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Studie: Wann du alleine besser arbeitest als im Team

Ein Forscher des University Colleges Dublin (UCD) hat in einem Aufsatz die Ergebnisse einer Studie zur Teamarbeit veröffentlicht. Ein Fazit: Zusammenarbeit ist nicht immer ratsam.

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Erfolg ist relativ. (Foto: Jlco Julia Amaral/Shutterstock)

Dass die Menschheit so erfolgreich wurde, hängt auch und vor allem damit zusammen, dass sie die Fähigkeit besitzt, als Kollektiv zu arbeiten. Kooperation ist ein Merkmal für Erfolg. Auch heute ist die Teamarbeit ein bestimmendes Element der modernen Arbeitswelt. Angetrieben von den Fortschritten in der Kommunikationstechnologie, ist sogar die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg möglich und somit ein Weg, die kollektive Intelligenz der Teammitglieder ortsungebunden zusammenzubringen.

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Konstellation der Gruppe beeinflusst Teamarbeit

Doch auch Teamarbeit hat ihre Grenzen. Und zwar vor allem dann, wenn zu viele Menschen an einer Aufgabe arbeiten und dadurch ein Prozess unnötig kompliziert gemacht wird – getreu dem Volksmund: „Zu viele Köche verderben den Brei.“ Der Forscher Taha Yasseri von der UCD hat auf Phys.org von einer Studie berichtet, die er begleitet und die das Phänomen untersucht hat. Der Aufsatz namens „Teamarbeit ist nicht immer die beste Art, zu arbeiten“ erschien am 21. August dieses Jahres und kommt zu einem klaren Schluss.

Erfolgreiche Teamarbeit sei immer dann gefährdet, wenn die Opportunitätskosten unverhältnismäßig in die Höhe schnellen. Opportunitätskosten sind in der Betriebswirtschaftslehre jedoch nicht als echte Kosten im Sinne einer Kostenrechnung zu verstehen, sondern stellen einen entgangenen Gewinn oder einen entgangenen Nutzen dar. In dem Aufsatz beschreibt der Forscher Taha Yasseri das Experiment, das ihn zu seinem Fazit gebracht hat. Es wurden Konstellationen von Teams und ihre Wirksamkeit untersucht.

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„Teamarbeit ist nicht immer die beste Art, zu arbeiten.“

Gruppen, bestehend aus einem oder mehreren Generalisten, einem oder mehreren Experten und gemischten Teams, sollten Tiere auf Bildern erkennen, die Arten zählen und erklären, was die Tiere auf den Bildern tun. „Wir fanden heraus, dass die Anwesenheit eines Experten in einer Gruppe zwar die Genauigkeit bei den komplexeren Aufgaben verbesserte, nicht aber die Effizienz der Gruppe an sich“, so Yasseri. „Mit anderen Worten: Das Team erhielt zwar mehr richtige Antworten, brauchte aber auch erheblich länger.“

Bei einfachen Aufgaben führte die Anwesenheit von Experten hingegen zu gar keiner Verbesserung – weder bei der Genauigkeit noch bei der Effizienz. „Die Zeit, die die Teammitglieder für die Koordination untereinander verloren, überstieg den Nutzen der Hinzunahme eines Experten in die Gruppe.“ Für viele Aufgaben sei es sogar ausreichend gewesen, einen Generalisten allein arbeiten zu lassen. Etwa, wenn es darum ging, die Tiere auf den Bildern lediglich zu erkennen, ohne auszuführen, was sie sind oder was sie tun.

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Wie erfolgreiche Teamarbeit gelingt

Taha Yasseri geht auf zwei weitere Faktoren ein, die der Teamarbeit abträglich sind: zum einen die Anwesenheit einer lautstarken Person mit wenig Kompetenz, die jedoch selbstbewusst ist und den Prozess unverhältnismäßig negativ beeinflusst. Yasseri verweist hier auf den „Herdentrieb“. Zum anderen gebe es das Phänomen des „sozialen Faulenzens“. Yasseri beschreibt damit das Verhalten von Personen, schlechte Leistungen zu erbringen, weil sie als Teil einer Gruppe glauben, andere erledigen die Arbeit auch ohne ihr Zutun.

Damit Teamarbeit also gelingt, ist es wichtig, Gruppen nicht unnötig groß aufzustellen. Auch sollte genau überlegt werden, welche Person wirklich an einem Projekt mitarbeiten sollte und wer woanders besser eingesetzt ist. Zudem sollten Abstimmungsverfahren möglichst transparent und gleichberechtigt sein. Und um sicherzustellen, dass alle Gruppenmitglieder an den Teamzielen gleichermaßen arbeiten, sind zudem Einzelziele, die auf das große Ganze einzahlen, ein probates Mittel, um den Erfolg der Gruppe sicherzustellen.

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