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Tesla: Batteriefertigung in den USA hat Priorität – aus Steuergründen

Die Batteriefabrik von Tesla in Grünheide bei Berlin steht bereits. Wann genau es dort losgeht, ist offen. Tesla stellt zunächst die Fertigung in den USA obenan. Dahinter stecken steuerliche Gründe.

Quelle: dpa
2 Min. Lesezeit
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Hier entsteht die Batteriefabrik von Tesla in Grünheide. (Foto: dpa)

Der US-Elektroautobauer Tesla setzt weiter auf eine Batteriefertigung in Deutschland – legt aber wegen der Aussicht auf Steueranreize die Priorität erstmal auf die USA. Das stellte das Unternehmen am Freitag gegenüber Partnern in der Region Grünheide bei Berlin klar. Auf Anfrage äußerte sich Tesla nicht.

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Das sogenannte Inflationsbekämpfungsgesetz von US-Präsident Joe Biden führt demnach dazu, dass Tesla die Batteriefertigung im Werk in Austin in Texas schneller hochfahren will als geplant. Aus Deutschland könne dies mit der Lieferung von Teilen und mit Ingenieuren unterstützt werden. Der konkrete Zeitplan für die Fabrik in Grünheide ist offen.

Im Idealfall würden beide Batteriefabriken so schnell wie möglich hochgefahren, stellte das Unternehmen klar. Das neue Gesetz führe dazu, dass die Zellproduktion in den USA Priorität habe und es ein noch größeres wirtschaftliches Interesse gebe, grundsätzlich schneller mit der eigenen Batteriefertigung zu starten.

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Tesla betont dabei, dass es nicht das einzige Unternehmen sei, das eine solche Entscheidung treffe – vielleicht aber das erste. Die hohen Energiepreise in Europa haben demnach nichts damit zu tun, weil die Produktion mit Trockenelektroden sehr effizient ist.

Grünheide: Bau von Teslas Batteriefabrik ist weit fortgeschritten

In der Tesla-Fabrik in Grünheide werden seit der Eröffnung am 22. März Elektroautos produziert. Der Bau der Batteriefabrik ist weit vorangekommen. Tesla-Chef Elon Musk hatte vor fast zwei Jahren angekündigt, er wolle das Werk bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen.

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Die Brandenburger Landesregierung machte am Donnerstag deutlich, dass sie weiter von der Fertigung in Grünheide ausgehe und keine anderen Signale habe.

Das US-Parlament verabschiedete im August ein Gesetzespaket über Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz und den Sozialbereich mit finanziellen Anreizen unter anderem für den Bau von Werken für Elektroautos und für die Batterieproduktion.

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Wenn Batteriemodule gebaut werden, kann eine Förderung von 45 US-Dollar pro Kilowattstunde winken. Eine Studie von Bloomberg New Energy Finance hatte ergeben, dass der Preis für Lithium-Ionen-Batterien 2021 im Durchschnitt bei 137 Dollar pro Kilowattstunde lag.

Von 1888 bis heute: Die Geschichte des Elektroautos

Von 1881 bis heute: Die Geschichte des E‑Autos in Bildern Quelle: picture alliance / akg-images

Der Tesla-Rivale Volkswagen hatte im Juli in Salzgitter in Niedersachsen den Grundstein für eine eigene Batteriefabrik gelegt. Nach einer Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung könnte ein Viertel der vorhergesagten europäischen Produktionskapazitäten von Batteriezellen bis zum Ende des Jahrzehnts von Deutschland abgedeckt werden.

Tesla hatte im vergangenen Jahr für die Batteriefertigung in Deutschland auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe verzichtet. Für eine solche Förderung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dieser Verzicht hat Tesla zufolge aber nichts mit der jetzigen Entscheidung zu tun, wegen Fördermitteln die Priorität auf die USA zu legen.

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