News

1/3 weniger Wasserverbrauch: Tesla reagiert auf Kritik an „Gigafactory“ in Grünheide

(Foto: Ding Ting/dpa)

Lesezeit: 2 Min.
Artikel merken

Tesla hat auf Kritik von Umweltschützern reagiert und seine Pläne für die sogenannte Gigafactory in Grünheide angepasst. So soll der Wasserverbrauch um ein Drittel gesenkt werden.

Die Pläne des US-Elektroautobauers Tesla, im brandenburgischen Grünheide eine „Gigafactory“ für den Bau von Akkuzellen und Elektroautos wie dem Model Y zu bauen, waren nicht nur auf Begeisterung gestoßen. Vor allem Umweltschützer protestierten gegen den Bau der Riesenfabrik – auch weil diese in einem Trinkwasserschutzgebiet liegen werde. Laut dem Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach soll Tesla auf die Kritik reagiert und entsprechende Änderungen an seinen Plänen vorgenommen haben, wie Bloomberg berichtet.

Nach Kritik: Tesla passt Pläne an

Noch in dieser, spätestens aber in der kommenden Woche sollen die geänderten Pläne präsentiert werden, wie Steinbach erklärte. Demnach soll etwa der Wasserverbrauch bei der Errichtung des Werks um rund ein Drittel reduziert werden. Die neuen Planungsunterlagen sollen nach der Präsentation erst einmal acht Wochen ausliegen, damit sich auch Betroffene darüber informieren können. Anfang September soll es dann eine öffentliche Anhörung zu dem Thema geben.

Steinbach erwartet laut Bloomberg, dass die Änderung der Pläne eine finale Bewilligung des Baus der sogenannten Gigafactory deutlich positiv beeinflussen werde. „Ich gehe davon aus, dass dort dann schon innerhalb der ersten Jahreshälfte 2021 Autos vom Band rollen werden“, zitiert die Nachrichtenagentur den Wirtschaftsminister. Tesla hat sich derweil noch nicht zu den neuen Unterlagen geäußert. Die Behörden in Brandenburg sollen aber regelmäßig in Kontakt mit Vertretern des E-Auto-Konzerns stehen – auch am Wochenende.

Tesla versus Behörden – Flexibilität nötig

Der Brandenburger Wirtschaftsminister gestand ein, dass die unkonventionelle Herangehensweise des kalifornischen Unternehmens und seines Chefs Elon Musk viel Flexibilität von ihm und den Behörden des Bundeslandes erfordere. Die Geschäftspraktiken von Tesla kollidierten immer mal wieder mit der deutschen Neigung zu einer sehr strukturierten Planung.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Im November hatte Tesla überraschend angekündigt, dass der Autobauer seine „Gigafactory 4“ in Brandenburg errichten wolle. Tesla hatte Anfang des Jahres, zunächst mit einer Sondergenehmigung ausgestattet, mit der Rodung eines 90 Hektar großen Areals begonnen. Schon kurz nach Beginn der Arbeiten im Februar hatten Kritiker aber einen vorübergehenden Rodungsstopp erzwungen. In der Tesla-Fabrik sollen ab kommenden Jahr 150.000 Elektroautos – und später möglicherweise auch Akkuzellen – hergestellt werden.

Ebenfalls interessant: Tesla will in Deutschland 500.000 Model 3 und Model Y pro Jahr bauen

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder