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Trigema-Chef Grupp tritt ab: Das sind seine streitbarsten Meinungen

Nun ist es offiziell: Wolfgang Grupp senior, streitbarer Patriarch an der Spitze des Textilunternehmens Trigema, hat angekündigt, zugunsten seiner beiden Kinder zurückzutreten. Anlass für uns, auf seine kontroversesten Aussagen zurückzublicken.

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Wolfgang Grupp senior übergibt sein Unternehmen Trigema zum 1.1.2024 an seine beiden Kinder. (Foto: picture alliance/dpa | Matthias Bein)

Eigentlich sollten wir von „den Medien“ vorsichtig sein mit Begriffen wie Zeitenwende, Paukenschlag oder Zäsur. Doch manche Ereignisse verlangen dann doch nach großen Worten, und dieses könnte so eines sein: Patriarch und Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp hat seine Nachfolge angekündigt.

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Zum 1. Januar 2024 sollen Grupps Kinder, der 32-jährige Wolfgang junior und die 34-jährige Bonita, die Geschäfte übernehmen. Beide sind schon seit rund zehn Jahren bei Trigema aktiv – Grupp senior hatte nie einen Zweifel daran gelassen, dass das Unternehmen in Familienhand bleiben sollte.

„Keine Diskussion“ über die Nachfolge

Allerdings hatte der streitbare Patriarch lange Zeit offen gehalten, wer in seine Fußstapfen treten dürfen soll. Dass es eins seiner Kinder sein sollte, war klar: Da gebe es „keine Diskussion“, sagte der 81-Jährige in einer Dokumentation des ZDF. „Dass die Kinder sagen, das will ich nicht – das gibt es nicht!“

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Dass nun beide Kinder die Nachfolge übernehmen, kommt einerseits überraschend. Hatte Grupp Senior doch bisher stets betont, nur an ein Kind übergeben zu wollen, um Streit – und damit wohl auch ein Auseinanderbrechen des Unternehmens – zu vermeiden. Gleichzeitig ist der Grund für den Sinneswandel so typisch für Grupp, wie er nur sein könnte: Um eine höhere Schenkungssteuer zu vermeiden, wird die Firma an beide Kinder und seine Ehefrau übertragen. Wolfgang Grupp junior wird persönlich haftender Geschäftsführer und Gesellschafter, Bonita Grupp wird Mitglied der Geschäftsführung und Elisabeth Grupp bleibt weiterhin Gesellschafterin.

In ihren Statements erklären beide Kinder, den Betriebsstandort Deutschland erhalten und das Unternehmen Trigema in die Zukunft führen zu wollen. Ob und wie sie sich dabei an ihrem Vater orientieren werden, bleibt abzuwarten.

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Experte für streitbare Aussagen: Wolfgang Grupp senior

Der hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Aussagen auf sich aufmerksam gemacht, die – vorsichtig ausgedrückt – etwas aus der Zeit gefallen wirken. Erst Anfang Oktober hatte Grupp gegenüber dem Berliner Tagesspiegel (Paywall) erklärt, dass er nichts vom Homeoffice halte. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, sei unwichtig.

Ähnlich kontrovers ist auch Grupps Geschlechterbild. Es sei Aufgabe der Männer, das Geld zu verdienen, für die Kinder seien die Mütter verantwortlich. „Man darf die Natur nicht vergewaltigen“, erklärte er im Tagesspiegel-Interview. Trotzdem seien bei Trigema „mehr Frauen in Leitungspositionen als Männer“. Sie hätten ihre Posten durch Leistung verdient, doch diese Leistung sei eben nicht in 20 Wochenstunden erreichbar.

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Zudem besteht der Patriarch nachdrücklich darauf, seinen Helikopter wirklich zu benötigen. Er wolle nicht im Stau stehen, so Grupp, und auch seine Frau solle lieber bei ihm als auf langen Reisen sein. Zudem fungiere der Hubschrauber auch als Werbeträger – auf ihm ist der bekannte Affe zu sehen, den viele aus der Fernsehwerbung kennen. Tierschützer:innen kann Grupp übrigens beruhigen: Schon seit zehn Jahren handele es sich um einen „digitalisierten Affen“.

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