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#Klarna-Schulden: Mit diesen digitalen Helfern wirst du sie wieder los

Moderne Bezahlsysteme machen das Einkaufen einfacher – verführen aber mitunter zum Schuldenmachen. Doch es gibt auch Tipps und Tools, die beim Umschulden helfen und hohe Zinssätze verringern.

4 Min. Lesezeit
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Wer den Überblick über seine Rechnungen verliert, häuft leicht Schulden an. (Bild: Rawpixel.com/ Shutterstock)

Schulden zu machen, ist einfach. Das zeigt der Tiktok-Trend #Klarna-Schulden. Dahinter steckt das Phänomen, das meist junge Kund:innen Schulden aufbauen, weil sie den Überblick über ihre Online-Shopping-Aktivitäten verloren haben.

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Die „Später-Bezahlen“-Funktion der Payment-Anbieter macht es ihnen besonders leicht, Rechnungen anzuhäufen. Die sogenannten „Buy-now-pay-Later“-Angebote bringen Händler:innen Kund:innen, die sonst vielleicht nicht kaufen würden – und Kund:innen die Möglichkeit, sich etwas zu leisten, wofür vielleicht gar kein Geld da ist.

Konsumschulden machen ist einfach

Das kann leicht dazu führen, dass Rechnungen nicht rechtzeitig oder gar nicht beglichen werden – und dann fallen bei den eigentlich kostenlosen Angeboten eben doch hohe Zinsen und Mahngebühren an. Laut dem statistischen Bundesamt hatten 28 Prozent der rund 575.000 Personen, die im Jahr 2021 Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchten, Schulden bei Online- und Versandhändlern.

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Auch Nullprozentfinanzierung und Konsumkredite zur freien Verwendung erleichtern den Einkauf auf Pump. Viele beschäftigen sich aber gar nicht mit den potenziellen Kosten, die daraus entstehen können. Laut einer Umfrage der DIW aus dem Herbst 2022 nutzen knapp 20 Prozent der Befragten einen Konsumkredit oder nehmen den Dispokredit ihres Girokontos in Anspruch. Allerdings kennen nur 44 Prozent ihren genauen Zinssatz.

Fast die Hälfte der Menschen, die man zur Generation Z zählen würde, hat schon einmal Post von einem Inkassounternehmen bekommen. Der häufigste Grund für die verpasste Zahlung ist laut einer Umfrage von Pair Finance schlicht, dass die offenen Rechnungen vergessen wurden (40 Prozent). Immerhin 16 Prozent hatten aber auch einfach nicht das Geld, um sie zu bezahlen.

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So wirst du die Schulden wieder los

So schnell, wie die Schulden zusammengekauft sind, wird man sie aber nicht wieder los. Ist man in die Schuldenfalle getappt, raten Verbraucherschützer:innen dazu, sich einen Überblick über alternative Kreditangebote zu verschaffen.

Teure Altverträge aus Ratenkrediten können gegen einen neuen Kreditvertrag mit besseren Konditionen und geringeren Gebühren getauscht werden, insbesondere dann, wenn sich zwischenzeitlich die eigene Bonität verbessert hat. Das kann etwa der Fall sein, wenn das Einkommen gestiegen ist, zusätzliche Sicherheiten zu Verfügung stehen oder durch bereits getilgte andere Darlehen. Außerdem kann es vorteilhaft sein, mehrere Kleinbeträge zu einem Gesamtkredit zusammenzufassen.

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Online-Portale wie Verifox, Smava oder Auxmoney können bei der Umschuldung von Krediten helfen. Sie bieten einen kostenlosen und unverbindlichen Kreditvergleich an.

Umschulden per App

Der Anbieter Anyfin geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Startup wird auch schon mal als „Anti-Klarna“ bezeichnet. Gründer Mikael Hussain war früher selbst bei dem schwedischen Fintech beschäftigt – wollte dann aber einen anderen Weg einschlagen. Mit Anyfin bietet er gleich die komplette Umschuldung von Krediten per App an. Dazu müssen Nutzer:innen nur ein Bild der alten Rechnung hochladen oder sich über den alten Kreditgeber einloggen.

Anyfin prüft dann, ob die Konditionen des Kredits verbessert werden können. Falls die Antwort ja ist – und nur dann –, erhalten Nutzer:innen ein Angebot. Entscheidet man sich, das Angebot anzunehmen, wird der aktuell offene Saldo direkt bei dem alten Kreditgeber beglichen. Dadurch entfallen alle weiteren Zinsen und Gebühren, die der alte Kreditgeber eigentlich berechnet hätte, und er hat keine Forderung mehr gegenüber dem Schuldner oder der Schuldnerin, der oder die seinen neuen Kredit dann bei der Partnerbank Eric Penser zu günstigeren Konditionen abzahlt. Die Einsparung gibt Anyfin teilweise an die Kund:innen weiter.

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Nicht alle kriegen ein Angebot

Der Service wird für Ratenzahlungen, Dispokredite, Kreditkartenschulden und andere ungesicherte Kredite bis zu 20.000 Euro angeboten und ist für die Verbraucher:innen kostenlos und Schufa-neutral – das heißt, die Abfrage der Kreditwürdigkeit hat keine negativen Auswirkungen auf den Schufa-Score.

Allerdings nimmt das Startup auch nicht alle Kund:innen an. Ein Angebot zur Umschuldung gibt es nur, wenn die Gesamtkosten des Kredits gesenkt werden können, also die Kundin oder der Kunde einen niedrigeren Zinssatz zahlen kann, ohne dass die Laufzeit verlängert wird.

Seit die Europäischen Zentralbank die Leitzinsen anhebt, steigen auch die Kreditzinsen. Einen drastischen Anstieg der Anfragen gibt es bei Anyfin aber nicht. „Allerdings beobachten wir, dass der durchschnittliche Zinssatz der Kredite auf dem deutschen Markt, für die eine Umschuldung bei uns angefragt wird, seit Sommer 2022 angestiegen ist, bei Kreditkarten beispielsweise um zwei Prozentpunkte und bei Blankokrediten um knapp drei Prozentpunkte“, sagt Irfan Cütcü, Chief Product & Technology Officer bei Anyfin.

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Nach der Zinswende sei die durchschnittliche Ersparnis pro deutschem Kunden oder deutscher Kundin leicht gesunken, von 33 Prozent im Spätsommer 2022 auf heute 28 Prozent. Durchschnittlich entspricht das derzeit einer Ersparnis von rund 500 Euro pro Kund:in.

Ausgaben im Blick behalten

Gute Tools, um Schulden im Blick zu behalten oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen, sind Finanzplaner-Apps, bei denen du Einnahmen und Ausgaben, inklusive der Rückzahlungen der Schulden nebst Zinsen, einpflegen kannst.

So bieten etwa Money Control oder Finanzguru eine Art digitales Haushaltsbuch. Finanzguru gibt auch individuelle Spartipps und zeigt die kommenden Abbuchungen an, was es besonders einfach macht, die eigenen Ausgaben besser zu planen. Eine Umschuldungsoption gibt es aber nicht. Das heißt, die Apps zeigen nicht an, ob du mit einem anderen Kredit günstiger fahren würdest.

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Oder gleich vernünftiger shoppen

Könnte man auch grundsätzlich anders ans Online-Shopping herangehen, um gar nicht erst in die Schuldenfalle zu tappen? Der Anbieter Savestrike verspricht genau das – er will das Einkaufen im Netz vernünftiger machen. Seine Idee: Ein Sparplan für den Konsum. In der App speicherst du Produkte, die dir gefallen, und entscheidest dann, welche du zu Sparzielen machen willst. Dann legst du fest, wie viel Geld du dafür sparen willst. So stellst du sicher, dass du erst shoppst, wenn du dir das auch leisten kannst. Bislang ist Savestrike allerdings noch in der Testphase.

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