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Startups: 3 wichtige Lektionen von Seriengründer:innen

Rund 70.000 Startups gibt es allein in Deutschland; die Entwicklungen in der Szene sind rasant und immer mehr Menschen wagen sich selbst ans Gründen. Worauf dabei zu achten ist, wissen Seriengründer:innen am besten.

Von Oliver Heinrich
4 Min. Lesezeit
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Um als als Gründer:in erfolgreich zu sein, braucht es mehr als eine gute Idee. (Foto: Shutterstock)

Unabhängigkeit, Leidenschaft, Flexibilität – ein eigenes Startup zu gründen, hat viele Anreize. Um jedoch als Gründer:in wirklich erfolgreich zu sein, braucht es mehr als eine gute Idee. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten begegnen Gründer:innen vielen Hürden – ob bei der Ideenfindung oder der Suche nach den ersten Mitarbeiter:innen und Kund:innen. Deshalb ergibt es der Erfahrung von Seriengründer:innen nach Sinn, schon mit Investor:innen über das eigene Geschäftsmodell zu sprechen, bevor man sich auf eine bestimmte Ausrichtung festlegt. So können sie bereits in der Phase der Ideenfindung mit Branchenkenntnissen und Expertise aus vorangegangenen Investments unterstützen.

Serial Founder wissen zudem, dass die Validierung der Geschäftsidee durch den direkten Austausch mit potenziellen Kund:innen und nicht durch monatelanges Analysieren von Modellen auf dem Papier erfolgen sollte. Auf diese Weise stellt man schnell fest, ob Kund:innen bereit wären, das Produkt oder die Dienstleistung zu nutzen oder zu kaufen. Wenn das Interesse zu gering ausfällt, sollte das Gründerteam die Idee entsprechend anpassen oder gegebenenfalls sogar neu definieren. Die Gleichung ist recht simpel: Ohne Kund:innen wird auch aus der besten Idee kein Geschäft.

Langfristige Partnerschaft statt schnellem Geld

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Sobald eine gute Geschäftsidee in einem spannenden Markt feststeht und man bereit ist, von externen Kapitalgeber:innen Geld einzusammeln, wird schnell deutlich: Im aktuellen Marktumfeld scheint finanzielle Unterstützung zur unendlichen Ressource geworden zu sein. Bei der Auswahl des Kapitalgebers sollte man deshalb darauf achten, inwiefern er oder sie bei strategischen Fragestellungen unterstützen kann und ob man auch auf persönlicher Ebene zusammenarbeiten möchte. Denn bei vielen erfolgreichen Investor:innen geht es – auch wenn das die erste Assoziation ist – nicht ausschließlich um Geld, sondern vor allem auch um Partnerschaft.

Damit eine effektive und zielgerichtete Zusammenarbeit entstehen kann, sind Transparenz und Offenheit essenziell. Das Gründerteam sollte die Anmerkungen und Ideen der Investorenseite reflektieren und herausfinden, ob die mögliche Kooperation auf einer ähnlichen Vision für das Produkt und das Unternehmen beruht. Wenn das der Fall ist, entsteht schnell ein kollaborativer Austausch – und nach und nach eine gute Beziehung zwischen Investor:in und Gründerteam. Erst dann sollte es um die eigentliche Investition gehen.

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Ein gutes Netzwerk ist Gold wert

Die Bedeutung des Aufbaus und der Pflege eines starken persönlichen Netzwerks ist gerade in der Gründerszene enorm. Deswegen sollten sich Gründer:innen mit Blick auf ihre Mitstreiter:innen fragen: Von wem oder was kann ich noch dazulernen? Mit wem möchte ich zusammenarbeiten? Wen muss ich im Auge behalten? Am hilfreichsten ist es, wenn sich Gründer:innen eine Mini-Peer-Group aufbauen, mit der sie sich vertrauensvoll austauschen können. Die besteht im Idealfall aus Gründer:innen, die in einer ähnlichen Phase des Unternehmens sind, sowie aus solchen, die die eigene Phase schon erfolgreich durchlaufen haben und ihre Erfahrungen daraus teilen wollen.

Da der Unternehmenserfolg maßgeblich auch von dem persönlichen Wachstum der Gründer:innen abhängt, sollte man sich bewusst einen oder mehrere Mentor:innen, etwa aus der Mini-Peer Group, suchen. Die unterscheiden sich von reinen Berater:innen: Während Letztere vor allem Empfehlungen geben, helfen Mentor:innen aktiv mit, Hürden zu überstehen und sich dabei selbst weiterzuentwickeln – sowohl als Firma als auch als Unternehmer:in –, um verschiedene Herausforderungen und Fragestellungen im Laufe des Unternehmensaufbaus reflektiert und bewusst meistern zu können. Wenn sie dann noch Expertise in dem Bereich haben, in dem das Startup angesiedelt ist, oder sie selbst bereits ein erfolgreiches Unternehmen gegründet haben und so überzeugt von der neuen Startup-Idee sind, dass sie als Business-Angel eigenes Kapital und sogenanntes „Skin in the Game“ einbringen, hat man das große Los gezogen.

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Nicht nur der eigene Boss

Sein eigener Chef zu sein, ist ein verlockender Grund dafür, sich selbständig zu machen und sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Doch jedem muss klar sein, dass man ganz schnell für mehrere Personen verantwortlich wird, wenn es gut läuft. Gerade in den frühen Personalentscheidungen sollte man deshalb nicht einfach irgendjemanden einstellen, sondern gezielt die richtige Person suchen und sie dann für die eigene Idee begeistern. Das initiale Team hat eine große Strahlkraft auf die weiteren Mitarbeiter:innen, die man einstellen wird, und die Art der Zusammenarbeit formt die Kultur des Unternehmens weit mehr als eine niedergeschriebene Vision oder proklamierte Werte. Wenn es dann wider Erwarten doch nicht passt, sollten Gründer:innen ehrlich zu sich selbst und den Mitarbeiter:innen sein und schnell handeln. Die meisten lernen das zu spät. Am Ende zählt: immer das Interesse des Unternehmens im Blick behalten, aus Fehlern lernen und flexibel in seinen Entscheidungen bleiben, Menschen begeistern und ein konkretes Ziel vor Augen haben.

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