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Interview

Thomas Bachem: „Zeitweise hatten wir mehr Startup-Gründungen als Alumni“

2017 hat sich Seriengründer Thomas Bachem mit der Code University den Traum von der eigenen Hochschule erfüllt. Wir haben mit ihm exklusiv über seine Anfänge, den Auswahlprozess und seine Pläne für die Zukunft gesprochen.

Von Insa Schniedermeier
11 Min.
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Thomas Bachem: Entrepreneurship-Kurse sind oft ein Widerspruch in sich.“ (Bild: James Brooks)

Mit seinen 36 Jahren ist Thomas Bachem der jüngste Kanzler Deutschlands. Hochschulkanzler wohlgemerkt. Gemeinsam mit zwei Co-Gründern launchte Bachem 2017 die Code University of Applied Sciences, eine private, staatlich anerkannte Fachhochschule in Berlin für „die digitalen Pioniere von Morgen“, wie es auf der Website heißt. Derzeit werden an der Code die drei Bachelorstudiengänge Product Management, Interaction Design und Software Engineering angeboten. Kostenpunkt: rund 10.000 Euro pro Jahr. Die Mehrheit der Studierenden zahlt allerdings nicht direkt, sondern bekommt das Studium von der Hochschule vorfinanziert. Nach dem Studium zahlen sie dann für einige Jahre einen prozentualen Anteil ihres Einkommens an die Hochschule zurück. 

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Mehr als die Hälfte der Studierenden kommt aus dem Ausland. Insgesamt seien laut Bachem unter den insgesamt 550 Student:innen 75 verschiedene Nationalitäten vertreten. Und noch eine weitere Besonderheit gibt es an der Code: Bis vor kurzem gab es mehr Startup-Gründungen als Alumni.

Auch Bachem ist eigentlich Gründer. Ein Seriengründer, um genau zu sein. 2005 gründete der Kölner das Videoportal Sevenload, das 2010 für einen zweistelligen Millionenbetrag an Hubert Burda Media verkauft wurde. Anschließend startete er das Gaming-Startup United Prototype, das 2012 vom Spieleportalbetreiber Kaisergames übernommen wurde. Der von Bachem entwickelte Online-Lebenslauf-Editor lebenslauf.com wurde 2014 an Xing verkauft. 2016 erfüllte sich Bachem dann einen Traum, den er bereits während seines Studiums an der Cologne Business School entwickelte: eine eigene Hochschule.

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Der Campus der Code University befindet sich in der Factory Berlin am Görlitzer Park. Explizit nicht in Mitte, wie Bachem betont. „Die Lage passt besser zu einer Hochschule, wie wir es sind. Es ist dort alles etwas rebellischer und frischer“, sagt er. Für das Interview erreichen wir ihn im Homeoffice.

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t3n: In einem meiner letzten Printartikel ging es um Gen-Z-Gründer:innen. Zwei der drei Protagonist:innen, die ich für die Porträts ausgewählt hatte – Johann Kim und Mona Feder –, studieren an der Code University. Das fand ich spannend und dachte mir: Irgendwas müsst ihr an der Code richtig machen. Werden die Studierenden bei euch explizit aufs Gründen vorbereitet?

Thomas Bachem: Natürlich ist Entrepreneurship tief in unserer DNA verwurzelt. Tatsächlich haben wir aber gar nicht so viele Angebote dazu im Lehrplan. Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmertum durchs Machen gelernt wird.

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„Entrepreneurship-Kurse sind oft ein Widerspruch in sich.“ – Thomas Bachem, Code University of Applied Sciences

Bei uns gibt es zwar ein Modul Entrepreneurship, aber es macht einen sehr kleinen Teil aus. Wichtiger ist: Unser konsequent projektbasiertes Lernkonzept trainiert indirekt über das gesamte Studium hinweg genau die Soft Skills, die auch fürs Gründen wichtig sind. Hinzu kommt, dass wir hier in der Factory Berlin und an der Code ein sehr unternehmerisches und kreatives Umfeld geschaffen haben. 

Der Campus der Code University befindet sich in der Factory Berlin. (Bild: Code)

Der Campus der Code University befindet sich in der Factory Berlin. (Bild: Code)

t3n: Wie bist du damals auf die Idee gekommen, die Code University zu gründen?

Bachem: Ich habe die Idee seit meinem eigenen Studium mit mir herumgetragen, also seit ich 19, vielleicht 20 war. Eine Hochschule zu gründen, war immer mein Traumprojekt. Ich will jetzt mit 36 nicht sagen mein Lebenswerk, aber es geht schon in die Richtung. Lange Zeit erschien mir das jedoch sehr groß und ich wusste nicht so recht, wie ich es anpacke. Ich musste ja selbst zunächst mein Studium fertigmachen und eigene Erfahrungen sammeln.

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t3n: Woher kommt deine Begeisterung für Tech-Themen?

Bachem: Ich programmiere selbst schon seit dem Jahr 2000. Schon als Jugendlicher habe ich sehr davon profitiert, dass alle immer Programmierer gesucht haben, der Fachkräftemangel in dem Bereich ist ja nicht neu. Deswegen habe ich mich umso mehr gewundert, dass sich in der Ausbildung über Jahre hinweg nichts bewegt hat. 

t3n: Wie bist du so früh zum Programmieren gekommen?

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Bachem: Das ist eine gute Frage. Ich kann es selber gar nicht mehr so hundertprozentig rekonstruieren. Ich hatte immer Spaß an Computern, angefangen bei Computerspielen, über die Optimierung von Computer-Einstellungen bis hin zum Wunsch, selbst eigene Programme zu entwickeln. Damals, mit 13 oder 14, bin ich dann in eine Buchhandlung gegangen in Köln, und habe recht naiv gefragt: „Ich will programmieren lernen, was empfehlen Sie denn da so?“ 

Der Buchhändler hat mir dann einen dicken Schinken mitgegeben, über C++. Das Buch war auch nicht teuer, aber so trocken und technisch, das hat mich total abgetörnt. Zum Glück bin ich dann nochmal hin und habe mir selbst etwas ausgesucht, ein Buch über Microsoft Visual Basic. Das war viel visueller und erschien mir viel moderner. Allerdings hat es 195 Mark gekostet. Ich habe dann Geld gesammelt von meinen Eltern und Großeltern und dann ging es los, mit CD-Rom und Buch. Wenig später war ich dann auch viel im Internet unterwegs und habe mir entsprechende Communitys gesucht. Das war die Zeit der Online-Foren. Ich habe dann in meiner Jugend auch selbst ein großes Online-Forum für Software-Entwicklung betrieben. 

t3n: Welche Erfahrungen hast du selbst während deines Studiums an der Cologne Business School gemacht, die dich für die Gestaltung der Code inspiriert haben?

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Bachem: Retrospektiv sind das vor allem zwei Sachen: Einerseits bin ich ein Typ, der immer sehr autodidaktisch gelernt hat. Ich war zwar gut in der Schule und in der Uni, aber wenn ich ehrlich bin, dann habe ich die Sachen, die mich wirklich in meinem beruflichen Leben weitergebracht haben, nicht im Unterricht gelernt. Für mich war daher klar, dass die Lerninhalte anders vermittelt werden müssen, als in vorlesungsartigen Formaten den Leuten vorgekaut zu werden.

Zweitens habe ich immer sehr stark von Gleichgesinnten gelernt und von Communitys profitiert. Sich gegenseitig zu inspirieren, anzuspornen und weiterzubringen, hat mich immer sehr geprägt. Darum wollte ich damals selbst auch an eine private Hochschule und nicht an eine staatliche. Ich wollte etwas Persönlicheres, ein Umfeld, in dem man sich zu Hause fühlt. Meine Business-School in Köln war damals rund 300 Studierende groß. Das sagen wir auch an der Code heute: Wir wollen eine Homebase sein. Nicht nur für Leute aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt.

Die Code will eine Homebase sein. (Bild: Code)

Will eine Homebase sein: die Code University of Applied Sciences. (Bild: Code)

t3n: Woher kam der Wunsch, eine eigene Uni zu starten?

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Bachem: Ich habe mich an meiner Uni zwar wohlgefühlt, konnte dort aber leider nicht Informatik studieren. Damals wurde das nur an den staatlichen Hochschulen angeboten und die Vorlesungen dort erschienen mir zu trocken. Ich habe nicht verstanden, warum es diese persönlicheren und praxisnäheren Unis zwar für BWL gab, aber nicht für Tech-Themen. Und das war 2005! Für mich war schon damals offensichtlich, dass da etwas fehlte.

t3n: Zehn Jahre später, im Jahr 2015, hast du dann gemeinsam mit deinen Co-Gründern Manuel Dolderer und Jonathan Rüth beschlossen, die Code University für eine modernere Technik-Ausbildung in Deutschland zu starten. Wie sahen eure ersten Schritte aus?

Bachem: Die allererste Entscheidung war: Wollen wir wirklich eine staatlich anerkannte Hochschule gründen? Mit all den Komplexitäten, aber auch Vorteilen, die das mit sich bringt? Oder ist es richtiger und mutiger, einfach zu sagen, wir bauen etwas, das nicht akkreditiert ist, und versuchen, die Reputation über wertvolle Partnerschaften und Namen aufzubauen? Ich habe mich dann aber früh darauf festgelegt, dass die Code akkreditiert sein soll. Einfach, um junge Menschen mit Potenzial zu gewinnen. Und um eine stärkere Signalwirkung in der Bildungslandschaft zu haben. 

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Ich glaube sehr stark an das Potenzial junger Leute. In dieser Zielgruppe, ich sage mal zwischen 18 bis 23, kann man wirklich einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung haben, beruflich wie persönlich. Man kann nicht nur ein Skillset, sondern das ganze Mindset entwickeln – nicht zuletzt, weil sie noch die Zeit und den Freiraum haben, sich zu 100 Prozent auf etwas zu committen. Um diese Altersgruppe bestmöglich zu erreichen, war mir klar, dass wir akkredierte Bachelor-Studiengänge anbieten müssen.

t3n: Wie lange hat das bei euch gedauert?

Bachem: Von der Konzeptentwicklung über die Einreichung des Antrags beim Land Berlin und dem Wissenschaftsrat bis zur staatlichen Anerkennung haben wir eineinhalb Jahre gebraucht. Schneller schafft es niemand. 

t3n: Unterrichtest du eigentlich auch selbst?

Bachem: Ja, aber letztendlich nicht im akademischen Kontext. Ich mache viele außerkurrikulare Veranstaltungen als Gastredner oder in Gesprächsrunden. Ansonsten habe ich alle Hände voll zu tun damit, die Hochschule zu managen. Als Kanzler bin ich der wirtschaftliche Leiter der Hochschule. Noch bin ich der jüngste Hochschulkanzler Deutschlands, zumindest meines Wissens nach. Mit 31 war ich das definitiv. Aber vielleicht kommt bald noch jemand viel Jüngeres zu uns.

t3n: Gibt es da konkrete Pläne?

Bachem: Ja. Wir sind ja mittlerweile über 550 Studierende und über 50 Mitarbeiter:innen. Das heißt, die Strukturen wachsen auch und ich habe mir schon jetzt viel Unterstützung dazugeholt. Ich glaube, es ist bald an der Zeit, die Kanzlerschaft an jemanden abzugeben, der noch viel besser ist in Verwaltung und Management als ich, sodass ich mich mehr den strategischen Themen widmen kann.

t3n: Wird das dieses Jahr passieren?

Bachem: Vielleicht. Es hat keine Eile. Wir haben generell ein paar Änderungen in der Pipeline und reden auch mit finanziellen Unterstützer:innen. Die Gespräche werden auch darüber entscheiden, ob wir bald größere Veränderung anstoßen. Dazu gehört auch der Umzug auf einen neuen Campus. Details dazu darf ich aber noch nicht verraten.

t3n: Wie wählt ihre eure Student:innen aus? Auf Noten allein scheint es ja nicht anzukommen.

Bachem: Ich sehe unseren Auswahlprozess nicht als einseitigen Prozess, bei dem wir die Besten der Besten selektieren. Das ist überhaupt nicht der Gedanke. Wir wollen im Auswahlprozess sicherstellen, dass alle wissen, worauf sie sich einlassen. Und dass diese Art von Studierenden, die da kommt, auch wirklich gut zu unserem Lernansatz passt. Das heißt, dass man sich gut organisieren kann, sein Studium selbst in die Hand nimmt und es proaktiv vorantreibt.

An der Code suchen wir Menschen, die in ihrem Leben schon mal gezeigt haben, dass sie mehr tun als das, was in der Schule verlangt wird. Also: Engagieren sie sich irgendwo ehrenamtlich? Haben sie irgendwelche Hobbys? Das kann Programmieren sein. Aber wir haben zum Beispiel auch viele Sport-Kreismeister:innen oder Landesmeister:innen. Was wir sehen wollen, ist ein Growth-Mindset. Wir wollen Leute, die gelernt haben, sich selbst voranzubringen und eigenständig neue Dinge zu lernen. Letztendlich suchen wir auch nach einer gewissen Lust, etwas zu erreichen und etwas zu verändern.

Thomas Bachem: „Was wir sehen wollen, ist ein Growth-Mindset.“ (Bild: Paulina Hildesheim)

t3n: Wie sieht es aus mit Soft Skills?

Bachem: Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wir suchen Menschen, die gut in Gruppen funktionieren und gerne in Teams arbeiten, sie sollen sozialverträglich und kompatibel sein. Daher gibt es im Bewerbungsprozess auch eine Phase, wo die Bewerber:innen in Gruppen zusammenarbeiten und Aufgaben lösen sollen. Narzisstische Einzelgänger brauchen wir nicht, auch wenn sie fachlich gut sind.

t3n: Andere private Hochschulen wie die WHU in Vallendar oder die EBS in Oestrich-Winkel profitieren sehr stark von ihrem Netzwerk. Inwieweit ist das ein Punkt, der an der Code eine Rolle spielt?

Bachem: Das stimmt, an den angesehensten privaten Business-Schools geht es gar nicht in erster Linie darum, was gelehrt wird. Was diese Institutionen stark macht, ist die Community, das starke Alumni-Netzwerk, eine starke Identifikation mit der Hochschule und die zusammenschweißende Studienerfahrung.

Auch mir war dieser Community-Aspekt von Anfang an sehr wichtig. Ich habe gesagt, wir müssen eine Hochschule aufbauen, die viel mehr leistet, als akademisches Wissen zu vermitteln. Sie soll Menschen miteinander vernetzen und zusammenbringen. Diese Denkweise ist sehr anders als an den großen staatlichen Hochschulen. 

t3n: An der WHU gibt es ein starkes Alumni-Programm und das sogenannte „rote Buch“, ein kostenpflichtiges Verzeichnis mit allen Kontakten der Menschen, die dort ihren Abschluss gemacht haben. Habt ihr auch so etwas?

Bachem: Unser Alumni-Programm entsteht gerade erst. Aktuell sind wir im fünften Jahr und haben 50 Studierende, die ihren Bachelor abgeschlossen haben. Die Zahl zeigt: Viele Studierende bleiben länger als die dreijährige Regelstudienzeit. Manche werden ihr Studium wohl auch gar nicht abschließen, weil sie in der Zwischenzeit gegründet oder einen guten Job gefunden haben.

„Zeitweise hatten wir mehr Startup-Gründungen als Alumni.“ – Thomas Bachem, Code University of Applied Sciences

Was mich also noch umtreibt: Wer gilt als Alumni? Wirklich nur Studierende mit fertigem akademischem Abschluss? Das passt für mich noch nicht so ganz. 

t3n: Das Studium ist auf Englisch und steht Menschen aus der ganzen Welt offen. Wie ist es mit dem Alter, gibt es da eine Grenze an der Code?

Bachem: Unser Altersschnitt ist 21. Die meisten kommen nicht direkt nach der Schule zu uns, sondern starten erst irgendwo anders ein Studium und wechseln dann, weil sie von anderen Hochschulen enttäuscht sind. Grenzen nach oben gibt es aber keine. Wir haben auch Studierende, die 44 sind, allerdings nur eine Handvoll. Das Nadelöhr ist hier meist der Zeitfaktor. Wir wollen Studierende, die sich stark für die Code committen können und wollen. Das ist nebenberuflich kaum möglich. Eine gewisse Intensität muss gegeben sein, damit eine Community entsteht und damit die Teams zusammenarbeiten können. Bei uns findet sehr viel in Projekten statt.

t3n: Was begeistert dich aktuell am meisten?

Bachem: Am meisten begeistert mich, dass wir immer mehr Früchte unserer Arbeit sehen. Unsere Studierende schreiben ihre eigenen Erfolgsgeschichten. In unserer letzten Finanzierungsrunde gehörten auch Studierende von der Code zu den Geldgeber:innen, die ihr Startup Certus One bereits erfolgreich verkauft haben. Das hat mich stolz gemacht und ist auch etwas, das ich gerne als Prinzip etablieren möchte. Dieses „Giving back“ ist beispielsweise in Amerika ganz normal. 

t3n: Wie viel ist da von den Gründern von Certus One an die Code geflossen?

Bachem: Über den genauen Betrag haben wir Stillschweigen vereinbart. Viel wichtiger ist die symbolische Wirkung. Denn es ist wahnsinnig schwierig, eine Hochschule überhaupt finanziell nachhaltig zu betreiben. Bislang sind wir regelmäßig auf finanzielle Unterstützer:innen angewiesen.

t3n: Was ist derzeit deine größte Herausforderung?

Bachem: Ich bin selbst ein Gründer und jemand, der gut darin ist, Dinge zu starten, originelle Ideen zu haben und Leute zusammenzuführen. Aber ich bin definitiv nicht der beste Manager. Und eine Hochschule zu führen, ist sogar noch komplexer als die meisten Unternehmen. Man hat so viele Sonderregeln und muss so viele Leute miteinbeziehen. Das erfordert viel Geduld und ist manchmal anstrengend für Menschen wie mich, die schnelle Ergebnisse gewohnt sind. Ich stelle mir derzeit die Frage, wo ich als Unternehmerpersönlichkeit auch künftig den meisten positiven Impact erzeugen kann. Vielleicht ist das ja zukünftig in der Förderung von Gründerinnen und Gründern, wo ich mich operativ noch stärker reinhängen könnte. Mal sehen. 

t3n: Juckt es dich in den Fingern, selbst wieder etwas Neues zu gründen?

Bachem: Nicht akut. Derzeit braucht mich die Code noch. Ich bin Mehrheitsgesellschafter der Hochschule und sehe mich vor allem als Protegé, der sicherstellt, dass das Ganze so bleibt, wie es gedacht war, und nicht mit der Zeit schleichend so altbacken wird wie andere Hochschulen. Das ist immer eine Gefahr, wie auch bei jedem Startup, das zum erwachsenen Unternehmen wird. Man startet innovativ und cool. Und ein paar Jahre später bist du selber der Dinosaurier. Das wollen wir vermeiden. 

t3n: Wenn du wieder gründen würdest, in welchem Bereich wäre das?

Bachem: Machine Learning. Ganz klar. Das was beispielsweise gerade mit Dall-E 2 und Imagen entwickelt wird, ist faszinierend. Es hieß ja immer, das was Menschen und Maschinen unterscheidet, sei die Kreativität. Ausgerechnet in der Kunst sehen wir nun aber die ersten großen Revolutionen durch KI. Da bekommt das „Künstlich“ in „künstliche Intelligenz“ eine ganz neue Bedeutung. Ich hoffe, ich kriege bald endlich meinen Beta-Zugang, um selbst mit Dall-E 2 herumspielen zu können.

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