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Screencasting – 15 Tools für Windows, Mac und Linux in der Übersicht

Screencast will passende Software haben. Ob für Tech-Support, E-Learning oder Werbevideos – diese Tools können euch weiterhelfen. (Foto: recklessstudios / Shutterstock)

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Nicht nur während der Coronakrise ist es wichtig, Inhalte eures Bildschirm – und was ihr darauf tut – schnell und einfach mit der Welt zu teilen. Dabei hilft euch Screencasting-Software. Wir haben uns für euch angesehen, welche Tools es gibt und was sie können.

Screencasting, also das Aufnehmen eures eigenen Bildschirms, ist nicht nur zu Homeoffice-Zeiten ein gerne und viel genutztes Mittel, um Inhalte und Informationen rüberzubringen. Egal, ob für Anleitungsvideos, Präsentationen oder Marketing-Clips – ihr braucht natürlich die richtige Software für euren Anspruch und euer Betriebssystem. Die kommt in vielen Farben, Funktionsumfängen, Komplexitätsgraden und Preismodellen daher.

Wir haben uns drei Hände voll davon für Windows, Mac und Linux angesehen und zeigen euch, was sie können, was sie nicht können und was sie kosten. Außerdem haben wir noch ein paar kleinere Software-Helferlein herausgesucht, die euch bei Screencasts unterstützen.

Screenrec-Aufnahmefenster

Screenrec nimmt eure Screencasts auf und speichert sie direkt in einem zugehörigen Cloud-Speicher. Von dort teilt ihr sie direkt mit anderen. (Bild: Screenrec / Youtube)

Teilbar in die Cloud casten: Screenrec

Schnell zu euren Kollegen bekommt ihr eure Screencasts zum Beispiel mit Screenrec. Die Software für Windows, Mac und Linux lässt euch euren Bildschirm, ausgewählte Bereiche und auch zusätzlich eure Webcam mitschneiden. Computer- und Mikrofon-Audio nehmt ihr zusätzlich auf, Mausklicks lassen sich hervorheben.

Praktisch: Screenrec ist direkt an die Cloud angebunden. Sobald ihr einen Screencast aufgenommen habt, generiert euch das Tool einen Link, den ihr teilen könnt, und über den man auf euren in der Cloud gespeicherten Cast zugreifen kann. Eure Aufnahmen werden dafür in den per 128-Bit-AES verschlüsselten Cloudspeicher des Anbieters hochgeladen, wo ihr sie auch noch per Passwort sichert oder den Zugriff nach Geolocation oder IP-Adresse beschränkt. Alternativ speichert ihr sie auch lokal als MP4 speichern.

Derzeit ist Screenrec inklusive zwei Gigabyte Cloud-Speicherplatz noch komplett kostenlos – der Hersteller gibt an, zukünftig eventuell kostenpflichtige Speicherplatz-Upgrades anzubieten. Ohne Account sind Aufnahmen auf fünf Minuten limitiert und lassen sich nicht in der Cloud speichern und teilen. Legt ihr euch einen kostenlosen Account an, werden die Beschränkungen aufgehoben.

Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)

Eins der Urgesteine der Screencast-Software ist Camtasia aus dem Hause Techsmith. (Screenshot: Techsmith)

Der teure Klassiker: Camtasia

Einer der wahrscheinlich bekanntesten Namen bei Screencast-Software ist Camtasia von Techsmith. Das Tool gab es lange Zeit nur für Windows, nun läuft es seit einiger Zeit aber auch auf Macs – nur Linux fehlt. Der Funktionsumfang reicht von der normalen Desktop- und Audio-Aufnahme bestimmter Bildschirmbereiche oder ganzer Screens bis hin zu groß angelegten Bearbeitungsmöglichkeiten für Videos.

Standardmäßig mit an Bord sind Übergänge, Anmerkungen und auch Mehrspur-Bearbeitung. Dazu gibt’s als Teil der Lizenz eine umfangreiche Bibliothek an animierten Hintergrundbildern sowie Musik für den Hintergrund, die ihr ohne Probleme auch auf öffentlichen Portalen wie Youtube oder Vimeo nutzen könnt.

Die Mac- und Windows-Versionen von Camtasia sind untereinander kompatibel. Das vereinfacht es, plattformübergreifend gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Techsmith hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, unerfahrenen Nutzern schnelle Erfolge zu ermöglichen. Daher finden sich Tutorials und Anleitungen auch für komplexere Videobearbeitungsaufgaben.

Neben einer kostenlosen Testversion, die ihr 30 Tage in vollem Umfang, dafür aber mit Wasserzeichen nutzen könnt, gibt es Camtasia ab rund 270 Euro. Für Schulen und Universitäten sowie bei größeren Bestellungen gibt es Rabatte. Braucht ihr keinen umfangreichen Editor, sondern nur einen simplen Weg, um Screencasts aufzunehmen, gibt die abgespeckte Software Snagit von Techsmith für gut 50 Euro.

Editor von Screentogif zum nachträglichen Bearbeiten der Aufnahmen

Mit dem Editor von Screentogif bastelt ihr nachträglich an euren Bildschirmaufnahmen. (Bild: Screentogif)

Direkt ins GIF aufnehmen: Screentogif

Screencastet ihr gerne in Form von GIFs und arbeitet unter Windows, dürfte Screentogif einen Blick wert sein. Das kostenlose, quelloffene Tool nimmt alles auf, was in seinem eigenen Programmfenster „von unten durch schaut“. Zusätzlich könnt ihr eine Webcam mitschneiden. Ebenfalls mit an Bord ist ein Tastatureingabe- und Zeichenbrett-Rekorder: Tippt ihr während einer Aufnahme auf der Tastatur, blendet Screentogif die Tastenanschläge mit ein. Fangt ihr an, in der Aufnahme herumzumalen, erkennt das Tool dies automatisch und nimmt eure Zeichnungen auf dem Bildschirm mit auf.

Eure Aufnahmen speichert ihr als Projekt für die spätere Bearbeitung im eingebauten Editor oder exportiert sie als GIFs oder Videodateien. Auch GIFs aus anderen Quellen lassen sich im Editor öffnen und bearbeiten.

Screentogif ist nur wenige Megabyte groß und entweder als Installationsdatei für Windows oder auch portabel erhältlich. Den Quellcode bekommt ihr auf GitHub – Mitarbeit am Projekt ist gerne gesehen.

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8 Kommentare
Holger Freier

für Linux zu erwähnen wäre noch Vokoscreen. Nutze ich selbst schon länger und bietet viele Funktionen an.

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Patrick
Patrick

Ich habe viele Jahre mit Adobe Captivate gearbeitet. Die screenshotbasierte Aufnahmefunktion ermöglicht umfangreiches Nachbearbeiten, was gerade für Betaversionen und einarbeiten späterer Interface-Änderungen sehr nützlich ist.
Leider ist das Tool aber seit Version 6 nicht mehr für Screencast, sondern mehr und mehr für eLearning weiterentwickelt worden.

Seit kurzem nutze ich Demo Builder, dessen Interface zwar ziemlich unübersichtlich ist, aber mit den Aufnahmefunktionalitäten Camtasia und Co. locker überbietet.

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Manuel Schmöllerl

Das ist leider außschließlich für Windows.
Es gibt auch eine Alternative für Mac und Windows.
LICEcap: https://www.cockos.com/licecap/

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Konstantin

screencast-o-matic is doing the job! Just perfect for me

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Günter
Günter

Einige meiner Kollegen arbeiten gut und gerne mit Office Mix

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JK
JK

Ashampoo Snap kann neben Screenshots auch Videos aufnehmen.
Kostet normalerweise 40 €.
Der Hersteller hat aber öfters Aktionen, wo man es auch für 10 € bekommen kann.

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Fabio

Finde Screenium 3 wirklich genial. Sehr einfach zu bedienen wie man es von Mac kennt und im App Store erhältlich. Ausserdem lässt sich auch direkt aus dieser Software während dem Aufzeichnen der Desktop leer räumen. Kann ich nur empfehlen.

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