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Telly: Kostenloser Fernseher, der mit permanenter Werbung finanziert wird

Ein neuer Fernseher zum Nulltarif kommt auf den Markt. Einen kleinen Haken gibt es bei dem kostenlosen Angebot jedoch. Wen Werbung nervt, der sollte besser nicht bei diesem Angebot zuschlagen.

2 Min.
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Auf jeden Fall ein Hingucker: Der Telly-TV mit Smartdisplay. (Foto: Telly)

Telly nennt sich das neue revolutionäre TV-System, das von Unternehmen wie Samsung, LG und Vizio angeboten wird. Das Besondere an diesem Fernseher ist, dass er völlig kostenlos ist – abgesehen von der Tatsache, dass er kontinuierlich Werbung auf einem separaten, kleineren Display anzeigt.

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Das Unternehmen möchte den eigentlichen Fernseher kostenlos anbieten und finanziert sich deshalb durch die dauerhafte Anzeige von Werbung auf einem zweiten Bildschirm. Doch was steckt hinter dieser Idee? Das von Ilya Pozin gegründete Unternehmen Telly hat einen dünnen Bildschirmstreifen namens „Smart Display“ entwickelt, der sich durch eine Soundbar vom Hauptfernseher trennt. Neben der Werbung kann das Smart Display auch eine Vielzahl von Widgets anzeigen, darunter Sportergebnisse, einen Newsticker, das Wetter und Aktienkurse.

Dallas Lawrence, Chief Strategy Officer von Telly, erklärt gegenüber The Verge, dass die Werbung möglicherweise beide Bildschirme nutzt, wenn der Fernseher nicht aktiv genutzt wird. Das Unternehmen arbeitet auch an „Telly Rewards“, einem Belohnungsprogramm, bei dem Benutzer Geschenkkarten für Dienste wie Netflix oder Starbucks gewinnen können, indem sie beispielsweise an Bildschirmumfragen teilnehmen.

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Wie der Fernseher sonst aufgebaut ist

Der Hauptbildschirm des Fernsehers ist ein 55-Zoll-4K-HDR-Panel, das über das eigene Betriebssystem von Telly, Telly OS, mit dem Smartdisplay verbunden ist. Im Gegensatz zu den meisten gängigen Smart-TV-Betriebssystemen unterstützt Telly OS derzeit keine Streaming-Apps von Drittanbietern wie Netflix oder Disney Plus. Aus diesem Grund wird der Fernseher mit einem kostenlosen 4K-Android-TV-Dongle geliefert, mit dem dann dennoch jeder gewünschte Streamingdienst genutzt werden kann. Der Fernseher ist auch mit anderen Streaminggeräten wie Roku, Amazon Fire Stick und Apple TV kompatibel und verfügt über mehrere Anschlüsse wie HDMI und USB.

Der Fernseher bietet jedoch noch mehr als nur die beiden Displays. Er verfügt über eine Kamera, die in der Mitte der Soundbar angebracht ist. Diese ermöglicht erweiterte Bewegungsverfolgungs-Fitnessprogramme und eine Zoom-Integration. Telly wird außerdem mit 40 verschiedenen Spielen und der Möglichkeit ausgeliefert, Musik von „populären Musikdiensten“ abzuspielen. Es verfügt sogar über einen „KI-gesteuerten Sprachassistenten“, der auf „Hey Telly“ antwortet und es Nutzern ermöglicht, Timer einzustellen oder einen Wecker zu stellen.

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Nutzer bezahlen anders

„Lassen Sie sich nicht vom kostenlosen Preis täuschen“, sagte Pozin in einer Erklärung. „Dies ist mit Abstand der fortschrittlichste Fernseher, der jemals entwickelt wurde.“ Einen Preis müssen Nutzer dennoch zahlen. Sie bezahlen mit ihren Daten, denn mit dem kostenfreien Erwerb des Fernsehers erklären sich Käufer damit einverstanden, dass Informationen und Daten über ihr Konsumverhalten gesammelt werden.

Wer mit dieser Datenerfassung ein Problem hat, aber den Fernseher dennoch gern behalten und weiter nutzen möchte, muss am Ende doch Geld bezahlen. „Sie haben das Recht, die Weitergabe Ihrer Anzeige- und Aktivitätsdaten abzulehnen. Leider bedeutet dies jedoch, dass Sie keinen Zugriff mehr auf die Dienste haben“ und den Fernseher zurückgeben müssen. „Wenn Sie sich abmelden und den Fernseher nicht an Telly zurücksenden, belastet Telly die hinterlegte Kreditkarte mit einem Betrag von 500 US-Dollar“, schreibt das Unternehmen.

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Kommentare (7)

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Paul Baumann

Das hört sich nach einem excellenten Teilespender an.

Stefan R.

Kamera und Mikro abkleben und das Werbedisplay mit einem Familienfoto abdecken.
Fertig ist der Fernseher ;-)

Arnold E.

Wie im vorherigen Kommentar den „Fernseher“ über HDMI und/oder USB als kostenlosen Monitor nutzen und einmal täglich die Nachrichten „sehen“.
Wer verarscht werden soll, muss zurück“verarschen“ :D

styxxx

Pi-Hole könnte das Problem erledigen. Oder einfach das zweite Display verdecken. Zumindest sofern keine Interaktion mit der Werbung gefordert wird. Aber selbst dann würde es sicher eine Lösung geben. Klingt eigentlich nach einem recht verlockenden Angebot ;)

Luzifer

naja also wenn man dem gleich wiederspricht nachdem man den bekommen hat kriegt man für 500US$ nen hübsches Stück Technik, also nen gutes Angebot ;-P
Sicher nicht so gedacht, aber warum sollte man das System nicht zu seinem Vorteil nutzen!

Peter

Wieso ist es Verarsche, wenn offen kommuniziert wird „Du zahlst kein Geld, dafür guckst du Werbung und wir kriegen deine Daten“? Wer das nicht will lässt einfach die Finger davon, fertig. Und schließlich ist das das Geschäftsmodell sämtlicher Privat-FS-Sender. Verarschung ist deren HD-Angebot: zahlen, nicht mehr beliebig aufnehmen können, aber trotzdem noch genausoviel Werbung wie vorher…
@Luzifer: genau, sowas ging mir auch durch den Kopf. 500 US$ ist ein guter Preis :-)

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