge zu ermöglichen. Neben einer kostenlosen Testversion gibt es Camtasia ab rund 250 Euro, für Schulen und Universitäten gibt es Rabatte.

Screenflow: Screencast-Software für den Mac

Eine Instanz im Mac-Bereich ist auch Screenflow. (Bild: Telestream)
Eine Instanz im Mac-Bereich ist auch Screenflow. (Bild: Telestream)

Eines der bekanntesten Programme auf der Mac-Plattform dürfte Screenflow (Provisions-Link) sein. Die App aus dem Hause Telestream bietet alles, was das Screencasting-Herz begehrt. Neben bestehendem Video-Material könnt ihr auswählen, ob ihr einen bestimmten Bereich, ein Programmfenster oder den gesamten Bildschirm aufnehmen wollt. Auch iOS-Devices und die Webcam lassen sich mit einbinden.

Auf mehreren Video-Spuren könnt ihr einerseits euren Desktop, andererseits Audio aufnehmen und wie in normaler Video-Software mit bekannten Optionen bearbeiten. Neben Texteinblendungen können auch Mausklicks oder Tastatureingaben visualisiert werden. Übergänge sind mit an Bord und Spuren beziehungsweise einzelne Ausschnitte davon lassen sich animieren.

Ein weiteres praktisches Feature ist die Unterstützung von ADA-konformen Untertiteln. Nach der Bearbeitung könnt ihr Videos in unterschiedlichen Formaten wie Prores, MP4 oder auch als GIF exportieren oder sie direkt bei unterschiedlichen Diensten wie Youtube oder Vimeo veröffentlichen. Preislich startet Screenflow bei 129 US-Dollar.

Quicktime auf dem Mac

macOS bringt den Quicktime Player mit, der auch als Screencast-Software dienen kann. (Screenshot: Quicktime)
macOS bringt den Quicktime Player mit, der auch als Screencast-Software dienen kann. (Screenshot: Quicktime)

Ein Klassiker auf dem Mac, der schon vorinstalliert ist, ist der Quicktime Player. Mit ihm lassen sich nicht nur Videos abspielen, auch der Bildschirm lässt sich aufnehmen. Im Datei-Menü könnt ihr eine neue Bildschirm-Aufnahme auswählen. Über den Pfeil neben dem Record-Button lassen sich auch ein Mikrofon und die Hervorhebung von Klicks auswählen. Nach dem Klick auf den roten Button könnt ihr noch entscheiden, ob der gesamte Bildschirm oder nur ein Ausschnitt aufgenommen werden soll.

Während der Aufnahme nistet sich die App in der Menüleiste ein, von wo aus ihr die Aufnahme wieder stoppen könnt. Danach könnt ihr auch direkt im Player die Aufnahme kürzen, viel mehr Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht.

Auch praktisch: Habt ihr ein iOS-Gerät per Lightning-Kabel angeschlosssen, könnt ihr per Quicktime auch das als Quelle auswählen und einen Screencast aufnehmen.

OBS Studio

Eigentlich als beliebte Livestream-Software bekannt, kann OBS Studio auch den Bildschirm aufnehmen und ist für Mac, Windows und Linux erhältlich. Die Open-Source-Software kommt, wie andere Software auch, mit Color-Grading-Möglichkeiten und ist einfach zu konfigurieren. Auch die Audio-Quellen können mit einem Mixer geregelt werden.

Wer es einfach haben will: Kap

Über den integrierten Editor von Kap lassen sich Aufnahmen noch schneiden und in verschiedenen Formaten exportieren. (Screenshot: Kap)
Über den integrierten Editor von Kap lassen sich Aufnahmen noch schneiden und in verschiedenen Formaten exportieren. (Screenshot: Kap)

Eine einfach zu bedienende Open-Source-Lösung für Screencasts ist Kap. Das kleine Mac-Tool nistet sich in der Menüleiste ein und ermöglicht euch von dort aus die Steuerung der Aufnahme. Ihr könnt entweder ein Format oder eine benutzerdefinierte Größe für die Aufnahme angeben, die Maus ein- und ausblenden oder den Ton mit aufzeichnen. Wenn ihr ein externes Mikrofon angeschlossen habt, lässt sich das in den Einstellungen auswählen. Im Editor, der nach der Aufnahme erscheint, könnt ihr das Video noch kürzen und in einem gewünschten Format exportieren.

Screencast-O-Matic

Screencast-O-Matic lässt euch den Bildschirm entweder im Browser oder mit der Standalone-App aufzeichnen. In der kostenlosen Variante könnt ihr bis zu 15 Minuten von Bildschirm und Webcam aufnehmen und diese entweder bei Youtube veröffentlichen oder als lokale Datei speichern. Die Pro-Variante entfernt das Wasserzeichen, lässt euch länger aufnehmen und bietet euch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten. Für 18 Dollar im Jahr könnt ihr upgraden.

Screencastify: Screencasts per Browser-Plugin

Screencastify (Provisions-Link) installiert ihr einfach per Chrome-Webstore. Die Erweiterung ermöglicht euch neben der Aufnahme des Browser-Fensters auch Recordings des gesamten Bildschirms sowie der Webcam. Auch eine Audio-Quelle könnt ihr auswählen. Aufnahmen können entweder lokal auf dem Gerät oder in Google Drive gespeichert werden. Nach der Aufnahme bekommt ihr noch grundlegende Bearbeitungsfunktionen und könnt die Datei auf Youtube veröffentlichen oder einen teilbaren Link generieren. Auch Screencastify hat ein Pro-Modell, das die Zeitbegrenzung von zehn Minuten aufhebt, euch mehr als 50 Videos im Monat aufnehmen lässt und unterschiedliche Export-Optionen bietet. Die Pro-Variante liegt bei zwei Euro pro Nutzer pro Monat.

Simple Screen Recorder

Anders als es sein Name verlauten lässt, bietet der Simple Screen Recorder unter Linux einige Optionen, die einen guten Screencast ermöglichen. Zwar sind keine Bearbeitungsfunktionen an Bord, für die Aufnahme lassen sich allerdings neben dem gesamten Bildschirm auch ein Ausschnitt auswählen sowie die Audio-Quelle festlegen. Auch die Codecs für die Aufnahme sind wählbar.

Kazam

Etwas moderner kommt Kazam für die Linux-Plattform daher. Die Software steht unter GPLv3-Lizenz und läuft unter Gnome und Unity als Oberfläche. Zur Aufnahme des Bildschirms wird G-Streamer genutzt, das Audio wird über Pulseaudio aufgenommen. Neben der üblichen Auswahl, was aufgenommen werden soll, lässt sich beispielsweise auch der Mauszeiger ausblenden und auch für Screenshots lässt sich Kazam verwenden.

Mal schnell den Desktop leer räumen? Dieses Tool versteckt den ganzen Müll

Wenn auf eurem Desktop das blanke Chaos herrscht, solltet ihr einen Blick auf Cleanshot werfen. Das Mac-Tool entfernt auf Wunsch automatisch alle Desktop-Elemente, sobald ihr eine Bildschirmaufnahme startet. Praktischerweise lässt sich die Software per Knopfdruck auch aktivieren, wenn ihr gerade kein Screenrecording macht, aber einen leeren Schreibtisch benötigt.

Habt ihr weitere Tipps für Screencast-Software? Schreibt sie uns gern in die Kommentare. Wenn ihr in den Videoschnitt einsteigen wollt, empfehlen wir euch unseren Artikel rund um die beste Video-Software für Einsteiger.

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8 Reaktionen
Fabio

Finde Screenium 3 wirklich genial. Sehr einfach zu bedienen wie man es von Mac kennt und im App Store erhältlich. Ausserdem lässt sich auch direkt aus dieser Software während dem Aufzeichnen der Desktop leer räumen. Kann ich nur empfehlen.

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JK

Ashampoo Snap kann neben Screenshots auch Videos aufnehmen.
Kostet normalerweise 40 €.
Der Hersteller hat aber öfters Aktionen, wo man es auch für 10 € bekommen kann.

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Günter

Einige meiner Kollegen arbeiten gut und gerne mit Office Mix

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Konstantin

screencast-o-matic is doing the job! Just perfect for me

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Manuel Schmöllerl

Das ist leider außschließlich für Windows.
Es gibt auch eine Alternative für Mac und Windows.
LICEcap: https://www.cockos.com/licecap/

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Patrick

Ich habe viele Jahre mit Adobe Captivate gearbeitet. Die screenshotbasierte Aufnahmefunktion ermöglicht umfangreiches Nachbearbeiten, was gerade für Betaversionen und einarbeiten späterer Interface-Änderungen sehr nützlich ist.
Leider ist das Tool aber seit Version 6 nicht mehr für Screencast, sondern mehr und mehr für eLearning weiterentwickelt worden.

Seit kurzem nutze ich Demo Builder, dessen Interface zwar ziemlich unübersichtlich ist, aber mit den Aufnahmefunktionalitäten Camtasia und Co. locker überbietet.

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Holger Freier

für Linux zu erwähnen wäre noch Vokoscreen. Nutze ich selbst schon länger und bietet viele Funktionen an.

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