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Wie der Tierschutzverein München über Tinder Haustiere vermittelt

Tiere über die Dating-Plattform Tinder zu vermitteln, hat angesichts voller Tierheime einen faden Beigeschmack. Doch vielleicht ist die Idee des Münchner Tierschutzvereins gar nicht so abwegig – vor allem wenn die Hunde und Katzen ihrerseits mit-tindern.

2 Min. Lesezeit
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Viele Tiere suchen gerade zur Urlaubszeit einen neuen Besitzer. (Foto: StefanieMueller / Shutterstock)

Der Tierschutzverein München hat einen bemerkenswerten Weg gefunden, um Tiere an neue Besitzer zu vermitteln. Zusammen mit der Agentur Territory sollen unter dem Motto „The Purrfect Match“ Tiere mit neuen Besitzern zusammengebracht werden – über die Dating-Plattform Tinder.

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Die Umsetzung der Idee erfolgt dabei im Stil des bekannten Flirtportals: Die Agentur erstellt für jede Katze und für jeden Hund jeweils individuelle Profile. Dabei werden die Tiere professionell in Szene gesetzt und fotografiert. Darüber hinaus enthalten die Profile den Namen und eine lockere Selbstbeschreibung.

Interessanterweise wollen die Tiere mithilfe der Territory-Mitarbeiter auch ihrerseits nach potenziellen Besitzern suchen, wenn diese nach rechts geswiped haben – das Motto „Tiere suchen ein Zuhause“ also mal zu Ende gedacht. Ob die ehemaligen Besitzer bei Tinder geblockt sind, ist nicht bekannt. Kommt es zum Match, übernimmt ein Chatbot proaktiv die Unterhaltung. Sofern es dann „gefunkt“ hat, werden die Kandidaten zum Date ins Tierheim München eingeladen. Ob die beiden dann tatsächlich perfekt zusammenpassen, entscheidet sich nach einer intensiven Kennenlernphase.

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Tiervermittlung: One-Night-Stands nicht erwünscht

(Foto: Territory)

Nun ist ja bekanntermaßen zu Ferienbeginn Hochsaison in den Tierheimen, wenn besonders viele Tierbesitzer merken, dass das freudig in der Coronakrise angeschaffte Tier so gar nicht zu den Urlaubsplänen passen will. Ob Tinder allerdings die richtige Plattform ist, um Tiere an neue Besitzer zu vermitteln, darf natürlich bezweifelt werden. Denn gerade die Spontaneität, mit der man ein Tinder-Date ausmacht (und den neuen Partner gegebenenfalls auch schnell wieder aussetzt, wenn er den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird), dürfte ja genau nicht das sein, was sich das Tierheim unter nachhaltiger Vermittlung vorstellt.

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Andererseits muss es ja nicht beim tierischen One-Night-Stand bleiben – und die Tierschützer aus München werden schon gezielt darauf achten, dass sich niemand Schockverliebtes aus dem spontanen Überschwang für das ach so süße Tier entscheidet. Die Idee, die die Agentur in einer Pro-Bono-Kampagne umsetzt, ist auf jeden Fall bemerkenswert und vielleicht sogar von Erfolg gekrönt. Denn Menschen, die nach Anschluss suchen, sind ja möglicherweise mit dem Hund oder der Katze auch nicht schlecht (manchmal sogar besser) bedient, wenn schon nicht die große Liebe in Form von Mr. oder Mrs. Right um die Ecke kommt. Und wer schon in einer Beziehung ist, kann sich auch beim eigenen Partner rausreden, wenn der einen beim Tindern erwischt: „Schatz, ich wollte nur mal schauen, ob wir uns nicht einen Hund oder eine Katze anschaffen können.“ Eines dürften die Profile der bayerischen Katzen und Hunde dabei definitiv sein: lustiger und pfiffiger formuliert als so mancher Tinder-Profiltext.

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