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Social Media: Huawei in Propaganda-Kampagne auf Twitter verwickelt

Huawei. (Foto: Shutterstock)

Lesezeit: 1 Min.
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Ein von Huawei gesponserter Artikel macht auf Twitter die Runde – mithilfe von professionell erstellten Fake-Profilen. Huawei will den Fall intern untersuchen.

Der chinesische Telekommunikationshersteller Huawei ist offenbar in eine Propaganda-Kampagne auf Twitter verwickelt, in deren Zentrum ein Artikel zur 5G-Vergabepolitik in Belgien steht. Der von einem Juristen verfasste Artikel, der ordnungsgemäß als Auftragsarbeit deklariert ist, wurde im Dezember 2020 von zahlreichen Twitter-Konten weiterverbreitet, wie die New York Times berichtet.

Der Artikel kritisiert das Vorhaben der belgischen Regierung, Huawei bei der Vergabe von 5G-Aufträgen aufgrund von Sicherheitsbedenken auszuschließen. Wie eine Recherche des Marktforschungsunternehmens Graphika ergeben hat, handelt es sich bei den meisten der Konten, die den Artikel geteilt haben, um professionell erstellte Fake-Profile. Diese verwenden computergenerierte Profilbilder, haben teilweise Tausende Follower und geben sich mitunter als Telekommunikationsexperten aus.

Graphika ist aufgefallen, dass einige der Twitter-Konten bereits bei einer anderen Pro-China-Kampagne verwendet wurden. Bei genauerer Betrachtung fielen die gefälschten Bilder auf, ebenso wie der Umstand, dass zahlreiche der Follower offenbar Bots sind.

Huawei-Manager teilten Beiträge von Fake-Profilen

Problematisch an der mutmaßlichen Kampagne ist, dass auch ranghohe Huawei-Manager mit zum Teil Millionen Twitter-Followern die von den Fake-Profilen erstellten Beiträge geteilt haben. Dadurch fällt die Aktion indirekt auf Huawei zurück, auch wenn sich die Urheber der Kampagne nicht ermitteln lassen.

Huawei hat angekündigt, die Sache intern zu untersuchen und mögliches Fehlverhalten ahnden zu wollen. Twitter selbst untersagt eine derartige Manipulation der öffentlichen Meinung mithilfe von Fake-Profilen. Wie die New York Times schreibt, ist ein derartiges Vorgehen bislang eher aus der Politik bekannt, um Meinungen zu formen. Denkbar ist aber, dass in Zukunft auch politische Entscheidungen, die Unternehmen betreffen, derartig gelenkt werden könnten.

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Autor des Artikels ist Tobias Költzsch.

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