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Screencasting – 15 Tools für Windows, Mac und Linux in der Übersicht

Screencast will passende Software haben. Ob für Tech-Support, E-Learning oder Werbevideos – diese Tools können euch weiterhelfen. (Foto: recklessstudios / Shutterstock)

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Nicht nur während der Coronakrise ist es wichtig, Inhalte eures Bildschirm – und was ihr darauf tut – schnell und einfach mit der Welt zu teilen. Dabei hilft euch Screencasting-Software. Wir haben uns für euch angesehen, welche Tools es gibt und was sie können.

Screencasting, also das Aufnehmen eures eigenen Bildschirms, ist nicht nur zu Homeoffice-Zeiten ein gerne und viel genutztes Mittel, um Inhalte und Informationen rüberzubringen. Egal, ob für Anleitungsvideos, Präsentationen oder Marketing-Clips – ihr braucht natürlich die richtige Software für euren Anspruch und euer Betriebssystem. Die kommt in vielen Farben, Funktionsumfängen, Komplexitätsgraden und Preismodellen daher.

Wir haben uns drei Hände voll davon für Windows, Mac und Linux angesehen und zeigen euch, was sie können, was sie nicht können und was sie kosten. Außerdem haben wir noch ein paar kleinere Software-Helferlein herausgesucht, die euch bei Screencasts unterstützen.

Screenrec-Aufnahmefenster

Screenrec nimmt eure Screencasts auf und speichert sie direkt in einem zugehörigen Cloud-Speicher. Von dort teilt ihr sie direkt mit anderen. (Bild: Screenrec / Youtube)

Teilbar in die Cloud casten: Screenrec

Schnell zu euren Kollegen bekommt ihr eure Screencasts zum Beispiel mit Screenrec. Die Software für Windows, Mac und Linux lässt euch euren Bildschirm, ausgewählte Bereiche und auch zusätzlich eure Webcam mitschneiden. Computer- und Mikrofon-Audio nehmt ihr zusätzlich auf, Mausklicks lassen sich hervorheben.

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Praktisch: Screenrec ist direkt an die Cloud angebunden. Sobald ihr einen Screencast aufgenommen habt, generiert euch das Tool einen Link, den ihr teilen könnt, und über den man auf euren in der Cloud gespeicherten Cast zugreifen kann. Eure Aufnahmen werden dafür in den per 128-Bit-AES verschlüsselten Cloudspeicher des Anbieters hochgeladen, wo ihr sie auch noch per Passwort sichert oder den Zugriff nach Geolocation oder IP-Adresse beschränkt. Alternativ speichert ihr sie auch lokal als MP4 speichern.

Derzeit ist Screenrec inklusive zwei Gigabyte Cloud-Speicherplatz noch komplett kostenlos – der Hersteller gibt an, zukünftig eventuell kostenpflichtige Speicherplatz-Upgrades anzubieten. Ohne Account sind Aufnahmen auf fünf Minuten limitiert und lassen sich nicht in der Cloud speichern und teilen. Legt ihr euch einen kostenlosen Account an, werden die Beschränkungen aufgehoben.

Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)

Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)

Der teure Klassiker: Camtasia

Einer der wahrscheinlich bekanntesten Namen bei Screencast-Software ist Camtasia von Techsmith. Das Tool gab es lange Zeit nur für Windows, nun läuft es seit einiger Zeit aber auch auf Macs – nur Linux fehlt. Der Funktionsumfang reicht von der normalen Desktop- und Audio-Aufnahme bestimmter Bildschirmbereiche oder ganzer Screens bis hin zu groß angelegten Bearbeitungsmöglichkeiten für Videos.

Standardmäßig mit an Bord sind Übergänge, Anmerkungen und auch Mehrspur-Bearbeitung. Dazu gibt’s als Teil der Lizenz eine umfangreiche Bibliothek an animierten Hintergrundbildern sowie Musik für den Hintergrund, die ihr ohne Probleme auch auf öffentlichen Portalen wie Youtube oder Vimeo nutzen könnt.

Die Mac- und Windows-Versionen von Camtasia sind untereinander kompatibel. Das vereinfacht es, plattformübergreifend gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Techsmith hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, unerfahrenen Nutzern schnelle Erfolge zu ermöglichen. Daher finden sich Tutorials und Anleitungen auch für komplexere Videobearbeitungsaufgaben.

Neben einer kostenlosen Testversion, die ihr 30 Tage in vollem Umfang, dafür aber mit Wasserzeichen nutzen könnt, gibt es Camtasia ab rund 270 Euro. Für Schulen und Universitäten sowie bei größeren Bestellungen gibt es Rabatte. Braucht ihr keinen umfangreichen Editor, sondern nur einen simplen Weg, um Screencasts aufzunehmen, gibt die abgespeckte Software Snagit von Techsmith für gut 50 Euro.

Editor von Screentogif zum nachträglichen Bearbeiten der Aufnahmen

Mit dem Editor von Screentogif bastelt ihr nachträglich an euren Bildschirmaufnahmen. (Bild: Screentogif)

Direkt ins GIF aufnehmen: Screentogif

Screencastet ihr gerne in Form von GIFs und arbeitet unter Windows, dürfte Screentogif einen Blick wert sein. Das kostenlose, quelloffene Tool nimmt alles auf, was in seinem eigenen Programmfenster „von unten durch schaut“. Zusätzlich könnt ihr eine Webcam mitschneiden. Ebenfalls mit an Bord ist ein Tastatureingabe- und Zeichenbrett-Rekorder: Tippt ihr während einer Aufnahme auf der Tastatur, blendet Screentogif die Tastenanschläge mit ein. Fangt ihr an, in der Aufnahme herumzumalen, erkennt das Tool dies automatisch und nimmt eure Zeichnungen auf dem Bildschirm mit auf.

Eure Aufnahmen speichert ihr als Projekt für die spätere Bearbeitung im eingebauten Editor oder exportiert sie als GIFs oder Videodateien. Auch GIFs aus anderen Quellen lassen sich im Editor öffnen und bearbeiten.

Screentogif ist nur wenige Megabyte groß und entweder als Installationsdatei für Windows oder auch portabel erhältlich. Den Quellcode bekommt ihr auf GitHub – Mitarbeit am Projekt ist gerne gesehen.

Kazam unter Linux

Mit Kazam nehmt ihr Screencasts schnell und einfach unter Linux auf. (Screenshot: Kazam/t3n)

Alt, aber stabil unter Linux: Kazam

Schon etwas in die Jahre gekommen ist die unter GPLv3-Lizenz laufende Screencasting-Software Kazam für die Linux-Plattform. Sie läuft unter Gnome und Unity als Oberfläche und erstellt Bildschirmaufnahmen im VP8/WebM-Videoformat. Zur Aufnahme des Bildschirms wird G-Streamer genutzt. Audio lässt sich aus allen Quellen mitschneiden, die von Pulseaudio unterstützt werden.

Neben der üblichen Auswahl, welche Bereiche des Screens aufgenommen werden sollen, lässt sich bei Kazam beispielsweise auch der Mauszeiger ausblenden.

Eine Instanz im Mac-Bereich ist auch Screenflow. (Bild: Telestream)

Eine Instanz im Mac-Bereich ist auch Screenflow. (Bild: Telestream)

Nur für Mac: Screenflow

Die Screencast- und Videoeditor-Software Screenflow dürfte vor allem Mac-Usern ein Begriff und für sie interessant sein – sie funktioniert nur auf den Apple-Geräten. Neben bestehendem Videomaterial könnt ihr auswählen, ob ihr einen bestimmten Bildschirmbereich, ein ausgewähltes Programmfenster oder den gesamten Screen mitschneiden wollt. Auch iOS-Devices und Aufnahmen von Webcams lassen sich zusätzlich einbinden.

Auf mehreren Spuren nehmt ihr euren Desktop und Audio auf und bearbeitet das Ergebnis anschließend wie in normaler Video-Software mit bekannten Optionen. Neben Texteinblendungen könnt ihr beispielsweise auch eure Mausklicks und Tastatureingaben visualisieren und so für Zuschauer besser verfolgbar machen. Animierte Übergänge sind mit an Bord und auch Spuren beziehungsweise einzelne Ausschnitte davon lassen sich animieren.

Screenflow unterstützt außerdem ADA-konforme Untertitel, was ein Segen in Sachen Barrierefreiheit ist. Nach der Bearbeitung exportiert ihr eure Videos in unterschiedlichen Formaten wie Prores, MP4 oder auch als GIF oder veröffentlicht sie direkt bei Diensten wie Youtube oder Vimeo. Preislich startet Screenflow bei 129 US-Dollar. Eine kostenlose Testversion könnt ihr zeitlich unbegrenzt ausprobieren. Sie bringt alle Features der Vollversion mit, bindet beim Videoexport jedoch Screenflow-Wasserzeichen in eure Projekte ein.

Streaming-Software Streamlabs OBS

OBS Studio und Forks wie Streamlabs OBS sind komplex und eigentlich für Livestreaming gedacht. Aber auch Screencasts lassen sich problemlos aufschneiden und speichern. (Bild: Streamlabs)

Komplex und quelloffen: OBS Studio

Die Open-Source-Software OBS Studio – kurz für Open Broadcasting Software – ist eigentlich als beliebte Livestreaming-Software für Streams auf Twitch, Youtube und Co. bekannt. Mit ihr könnt ihr aber auch einfach nur euren Bildschirm, ausgewählte Fenster oder Bildschirmbereiche aufnehmen. Sie ist für Mac, Windows und Linux erhältlich.

Nachträgliche Bearbeitungsfunktionen gibt’s hier quasi keine – nahezu alles passiert live. Hier ist dann aber in Sachen Videobearbeitung vieles möglich: von Color-Grading über Filter und Effekte bis hin zu verschiedenen Quellen auf unterschiedlichen Ebenen ist fast alles machbar. Auch diverse Audioquellen könnt ihr einbinden und mit einem Mixer regeln. Eure Kompositionen könnt ihr live zu verschiedenen Plattformen streamen – oder einfach lokal speichern und von dort weiterverwerten.

Durch diese Vielzahl an Funktionen und Möglichkeiten ist OBS Studio – wie auch verschiedene Derivate wie Streamlabs OBS – äußerst komplex und vielseitig, dafür aber leider nicht sonderlich einsteigerfreundlich. Auf Plattformen wie Youtube finden sich jedoch viele Hilfsvideos und Tutorials anderer Content-Produzierender, die euch weiterhelfen können.

Kap lässt sich über einen Menüleistendialog starten und stoppen. (Screenshot: getkap.com)

Kap lässt sich über einen Menüleistendialog starten und stoppen. (Screenshot: getkap.com/t3n)

Fix und kostenlos auf Macs: Kap

Viel zu bieten hat die Open-Source-Lösung Kap nicht – aber für simple Screencasts ist sie eben eventuell genau das Richtige. Darum haben wir sie uns auch schon mal näher angesehen.

Das kleine Mac-Tool hängt in eurer Menüleiste, von wo aus ihr eure Bildschirmaufnahmen steuert. Ihr gebt entweder ein fixes Format oder einen benutzerdefinierten Bildschirmausschnitt für die Aufnahme an, blendet die Maus ein und aus und nehmt wahlweise auch den Ton mit auf. Mausklicks lassen sich auch zusätzlich hervorheben. Ist ein externes Mikrofon angeschlossen, könnt ihr das in den Einstellungen anwählen und dessen Tonspur als Teil der Aufnahme mitschneiden. Praktisch: Auf Knopfdruck blendet Kap alle Elemente auf eurem Mac-Schreibtisch aus, sodass sie in Aufnahmen nicht stören.

Im Editor, der automatisch nach Beenden der Aufnahme erscheint, könnt ihr euer Screencast-Video noch kürzen und anschließend in einem gewünschten Format exportieren – darunter GIF, MP4, WebM oder APNG.

Screencastify-Chrome-Erweiterung

Screencastify hängt sich als Chrome-Erweiterung in die Toolbar des Browsers. Von hier startet und steuert ihr eure Aufnahmen. (Screenshot: Screencastify/t3n)

Screencast per Chrome-Erweiterung: Screencastify

Bildschirmaufnahmen gehen auch einfach mithilfe des Chrome-Browsers, Screencastify und der passenden Erweiterung. Mit ihr könnt ihr natürlich euer Browser-Fenster aufnehmen, aber auch Recordings des gesamten Bildschirms sowie der Webcam sind möglich. Zusätzlich bindet ihr Audioquellen wie euer Mikrofon ein.

Aufnahmen speichert ihr entweder lokal auf dem Gerät oder direkt in Google Drive. Im Editor bekommt ihr noch grundlegende Bearbeitungsfunktionen und könnt die Datei auf Youtube oder Google Classroom veröffentlichen oder einen teilbaren Link generieren. Screencastify ist kostenlos nutzbar, allerdings seid ihr hier auf fünf Minuten für Mitschnitte beschränkt, von denen ihr jedoch unbegrenzt viele aufnehmen könnt.

Das Pro-Modell hebt die Zeitbegrenzung auf, lässt euch einzelne Aufnahmen zusammenführen und bietet zusätzliche Bearbeitungs- und Exportoptionen. Pro kostet 49 Dollar pro User und Jahr, für Bildungseinrichtungen gibt es Vergünstigungen.

Einstellungen des Simple Screen Recorders

Schlicht und etwas altbacken, dafür aber für Linux und umfangreich einstellbar: der Simple Screen Recorder. (Bild: Maarten Baert)

Aufnahmen unter Linux: Simple Screen Recorder

Der kostenlose Simple Screen Recorder heißt in erster Linie nur so, weil er ein leichter zu bedienendes User-Interface hat als andere Screencasting-Programme für Linux. Das Tool bringt grundlegende, aber sinnvolle Features für Bildschirmaufnahmen mit.

Zwar sind keine umfangreichen Bearbeitungsfunktionen an Bord, dafür lassen sich für die Aufnahme aber neben dem gesamten Bildschirm auch ein Ausschnitt auswählen sowie die Audioquelle festlegen. Während einer laufenden Aufnahme bekommt ihr eine Vorschau angezeigt, sodass ihr live überprüfen könnt, ob alles sitzt. Simple Screen Recorder hat viele verschiedene Codecs an Bord – weitere könnt ihr auch selbst hinzufügen. Für nahezu alle Funktionen gibt es Tooltipps, die euch unterstützen.

Laut dem Entwickler sollte das Programm unter allen gängigen Linux-Distributionen laufen. Downloadquellen und Anleitungen findet ihr auf der Website, den Quellcode findet ihr außerdem zum selber Kompilieren auf GitHub.

Bandicam mit HDMI-Gerät als Quelle.

Bandicam ist für Spieleaufnahmen geeignet. Aber auch alle anderen Screencasts lassen sich damit aufnehmen. (Bild: Bandicam)

Nicht nur für Gamer: Bandicam

Bandicam* richtet sich stark an die Gaming-Community – unter anderem mit Funktionen zum Aufnehmen spezifischer Games, Webcam-Overlays und der Möglichkeit, auch verbundene Geräte wie Spielekonsolen aufzunehmen. Aber auch für alle anderen Screencasting-Einsatzgebiete eignet sich das Windows-Programm. Für Aufnahmen mit Wasserzeichen und bis zu zehn Minuten reicht die kostenlose Free-Version. Braucht ihr mehr, kostet euch das einmalig 36 Euro.

Einen umfangreichen Editor für die Post-Production gibt’s hier nicht, dafür könnt ihr aber schon während der Aufnahme ein Overlay mit eurem Webcam-Bild inklusive Chroma-Key mitlaufen lassen, Audio aufnehmen und mithilfe eines Soundboards Geräusche einspielen. Hinterher lassen sich noch Textfelder, Symbole wie Pfeile und auch kleinere Grafiken einfügen. Letztendlich exportiert ihr eure Videos als AVI oder MP4 oder ladet sie direkt zu Youtube hoch.

Editor von FlashBack Express

Flashback Express erstellt auch in der Free-Version unbegrenzt lange Screencast-Videos ohne Wasserzeichen. (Bild: FlashBack)

Quick und clean: Flashback Express

Müsst ihr einfach nur schnell und kostenlos was aufnehmen, vertonen und abspeichern, könnt dabei aber auf Videoschnitt-Features verzichten, ist Flashback Express einen Blick wert. Die Windows-Software bietet alle Basics für Screencasts: vom Mitschneiden einzelner oder mehrerer Bildschirme und bestimmter Screen-Bereiche über Aufnahme von Webcam-Bild, Computer- und Mikrofon-Audio bis hin zum Upload zu Youtube oder Export als MP4, AVI oder WMV.

Zeitbeschränkungen und Wasserzeichen gibt’s auch Free-Modell nicht. Braucht ihr mehr Funktionen, könnt ihr zur Pro-Version upgraden – und diese vorher zehn Tage kostenlos antesten. Hier sind dann auch umfangreiche Features zur Nachbearbeitung inklusive Annotation, Videoschnitt, Effekte und mehr an Bord, sowie weitere Exportmöglichkeiten. Pro kostet einmalig 44 Euro pro Gerätelizenz, für den Bildungsbereich gibt’s Rabatte.

Loom-Screencasts per Link freigeben

Habt ihr mit Loom einen Screencast erstellt, gebt ihr ihn per Link an andere weiter. (Bild: Loom)

Onboarding-Screencaster: Loom

Die Screencasting-Lösung Loom gibt’s als App für Windows, Mac und iOS sowie als Erweiterung für Google Chrome. Hiermit nehmt ihr Bildschirminhalte inklusive Computer- und Mikrofonaudio auf, hängt euer Webcam-Bild in Form einer kleinen Blase mit ins Video und teilt eure Screencasts anschließend über einen Link. Noch bis 1. Juli 2020 gibt es keine Beschränkung auf die Anzahl der erstellbaren Videos – danach seid ihr auf 25 Videos im Monat begrenzt. In der kostenlosen Variante geht nur wenig mehr als das – ein Pro-Abo bringt zusätzliche Bearbeitungsfunktionen, Call-to-Action-Buttons, Zuschauerstatistiken, Custom-Branding, Admin-Features und mehr mit.

Dank der Möglichkeit, erstellte Videos mithilfe der Chrome-Extension auch in Teamworking-Tools wie Jira, Slack und Airtable einzubinden, bietet sich Loom auch für den Unternehmenseinsatz an. Für den Bildungssektor ist Pro derzeit im Rahmen der Coronakrise kostenlos. Ansonsten kostet es noch bis 1. Juli vier Dollar pro User und Monat, danach wieder das doppelte. Außerdem lässt sich Pro bis dahin 30 Tage lang kostenlos testen.

Präsentation erstellen mit ActivePresenter

Mit Activepresenter lassen sich umfangreiche, komplexe E-Learning-Inhalte erstellen. (Bild: Atomi)

Der E-Learning-Spezialist: Activepresenter

Für Screencasting-Aufgaben aller Art, aber ganz besonders für E-Learning-Projekte und Software-Simulationen konzipiert ist Activepresenter*. Mit der Software für Windows und Mac nehmt ihr eure Bildschirminhalte, wahlweise zusammen mit eurer Webcam und Computer- sowie Mikrofon-Sound, auf. Hinterher habt ihr umfangreiche Editor-Möglichkeiten und könnt eure Projekte mit vielen Rendering-Optionen als MP4, AVI, WMV, WebM und MKV exportieren.

Als besonderes Feature hat Activepresenter umfangreiche Funktionen an Bord, mit denen ihr E-Learning-Projekte konzipieren, umsetzen und letztendlich in HTML5-Form veröffentlichen könnt. Teil davon sind verschiedene Templates sowie ein Rekorder, der immer dann eine Folie aufnimmt und speichert, wenn ihr einen Mausklick oder eine Tastatureingabe macht, und diese als interaktive Präsentation aneinanderreiht.

Activepresenter gibt’s als kostenlose, im Export-Funktionsumfang eingeschränkte Free-Version. Erweiterte Editor- und Export-Features kommen mit der Standard-Variante für 199 Dollar. Responsive Designs, spezielle E-Learning-Funktionen und Export zu HTML5 kann nur die Pro-Variante für 399 Dollar. Einen genauen Vergleich der Versionen gibt’s hier.

macOS bringt den Quicktime Player mit, der auch als Screencast-Software dienen kann. (Screenshot: Quicktime)

macOS bringt den Quicktime Player mit, der auch als Screencast-Software dienen kann. (Screenshot: Quicktime)

Simpel und eingebaut auf Mac: Quicktime

Unter Mac könnt ihr mit Cmd+Umschalt+5 schnell und einfach Bildschirmvideos aufnehmen und speichern. Auf jedem Mac jedoch ebenfalls mit dabei: der Quicktime Player. Er spielt nicht nur Videos ab, auch euren Bildschirm kann er aufnehmen. Im Datei-Menü startet ihr eine neue Bildschirm-Aufnahme und wählt einen Rahmen, dessen Inhalt dann aufgezeichnet wird. Über den Pfeil neben dem Record-Button könnt ihr auch noch euer Mikrofon zuschalten.

Während der Aufnahme sitzt die App in eurer Menüleiste, wo ihr die Aufnahme wieder stoppen könnt. Danach könnt ihr die Aufnahme direkt in Quicktime kürzen – viel mehr Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht.

Zusätzlich praktisch: Wenn ihr per Lightning-Kabel ein iOS-Gerät an euren Mac angeschlossen habt, könnt ihr auch das als Aufnahmequelle auswählen und einen Screencast davon aufnehmen. Quicktime gibt’s auch für Windows, da gibt es aber simplere und stabiler laufende Alternativen.

Xbox Game Bar von Microsoft

Die Xbox Game Bar von Microsoft ist eigentlich fürs Gaming gedacht. Mit der Aufnahmefunktion schneidet ihr neben Games aber auch alle andere Fensterinhalte inklusive Sound und Mikrofon mit und erstellt so Screencasts. (Bild: Microsoft)

Simpel und eingebaut auf Windows: Xbox Game Bar

Unter Windows 10 ist standardmäßig auch die Xbox Game Bar installiert – ein Hintergrund-Tool und Overlay, das eigentlich für Gaming gedacht ist. Neben Systemstatistiken könnt ihr hier jedoch auch simpel Aufnahmen geöffneter Fenster starten.

Startet die Xbox Game Bar über das Startmenü und öffnet sie da mit Windowstaste+G. In den Einstellungen der App könnt ihr unter anderem das Speicherziel der Aufnahme, Hotkeys zum Starten und Stoppen sowie zusätzliche Mikrofonaufnahmen definieren. Standardmäßig startet ihr dann mit Windowstaste+Alt+R eine Aufnahme, die jedoch nur das aktuell geöffnete Fenster abgreift. Den Desktop könnt ihr nicht aufnehmen, nachträgliche Bearbeitungsmöglichkeiten gibt’s ebenfalls nicht. Für die absoluten Basics und eine schnelle Videoanleitung zwischendurch kann die eingebaute Windowsfunktion jedoch schon ausreichen.

Zusätzliche Tools und Helferlein

Ihr wollt auf eurem Mac einen Screencast starten, aber auf eurem Desktop herrscht das blanke Chaos? Dann könnte das kleine Tool Cleanshot helfen. Es entfernt auf Wunsch automatisch alle Elemente auf eurem Mac-Schreibtisch, sobald ihr eine Bildschirmaufnahme startet – und nicht nur dann. Per Knopfdruck macht das Tool auch einen leeren Schreibtisch, wenn ihr keinen Screencast macht. Wir haben es uns schon mal genauer angesehen.

Vidrio im Einsatz mit Webcam

Vidrio legt euer Webcam-Bild in den Hintergrund eures Bildschirms – so seid ihr auch bei Screencasts immer im Bild. (Bild: t3n)

Wenn euer Screencasting-Programm keine eingebaute Möglichkeit hat, eure Webcam mit aufzunehmen, oder ihr wollt eurer Gesichtsaufnahme beim Screen-Recording einen Twist geben, schaut euch mal Vidrio an. Das kleine Mac-Tool verfrachtet euer Webcam-Bild kurzum in den Hintergrund eures gesamten Bildschirms, wo es dann halb durchsichtig durchscheint. Die Opazität lässt sich stufenlos regeln. So seid ihr immer im Bild und könnt beispielsweise auch auf Elemente auf dem Bildschirm zeigen, über die ihr gerade sprecht. So eignet sich Vidrio beispielsweise auch für den Einsatz bei Screensharing zusammen mit Videokonferenz-Software und den dazugehörigen Hardware-Systemen.

Dieser Artikel wurde am 4. Mai 2020 aktualisiert.

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8 Kommentare
Holger Freier
Holger Freier

für Linux zu erwähnen wäre noch Vokoscreen. Nutze ich selbst schon länger und bietet viele Funktionen an.

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Patrick
Patrick

Ich habe viele Jahre mit Adobe Captivate gearbeitet. Die screenshotbasierte Aufnahmefunktion ermöglicht umfangreiches Nachbearbeiten, was gerade für Betaversionen und einarbeiten späterer Interface-Änderungen sehr nützlich ist.
Leider ist das Tool aber seit Version 6 nicht mehr für Screencast, sondern mehr und mehr für eLearning weiterentwickelt worden.

Seit kurzem nutze ich Demo Builder, dessen Interface zwar ziemlich unübersichtlich ist, aber mit den Aufnahmefunktionalitäten Camtasia und Co. locker überbietet.

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Manuel Schmöllerl

Das ist leider außschließlich für Windows.
Es gibt auch eine Alternative für Mac und Windows.
LICEcap: https://www.cockos.com/licecap/

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Konstantin
Konstantin

screencast-o-matic is doing the job! Just perfect for me

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Günter
Günter

Einige meiner Kollegen arbeiten gut und gerne mit Office Mix

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JK
JK

Ashampoo Snap kann neben Screenshots auch Videos aufnehmen.
Kostet normalerweise 40 €.
Der Hersteller hat aber öfters Aktionen, wo man es auch für 10 € bekommen kann.

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Fabio
Fabio

Finde Screenium 3 wirklich genial. Sehr einfach zu bedienen wie man es von Mac kennt und im App Store erhältlich. Ausserdem lässt sich auch direkt aus dieser Software während dem Aufzeichnen der Desktop leer räumen. Kann ich nur empfehlen.

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