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Streamer Wars: Netflix macht weiter wie bisher

Netflix-Chef Hastings hat anlässlich einer Konferenz im englischen Cambridge deutlich gemacht, dass er seine Geschäftsstrategie auch mit dem Markteintritt von Disney und Apple nicht ändern will.

2 Min.
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Netflix bleibt cool. (Foto: dpa)

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Hastings sprach zwar von einer „ganz neuen Welt, die im November starte“. Ebenso erwarte er „harten Wettbewerb“ dadurch, dass Filmfreunde künftig eine „ganze Menge Auswahl“ an Streaming-Diensten haben. Dennoch sehe er keine Notwendigkeit, seine Unternehmensstrategie anzupassen, berichtet Variety.

Netflix-Chef will weiterhin das Binge-Watching kultivieren

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Worauf Hastings sich bezieht, ist der Markteintritt von Disney Plus und Apple TV Plus im November 2019. Insbesondere Disney Plus* mit seinem – im Vergleich günstigeren – Monatspreis von 6,99 Euro (in den Niederlanden, nicht in Deutschland) und schlagkräftigen Inhalten von den traditionellen Disney-Produktionen über Star Wars hin zu Marvel setzt Netflix einiges an Attraktivität entgegen. Aber auch Apple TV Plus scheint fest entschlossen, vor allem mit Eigenproduktionen zu punkten. Zu Beginn kommt das Angebot aus Cupertino für schlanke 4,99 Euro auf den Markt.

Netflix hat die Gefahr durch den drohenden Einstieg weiterer Streaming-Dienste früh erkannt und sich konsequenterweise sehr stark auf die Produktion eigener Inhalte verlegt. Durch das Bereitstellen von Serien in ganzen Staffeln konnte Netflix den Begriff des „Binge-Watching“ prägen, der weitgehend mit Netflix assoziiert bleiben dürfte.

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Reed Hastings, Netflix-Chef, hat sein Lachen nicht verloren. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Auch wenn amerikanische Medien die „Streamer Wars“, also den Krieg der Streaming-Anbieter ausrufen, scheint Netflix-Chef Hastings weitgehend unbeeindruckt. So will er den Ausbau von Originalinhalten vorantreiben, dabei aber nicht selber zur Produktionsfirma werden. Ebenso wenig will er in Sportübertragungen investieren, wie es etwa Amazon mit seinem Prime Video vormacht.

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Branchenkenner erkennen Anzeichen von Nervosität bei Streaming-Riesen

Branchenkenner glauben indes, erkennen zu können, dass sich Netflix immer stärker in Richtung Masseninhalte orientiert, anstatt stets auf inhaltliche Qualität zu achten. Dieser Wandel könnte der Notwendigkeit, schnell mehr Abonnenten zu akquirieren, geschuldet sein. Zwar konnte Netflix im ersten Quartal auf rund 150 Millionen Abonnenten wachsen. Im relativen Vergleich wächst indes Wettbewerber Hulu, der übrigens zu 67 Prozent im Eigentum von Disney steht, doppelt so schnell.

Apples TV Plus wird künftig für ein Jahr kostenlos zum Kauf neuer iPhones beigegeben. Bei über 200 Millionen verkaufter Einheiten im Jahr kann da sehr schnell eine beachtliche Kundenbasis entstehen.

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Für das Jahr 2020 sind weitere Streamingdienste angekündigt. Die Zeiten werden also nicht leichter für das Streaming-Urgestein Netflix. Beruhigend mag sich da allenfalls das Ergebnis einer Studie von Magid Research auswirken, die ermittelt hat, dass Nutzer bereit sein sollen, bis zu sechs Streaming-Dienste zu abonnieren.

Passend dazu: Netflix wird in Deutschland und Österreich teurer

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Kommentare (2)

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Titus von Unhold

Das Netflixbudget lag 2017 bei 6 und 2018 schon bei 8 Milliarden USD. Milliarden! Irgendwo muss das Geld hin, warum also nicht auch die Massen ansprechen?

Dieter Petereit

Das Budget soll wohl künftig überlegter angelegt werden und nicht mehr so experimentell wie bislang teils üblich. Und was mich betrifft, ich habe nichts gegen Angebote für die Massen. Die müssen es ja schließlich auch bezahlen.

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