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Bericht über Manipulation auf Twitter: Prorussische Akteure kaufen sich blaue Haken

Den blauen Haken kann sich auf Twitter mittlerweile fast jeder kaufen. Forschern zufolge wird dieser von prorussischen Accounts genutzt, um mehr Reichweite zu generieren.

2 Min. Lesezeit
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Accounts verbreiten russische Kriegspropaganda auf Twitter. (Foto: Shutterstock / mundissima)

Auf Twitter kann sich mittlerweile fast jeder den blauen Haken für ein paar US-Dollar im Monat kaufen. So verifizierte Accounts sollen mehr Glaubwürdigkeit haben und auch mehr Reichweite bekommen.

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Das nutzen auch prorussische Akteure aus, um russische Kriegspropaganda zu verbreiten, wie ein Bericht der Forschergruppe Reset herausgefunden hat. Dieser liegt der Washington Post vor, die darüber berichtet.

Die geprüften Accounts teilen „Inhalte russischer Staatsmedien, kremlnahe Desinformationen über den Konflikt in der Ukraine und unverblümte Kriegspropaganda“, heißt es in dem Bericht.

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Viele der Accounts am Anfang des Krieges entstanden

Viele der von den Forschern identifizierten Accounts sind in der ersten Phase des Ukraine-Krieges entstanden. Bis vor Kurzem hatten sie noch kein blaues Häkchen, das sie verifizierte, wie ein Websitearchiv zeigt.

Das kam erst, nachdem Musk das neue Bezahlmodell zur Verifizierung vorgestellt hat. Das wiederum bedeutet, die Accounts sind wahrscheinlich nicht von Twitter verifiziert worden, sondern durch Bezahlung.

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Die Inhalte, die von diesen Accounts geteilt werden, sind recht unterschiedlich. Einige behaupten, unabhängige Medien zu sein. Andere teilen schlicht prorussische Kriegsinhalte mit ihren Followern, wie Geschichten von russischen Kriegskorrespondenten oder Videos erfolgreicher Angriffe.

Andere versuchen, Ukrainer mit Nazis in Verbindung zu bringen, wie zum Beispiel @Logka11, der schreibt: „Die moderne Ukraine hat eine seltsame Obsession mit dem Nationalsozialismus.“

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Twitter in Russland gesperrt

Dabei verlangt Russland von seinen Internetanbietern, dass diese den Zugang zu Twitter für die Bürger sperren. Russische Einwohner und Medien tummeln sich dort aber scheinbar trotzdem in Massen. Möglich ist das zum Beispiel über VPN-Anbieter, mit denen Nutzer den Eindruck erwecken können, sich aus einem anderen Land mit dem Dienst zu verbinden.

Laut eines weiteren Forschers, mit dem die Post gesprochen hat, werden Propaganda-Accounts auf Twitter weiterhin gesperrt. Allerdings scheint es so, als wenn mehr neue Accounts online kommen, als gesperrt werden können.

In der Vergangenheit sah der Forscher nie mehr als rund 500 prorussische Accounts gleichzeitig online, kürzlich ist diese Zahl allerdings auf rund 800 Accounts angestiegen.

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