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NAS: Das sind laut Stiftung Warentest die besten Netzwerkfestplatten

NAS-Lösungen. (Foto: WD)

Die Stiftung Warentest hat sich mit Netzwerkspeicher, auch NAS genannt, auseinandergesetzt und acht Modelle von vier Herstellern getestet. Vor allem zwei Unternehmen kamen gut dabei weg.

Wer seine Daten nicht in Cloud-Angeboten kleiner oder großer Unternehmen wie Dropbox, iCloud oder anderen ablegen will, kann sich mithilfe von Netzwerkspeichern oder NAS (kurz für Network-Attached-Storage) behelfen. Mithilfe von NAS-Lösungen könnt ihr unter anderem eine private Cloud-Lösung bauen. Die Stiftung Warentest hat sich aktuelle Netzwerkspeicher angesehen und große Unterschiede im Preis- und Leistungsumfang ausmachen können.

NAS-Lösungen von Synology und Qnap laut Stiftung Warentest ganz vorn

Das Testfeld der Stiftung Warentest umfasste Produkte der Hersteller Synology, Qnap, Western Digital und Buffalo mit jeweils einem Modell mit einer und zwei Festplatten. Synology geht in beiden Disziplinen als Sieger hervor, dicht gefolgt on Qnap. Die Siegergeräte Diskstation DS119j und Diskstation DS218j konnten vor allem durch ihre hohe Datensicherheit und einen umfangreichen Funktionsumfang überzeugen. Zudem würden sie vergleichsweise wenig Strom verbrauchen. Beim günstigeren Modell monierte Warentest, dass die USB-Anschlüsse für zusätzliche externe Laufwerke keine schnelle USB-3.0-Verbindung unterstützten.

Synology Diskstation DS218J. (Bild: Synology)

NAS-Lösung: Synology Diskstation DS218J. (Bild: Synology)

Der in beiden Fällen zweitplatzierte Hersteller Qnap mit seinen Produkten TS-128A und TS-228A bietet Warentest zufolge einen noch größeren Funktionsumfang als die Lösungen von Synology, die den Nutzer unter Umständen verwirren könnte. Ferner seien sie etwas weniger sicher und der Stromverbrauch sei höher.

Sieger-NAS für zwei Festplatten: Synology Diskstation DS218J. (Bild: Synology)

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Warentest weist überdies darauf hin, dass die NAS-Lösungen von Synology und Qnap jeweils ohne Festplatten kämen. Die müsse der Käufer sich zusätzlich zulegen.

NAS-Lösungen von WD und Buffalo fallen bei Warentest durch

WD My Cloud Home. (Bild: WD)

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Weniger überzeugen konnten die Netzwerkspeicher von WD (My Cloud Home (Duo)) und Buffalo (Linkstation LS510D und LS520D). Kritik übten die Tester bei den NAS-Systemen von Western Digital unter anderem daran, dass sie als geschlossenes System konzipiert wurden, das vollends auf den Einsatz als private Cloud ausgerichtet sei. Leichter bedienen lasse sich das System dadurch jedoch nicht. Darüber hinaus lotsen die WD-Lösungen eure Daten beim Fernzugriff stets über Server des Unternehmens. Darüber hinaus sende die Android-App euren Standort und Informationen eures Netzbetreibers an einen Drittanbieter. Einen Festplattentausch könnten Nutzer nur beim Modell mit zwei Laufwerken durchführen.

Buffalo Linkstation LS520D. (Bild: Buffalo)

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Bei den Buffalo-NAS-Lösungen kritisierten die Tester wie bei WD die Datenschutzerklärung, die nicht in einer deutschsprachigen Version vorliege. Das wurde als inakzeptabel für Verbraucher bewertet und verstoße außerdem gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Weitere Kritik übten sie an den mobilen Apps, die sich als „eher unkomfortabel“ herausstellten, zudem sei der „Upload fehlerbehaftet“.

Warentest hat sich außer der Konkurrenz die NAS-Integration der Fritzboxen angesehen. Einige der AVM-DSL-Router ermöglichen den Anschluss externer Festplatten ins Netzwerk, sodass man sich kostengünstig einen Netzwerkspeicher einrichten könne. Das Fazit: Für zu Hause sei die Lösung als Medienserver für Fotos und Musik durchaus zu gebrauchen, beim Übertragen größerer Datenmengen jedoch weniger, hier komme es zu längeren Wartezeiten. Ebenso sei der Fernzugriff eingeschränkt, da es keine Möglichkeit gebe, Ordner auf dem Rechner automatisch mit der heimischen Cloud zu synchronisieren. Auch Zugriff über die Smartphone-App könne insbesondere mit den Lösungen von Synology oder Qnap nicht mithalten. Den vollständigen Test der NAS-Lösungen mit detaillierten Ergebnissen bekommt ihr gegen eine Gebühr von zwei Euro bei Stiftung Warentest.

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5 Kommentare
Werner
Werner

Die Verwendung von NAS Laufwerken ist nur sinnvoll wenn diese vom Rechner räumlich getrennt aufgestellt werden. Ansonsten nützt es bei Feuer oder Diebstahl wenig..

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wiwo

Nö. Verwendungszweck ist Speicher zu haben, der jederzeit von allen Geräten im Netzwerk erreichbar ist. Wo das Ding steht ist dabei egal.
Das Backup vom Backup sollte auf jeden Fall wo anders aufbewahrt werden.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Was ein Unsinn! Ein NAS ist keine Backuplösung, sondern lediglich ein Massenspeicher der die Netzwerkfreigabe über Geräte und Betriebssysteme hinweg ersetzt.

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dennis
dennis

Ihr habt beide Recht, denn man kann beides damit betreiben.

KoMo
KoMo

Die Stiftung Warentest sollte sich allerdings vorab mal informieren bei den Herstellern, zu was die Geräte konzipiert sind! Ebenfalls Ihre Seite, bevor dies gelinkt wird!
Wie kann ich eine Synology oder Qnap mit einer WD MyCloud HOME!! vergleichen?? Sinnloser Vergleich und da muss die WD sterben. Das vergleicht man mit der WD MYCloud EX2 Ultra! Das ist es fair und nicht mehr so eindeutig und wenn man die Preise in den Vergleich einbeziehen würde sterben Qnap und Synology wegen Überheblichkeit. Danke.

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