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Kilometerweit hörbar: So laut ist der Artemis-Start

Der Start des Artemis-Programms der Nasa im vergangenen November war ein Knaller – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, wie eine Studie nun darlegt.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Der Geräuschpegel solch einer SLS-Rakete wurde untersucht. (Foto: Dima Zel / Shutterstock)

Das Artemis-Programm hat zum Ziel, erstmals seit Apollo 17 wieder Astronaut:innen auf dem Mond zu bringen und jährlich bemannte Missionen zu ermöglichen. Dafür wurde am 16. November 2022 eine Testmission gestartet.

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136 Dezibel in 1,5 Kilometern Entfernung

Dabei kam die Trägerrakete SLS zum Einsatz, die bisher leistungsstärkste, die je ins All gebracht wurde. Dass dafür riesige Mengen an Energie nötig waren, versteht sich von selbst – und auch akustisch war einiges geboten.

Wissenschaftler:innen der Brigham Young University (BYU) und des Rollins College haben den Start analysiert und dabei festgestellt, dass noch in 1,5 Kilometern Entfernung 136 Dezibel gemessen werden konnten. Das entspricht etwa der Lautstärke eines Düsenjets-Starts. Zum Vergleich: Ab rund 125 Dezibel erleiden Menschen physische Schmerzen.

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Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler:innen im Fachjournal JASA Express Letters veröffentlicht.

Lärmmodell muss wohl überarbeitet werden

Die Schallwellen, die durch den Start der Rakete erzeugt wurden, seien von so hoher Intensität gewesen, dass die Druckverdünnungen sichtbare und sich ausbreitende Dampfwolken in der Nähe der Startrampe gebildet haben, heißt es in dem Bericht.

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In fünf Kilometern Entfernung von der Startrampe im Kennedy Space Center, Florida, seien noch Geräusche mit der Lautstärke einer laufenden Kettensäge zu verzeichnen gewesen. „Das deutet darauf hin, dass die Modelle überprüft und wahrscheinlich überarbeitet werden müssen“, sagte Mitautor Grant Hart und bezog sich dabei auf das Lärmmodell, das von rund 20 Dezibel weniger ausgegangen war.

Extrem lauter Vulkanausbruch

Mithilfe der Studie sollen die Einflüsse von Raketenstarts auf die direkte Umgebung untersucht werden.

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Die Nasa ist auf dem Gebiet der Lärmforschung schon länger aktiv. Sie ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass eines der lautesten Geräusche, das Menschen je vernommen (und dokumentiert) haben, beim Ausbruch des Vulkans Krakatau im Jahr 1883 aufgetreten ist.

Die gewaltige Explosion, die damals auch einen Tsunami ausgelöst und so rund 36.000 Menschenleben gekostet hatte, soll noch in 3.000 Kilometern Entfernung in Australien zu hören gewesen sein. Laut der Nasa wurden damals noch 160 Kilometer vom Ausbruchsort entfernt 180 Dezibel gemessen.

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