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Startup Alasco erhält 40 Millionen, um die Immobilienbranche zu digitalisieren

Das Prop-Tech Startup Alasco hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 40 Millionen US-Dollar an frischem Kapital eingesammelt. Hinter dem Unternehmen stecken drei bekannte Köpfe.

Von Insa Schniedermeier
2 Min. Lesezeit
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Die drei Alasco-Gründer (v.l.n.r.): Anselm Bauer, Sebastian Schuon und Benjamin Günther. (Foto: Alasco)

Die Bau- und Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen. Darunter:

  1. Klimaschutz: Etwa 30 bis 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen laut Uno auf Bau und Nutzung von Gebäuden zurück. Nachhaltiges Bauen wird immer wichtiger, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Ampel-Koalition pro Jahr rund 400.000 neue Wohnungen bauen will.
  2. Digitalisierung: Die Immobilienbranche ist kaum digitalisiert, oft wird noch immer Excel als Controlling-Software verwendet. Das führt zu Kostenexplosionen und Verzögerungen wie beim Berliner BER-Flughafen.
  3. Rohmaterial: Die Nachfrage nach Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffen hat die Baupreise in Deutschland im November 2021 um 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen lassen – der höchste Year-on-Year-Anstieg seit 1970.
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Mit ihrer Software-Lösung will das Münchner Startup Alasco einige der drängenden Probleme in der Immobilienbranche lösen – und konnte dafür gerade 40 Millionen Dollar (rund 35 Millionen Euro) an frischem Kapital einsammeln.

Alascos Softwarelösung hilft Projektentwickler:innen, Projektsteuer:innen und Bauträger:innen beim Finanz-Controlling und dem Management von Immobilienprozessen. Auch die Einhaltung der Kriterien von nachhaltigem Bauen, bekannt als ESG-Kriterien, soll mit Alasco vereinfacht werden – ESG steht für Enviroment, Social und Governance. Zu den Kunden von Alasco gehören führende globale Unternehmen der Immobilienbranche wie Hines, Soravia und Garbe.

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Erst Fashion, dann Immobilien

Alasco wurde 2018 von Anselm Bauer-Wohlleb, Benjamin Günther und Sebastian Schuon gegründet. Die drei hatten zuvor den Mode-Onlinehändler Stylight gegründet und diesen 2016 für 90 Millionen Dollar an Prosiebensat1 verkauft.

Im Juni 2020 konnte sich Alasco in einer Series-A-Runde 7,5 Millionen Euro an Kapital sichern. Damals hatten Global Founders Capital, Anyon, HV Holtzbrinck Ventures und Picus Capital investiert. Zu den neuen Investoren der Series-B-Finanzierungsrunde gehören Insight Partners (unter anderem investiert in Twitter, Shopify, Delivery Hero oder Hello Fresh) und Lightrock, einer der größten Player für nachhaltige Investments (unter anderem investiert in Infarm oder Lilium). Die Bewertung von Alasco liegt nun bei mehr als 100 Millionen Dollar.

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Mit dem neuen Geld will das Alasco-Trio nun in neue europäische Märkte expandieren und die Softwarelösung weiterentwickeln. Co-Gründer und CEO Sebastian Schuon sagt: „Die Ausweitung unserer internationalen Präsenz ist der nächste logische Schritt. Schon heute setzen Kund:innen unsere Lösung für internationale Projekte ein. Die Immobilienwirtschaft ist eine globale Industrie, die dringend digitale Lösungen braucht. […] Dazu starten wir 2022 auf dem britischen Markt“. 2022 sollen über 120 neue Mitarbeiter:innen eingestellt werden, aktuell sind es 100.

In Zukunft sollen Alascos Kund:innen auch in der Lage sein, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie digital zu managen – vom Bau über die Instandhaltung bis hin zum Verkauf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Schuon sagt: „In Zukunft wird es entscheidend sein, Finanzdaten und Nachhaltigkeitskriterien miteinander zu verknüpfen. Wir wollen unsere Kund:innen dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu den Umweltauswirkungen ihrer Projekte zu treffen. Dazu werden wir die bestehenden Funktionen zur ESG-Dokumentation in den nächsten Jahren um weitere Bausteine erweitern.“

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