Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Mehrmals Fahrten verweigert: Uber muss blinder Frau 1,1 Millionen Dollar zahlen

Weil Uber-Fahrer einer blinden Frau mehrmals die Mitnahme verweigert haben, muss der Fahrdienstvermittler jetzt 1,1 Millionen US-Dollar zahlen. Die Probleme sind nicht neu.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

Diskriminierung? Uber muss zahlen. (Foto: Sundry Photography / Shutterstock.com)

Schon in der Vergangenheit war Uber für den Umgang seiner Fahrer mit blinden Menschen und deren Assistenzhunden kritisiert worden. Nach einer Klage wegen Diskriminierung hatte sich der Fahrdienstvermittler im Jahr 2016 mit dem Nationalen Blindenverband von Kalifornien darauf geeinigt, künftig dafür zu sorgen, dass Uber-Fahrer Blinde und ihre Hunde auch wirklich mitnehmen. Das scheint aber nicht in jedem Fall zu funktionieren, wie der Fall von Lisa Irving zeigt.

Uber-Fahrer nahmen blinde Frau und Hund nicht mit

Anzeige
Anzeige

Irving hatte gegen Uber geklagt, weil sie nach eigenen Angaben mindestens 60-mal von Uber-Fahrern einfach stehengelassen worden sei. Insgesamt 14 Fälle von Verweigerung eines Uber-Fahrers, sie mitzunehmen, brachte Irving in die Klage ein. Davon betroffen gewesen seien Fahrten wegen Arztbesuchen, wichtigen Terminen auf der Arbeit oder aber Familienfeiern. Zum Teil habe sie sich mitten in der Nacht oder bei strömendem Regen schnell um eine andere Mitfahrgelegenheit bemühen müssen.

Besonders unverständlich: Einige Male, so Irving, hätten Fahrer sie und ihren Hund zuerst mitgenommen, um sie dann später zum Aussteigen zu bewegen – obwohl sie noch lange nicht am Ziel waren. Zudem sollen Uber-Verantwortliche Fahrern des Dienstes Tipps gegeben haben, wie sie den Transport von Menschen mit Behinderungen verweigern könnten, ohne dass diese Verweigerung als Diskriminierung gelte.

Anzeige
Anzeige

Die Auseinandersetzung mit Uber ist jetzt außergerichtlich im Rahmen einer Schlichtung beigelegt worden, wie unter anderem der San Francisco Chronicle berichtet. Uber zahlt jetzt insgesamt 1,1 Millionen Dollar. Davon fließen über 800.000 Dollar in die Begleichung von Gerichts- und Anwaltskosten, 324.000 Dollar stehen der Klagenden als Schadenersatz zu.

Anzeige
Anzeige

Uber soll gegen ADA verstoßen haben

Die für die Einigung mitverantwortliche Schlichtungsstelle American Arbitration Association warf Uber vor, dass seine Fahrer mit ihrem Verhalten gegenüber Irving gegen das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Americans with Disabilities Act/ADA) verstoßen habe. Uber habe für die Einhaltung der Vorgaben zu sorgen, egal ob es sich bei den Fahrern um Angestellte oder selbstständige Unternehmer handele. Zuletzt hatten Uber und Lyft in Kalifornien eine Schlappe vor Gericht hinnehmen müssen, wonach Uber seine Fahrer in dem US-Bundesstaat als Mitarbeiter behandeln müsse.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Aka

1,1 Millionen, davon 800 Millionen Dollar für Anwälte und 300.000 Dollar bleiben für die Frau?
In Mathe wäre das jetzt eine 5 ;-)

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige