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Support-Ende für Windows 7 naht – aber über ein Viertel nutzt noch das veraltete OS

Windows 7: Bald gehen die Lichter aus. (Foto: Adriano Castelli/Shutterstock.com)

Am 14. Januar 2020 stellt Microsoft den Support für die zehn Jahre alte Betriebssystemversion Windows 7 ein. Dennoch nutzen Hunderte Millionen Menschen das veraltete OS – trotz Risiken.

In wenigen Wochen gehen bei Windows 7 die Lichter aus – jedenfalls, was die Versorgung mit wichtigen Sicherheitsupdates angeht. Für 14. Januar 2020 hat Microsoft das Support-Ende für seine mittlerweile zehn Jahre alte Betriebssystemversion angekündigt. Aller Sicherheitsrisiken und der zahlreichen Wechselaufforderungen Microsofts zum Trotz halten aber Hunderte Millionen Nutzer an Windows 7 fest, wie der Standard berichtet.

27 Prozent surfen noch mit Windows 7

Aktuellen Zahlen von Net-Marketshare zufolge (Stand: Oktober 2019) sind noch rund 27 Prozent der Internetnutzer mit Windows 7 unterwegs. Windows 10 kommt den Berechnungen zufolge mittlerweile aber auf einen Anteil von 54 Prozent. Ein deutlicher Trend in Richtung des aktuellen, aber auch schon ein paar Jahre alten Betriebssystems. Noch vor genau einem Jahr lag Windows 7 in dem Ranking knapp vor Windows 10. Apples aktuelle MacOS-Version hält übrigens bei gut fünf Prozent.

Auch wenn in den vergangenen Monaten viele Nutzer von Windows 7 auf Windows 10 umgestiegen sind, werden in den zwei Monaten, die bis zum Support-Ende bleiben, längst nicht alle verbliebenen Windows-7-Nutzer ein Upgrade vorgenommen haben. Das liegt aber nicht unbedingt nur an dem Unwillen der Nutzer. In manchen Fällen sind schlicht die Geräte zu alt, um die neue Betriebssystemversion darauf zu installieren. Zudem ist die Neuinstallation mittlerweile im Normalfall kostenpflichtig. Viele Nutzer müssten sich daher einen neuen PC zulegen oder auf Alternativen wie Linux ausweichen.

Support-Ende: Gnadenfrist für Firmen

Unternehmen und Besitzern von Windows 7 Professional oder Enterprise räumt Microsoft eine weitere Gnadenfrist ein. Nach dem Support-Ende Mitte Januar werden diese noch drei Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt. Etwas anders ist die Situation für Windows Server 2008, dessen Support-Ende ebenfalls am 14. Januar 2020 erreicht ist. Unternehmen, die danach immer noch auf die alte Version setzen, setzen ihre Server einer akuten Gefahr aus, warnen Experten.

Lest dazu auch unseren Ratgeber-Artikel: Windows 7 vor dem Aus – das musst du zum drohenden Support-Ende wissen

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7 Kommentare
Adrian Koch

Ich wünschte mir Windows würde mal einen Support für win10 Nutzer einführen, die alte Programme benutze wollen. Wollte für unsere Filmproduktion letztens eine VHS überspielen, aber das Programm läuft nur auf einer alten Windows Version.

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Dieter Petereit

Microsoft kann wohl schlecht dafür haften, dass irgendein Programmierer seine Software nicht überarbeitet.

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Benutzer
Benutzer

Dann surft man halt nicht mit dem IE sondern Chrome – und der sollte ja uptodate sein? Oder eine VM mit Ubuntu.

Windows 7 ist gut, für das alltägliche, und man muss nicht ständig Up-To-Date sein, was Microsoft rausschmeißst, ändert oder worauf man sonst achten muss.

Sicherheit – Pfff, da beschützt mich jetzt das Deutsche Recht, ausspioniert werden wir doch eh.

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Frank Grossfuss
Frank Grossfuss

10 Jahre lang wurden Sicherheitslücken in Win7 gesucht, gefunden und geschlossen – es gibt keine mehr, was in letzter Zeit an Updates kam war Kosmetik.
Schädlinge können „nur“ noch über die Peripherie angreifen und das hat nichts mit dem Betriebssystem zu tun.
Win10 wird vielleicht in 5-8 Jahren so sicher sein wie Win7 heute bereits ist – oder warum gibt es nach wie vor diese Update-Orgien mit z. T. Hunderten von MB für Win10?
Und über die Bedien-Oberfläche von Win10 ist jedes Wort zuviel – keine logische Struktur, gemacht für Facebook-Zombies.
Warum werden die User „gezwungen“ umzusteigen? Weil Win10 soviel besser und sicherer ist? Oder weil man mit Win10 (und den dafür neu benötigten Anwendungen) mehr Geld verdienen kann?

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Peter Lüders
Peter Lüders

Warum schaut eigentlich keiner etwas genauer hin, warum immer wieder viele bei alten Windows-Versionen bleiben? Das kann durchaus Gründe haben. Zum Beispiel, weil man kein Upgrade machen kann, sondern alles neu installieren muss. Oder, wie schon beschrieben, Software nicht mehr mit der neuen Version läuft. Oder – und das ist ganz gravierend – es für angeschlossene Geräte, die im Profibereich schon mal mehrere tausend Euro wert sind, schlicht keine neuen Treiber gibt. Und die soll ich nun entsorgen??

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Stefan Hoffmann
Stefan Hoffmann

Selber schuld. Unter Linux gibt es Wine, damit laufen Windows-Anwendungen. Aber weil nicht genug gespendet wurde, noch nicht gut genug. Also Müllhalde und immer schön alles Geld für Micosoft und Konsorten. Über W10 äußere ich mich besser nicht. Mir unbegreiflich wieso sich da so wenig auflehnen. Bei einem solchen Verein bei Win7 bleiben zu wollen ist im besten Fall naiv. Ich habe die Hoffmung aufgegeben.

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Peter Lüders
Peter Lüders

Wer Windows 7 Nutzer pauschal als ‚im besten Fall naiv‘ bezeichnet, zeigt, welch Geistes Kind er ist.

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