News

Was der Chef zu Weihnachten schenken sollte

Seite 2 / 2

Geschenke an Geschäftspartner  

Geschenke an Geschäftspartner lassen sich bis zu einem Betrag von 35 Euro pro Jahr und Person als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Um den Steuerabzug sicher zu bekommen, sind die Geschenke und die Empfänger zusätzlich in der Buchführung zu erfassen. In der Praxis reicht hierzu auch eine Liste, die an den Zahlungsbeleg geheftet wird. Entscheidend ist, dass jeder Beleg genau einem Empfänger zugeordnet wird. Bei Überschreiten der Freigrenze von 35 Euro führt das zum kompletten Wegfall des gesamten Betrages. Er kann somit in keinem Fall als Betriebsausgabe geltend gemacht und abgesetzt werden.

Grundsätzlich muss der Empfänger eines Geschenks dessen Wert als Einnahme verbuchen und versteuern. Damit dieser sich aber nicht über die zusätzlichen Kosten ärgert, wenn der Schenkende ihm beispielsweise einen erlesenen Wein überreicht, kann der Geber diese Beträge in Form einer Pauschalsteuer übernehmen. Sie beträgt 30 Prozent aus dem Wert (beziehungsweise Kaufpreis) des Geschenks einschließlich Umsatzsteuer. Hinzu kommen noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag. Lexware rät, den Beschenkten in jedem Fall auf die Übernahme der Pauschalsteuer hinzuweisen, damit dieser das Geschenk nicht nochmals als Einnahme versteuert.

Geschenke an Mitarbeiter  

Die Kosten für Geschenke an Mitarbeiter können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden – egal in welcher Höhe. Trotzdem gilt auch bei den Mitarbeitern: Teure Geschenke müssen versteuert werden. Steuerfrei bleiben Aufmerksamkeiten bis zu einem Wert von 60 EUR pro Anlass, die für ein besonderes, persönliches Ereignis (Geburtstag, Hochzeit, etc.) gegeben werden.

Aber Achtung: Weihnachten gehört nicht dazu! Hier kann der Arbeitgeber die Regelung nutzen, dass er einem Arbeitnehmer auch ohne direkten Anlass Sachzuwendungen im Wert von 44 Euro im Monat zukommen lassen darf. Viele Arbeitgeber nutzen diese Freigrenze, um ihren Mitarbeitern beispielsweise ein Jobticket zu spendieren. Die Weihnachtsgeschenke können unter diesem Posten ebenfalls steuer- und sozialabgabenfrei bleiben.

Auch hier gilt: Es handelt sich um eine Freigrenze. Bekommt ein Arbeitnehmer auch nur einen Cent mehr im Monat zugewendet, wird der ganze Betrag steuer- und abgabenpflichtig, das heißt, der Mitarbeiter muss das Geschenk – analog zu seinem Arbeitslohn – mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Natürlich kann der Arbeitgeber auch hier die Pauschalsteuer übernehmen.

Weihnachtsgeschenke: Gutscheine, die in verschiedenen Shops einlösbar sind, sind beliebt. (Screenshot: wunschgutschein.de)

Weihnachtsgeschenke: Gutscheine, die in verschiedenen Shops einlösbar sind, sind beliebt. (Screenshot: wunschgutschein.de)

Weihnachtsgeschenke: Gehalt spielt eine Rolle

Und wie schenken nun deutsche Unternehmen?  Wer wenig verdient (unter 1.000 €), der bekommt laut der Umfrage von Wunschgutschein.de eher ein Geschenk. Nur 25 Prozent der Geringverdiener scheinen in der Weihnachtszeit leer auszugehen. Dafür bekommen 56 Prozent der Angestellten mit hohem Einkommen nichts. Höhere Chancen auf ein Geschenk hat auch, wer in Westdeutschland arbeitet: 55 Prozent der West-Firmen schenken eine Kleinigkeit. 45 Prozent sparen an dieser Stelle. In Ostdeutschland erhalten hingegen 56 Prozent kein Geschenk.

Weihnachtsgeschenke: Das schenkte die t3n-Redaktion

Übrigens: Die t3n hat 2014 Extra-Urlaubstage an Ihre Mitarbeiter verschenkt und sie 2015 mit Bitcoin-Zulagen beglückt. Und die Redaktion rätselt schon, was es wohl dieses Jahr geben wird.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

5 Kommentare
Max
Max

Da würde mich mal interessieren was die Chefs bei t3n denn so für Weihnachtsgeschenke verteilen?

Antworten
Yvonne Göpfert
Yvonne Göpfert

guck doch mal auf Seite 2 – letzter Satz ;)

Antworten
Jannis
Jannis

Mich würde interessieren, was Ihr von wunschgutschein.de als Geschenk bekommen habt :). Müsste ja fast schon als Spnsored Post gekennzeichnet werden.

Antworten
Yvonne Göpfert
Yvonne Göpfert

Hallo Jannis,
wenn du genau liest, entdeckt du drei Quellen in dem Text:
1. Sodexo (www.sodexo-benefits.de)
gehört Sodexo Pass GmbH aus Frankfurt/M.
2. wunschgutschein.de
gehört Digital Wishes GmbH aus Brilon
3. und Lexware für die Steuerfragen
Am besten, du fragst da mal nach, warum Sie uns nix geschickt haben ;)

Antworten
Jörg k. Unkrig

Unter dem Titel hätte ich mir mehr praktische Tipps gewünscht. Artikel wirkt schnell runtergeschrieben und geht mir zu sehr auf steuerliche Vorteile ein. Was Mitarbeiter wirklich glücklich macht, kommt leider sehr kurz.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.