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SpaceX verliert zweiten Starship-Prototyp

So soll das Starship in voller Fahrt aussehen.(Bild: SpaceX)

Elon Musks Zeitplan gerät ins Wanken. Am vergangenen Freitag hat SpaceX offenbar einen zweiten Prototyp seines Starship verloren.

Nachdem bereits im November das Starship MK1, das erst Anfang Oktober 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, einen Drucktest nicht überstanden hatte, ist nun offenbar der dritte Prototyp, den SpaceX von MK3 zu SN1 umbenannt hatte, bei einer Betankungsaktion zumindest schwer beschädigt worden. Das lässt das folgende Video vermuten:

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Das US-Portal Space.com geht von einer Zerstörung des Sternenschiffs aus und beruft sich dabei auf verschiedene Videos, die zeigen sollen, wie der Prototyp bei einer Betankung am vergangenen Freitag meterweit in die Luft geschleudert wird, um dann auf den Boden zu krachen und zu implodieren.

Von SpaceX gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme zum Vorgang.

Wie war eure Nacht?

Elon Musk hingegen hat auf seine typische Weise per Twitter eine Einschätzung abgegeben.

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Zunächst kommentierte er ein Video des Vorgangs mit „Also, wie war eure Nacht?“ und fügte dann hinzu „Es ist gut, wir beulen es aus“ und „Wo ist Flextape, wenn man es braucht?“.

Diese Art Unfall ist SpaceX nicht neu. Nachdem der erste Prototyp MK1 auf ähnliche Weise verloren gegangen war, sollten sich alle künftigen Tests auf den nun ebenfalls verloren gegangenen Prototyp beschränken.

Bemannte Tests für 2020 wohl nicht zu erwarten

Damit gerät Elon Musks öffentlich kommunizierter Zeitplan unter Druck. Musk hatte im Oktober 2019 angekündigt, dass das Sternenschiff nun kurzfristig sogenannte Hops absolvieren sollte. Dabei handelt es sich um Starts in eine Höhe von bis zu 20 Kilometern. Wären diese Tests erfolgreich gewesen, hätte das MK1 in die Erdumlaufbahn geschossen werden sollen.

Musk ging seinerzeit davon aus, dieses Ziel bereits in sechs Monaten erreichen zu können. Diese Frist wäre in diesem Monat erreicht. So wie die Situation sich darstellt, ist der Orbit für das Sternenschiff vorerst nicht erreichbar.

Dennoch kann der Vorfall für Musk wohl nicht sonderlich überraschend gewesen sein. Immerhin hatte er schon im vergangenen Dezember geäußert, dass es vermutlich bis zu 20 Prototypen benötigen würde, die Version 1.0 des Starship fertigzustellen.

Das ist das Starship

Das Starship ist als zweite Stufe der neuen SpaceX-Rakete Super Heavy konzipiert. Wie sein Trägersystem soll das Sternenschiff wiederverwendbar sein, so dass es theoretisch bis zu 1.000 Starts im Jahr absolvieren könnte.

Das Sternenschiff misst 50 Meter in der Höhe und neun Meter im Durchmesser. Die Außenhülle besteht aus einer Stahllegierung mit Chrome, Nickel und Mangan. Das Raumschiff soll zunächst 150 Tonnen Fracht ins All befördern und 50 Tonnen Fracht zurück zur Erde bringen können. Das wäre indes nur ein Zwischenschritt.

Das eigentliche Ziel bei der Entwicklung des Starship ist der Transport von Menschen zu anderen Planeten. Bis zu 100 Personen soll das Sternenschiff aufnehmen können. Letztlich will Musk Sternenschiffe nutzen, um eine „selbsterhaltende Stadt auf dem Mars“ zu gründen. Ebenso könnten die Sternenschiffe zu anderen Planeten reisen.

Passend dazu: SpaceX will schon Ende 2021 die ersten Touristen ins All schießen

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