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Kommentar

Aus Umweltschutzgründen: New York verbietet Krypto-Mining für zunächst 2 Jahre

Der US-Bundestaat New York ist der erste, der aus Umweltgründen bestimmte Krypto-Mining-Aktivitäten verbietet. Die Kryptoindustrie befürchtet, dass andere Bundesstaaten dem Beispiel folgen könnten.

Von Christian Bernhard
1 Min.
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Krypto-Mining ist sehr energieaufwendig. (Bild: Shutterstock / Gaston Cerliani)

Das am Dienstag von Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete Gesetz war auch auf Drängen von Umweltaktivisten zustande gekommen. Es soll zur Reduzierung von New Yorks Treibhausgasemissionen beitragen. Hochul betonte, das Gesetz sei „ein wichtiger Schritt für New York bei der Arbeit an der Bewältigung der globalen Klimakrise“.

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Andere Bundestaaten schafften Steueranreize

Das Gesetz sieht ein zweijähriges Moratorium für Krypto-Mining-Unternehmen vor, die nach neuen Genehmigungen suchen, um einige der ältesten und schmutzigsten Kraftwerke für fossile Brennstoffe im Bundesstaat in digitale Mining-Betriebe umzurüsten.

Der Bundesstaat New York ist laut Bloomberg zuletzt aufgrund niedriger Energiekosten und dem kühle Klima zu einem Krypto-Mining-Zentrum geworden.

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Nun agiert New York antizyklisch, denn in den USA hatten in den vergangenen Monaten einige andere Bundesstaaten eine freundlichere Politik in Sachen Kryptowährungen eingeschlagen und Steueranreize für die Branche geschaffen. Die Hoffnung dahinter: Krypto-Mining-Unternehmen anzulocken, da China mittlerweile dagegen vorgeht.

Kryptowährungsindustrie wehrt sich

Das vorübergehende Verbot wurde von US-Gruppen der Kryptowährungsindustrie heftig abgelehnt. Sie engagierten sich dagegen, weil sie befürchten, dass andere Bundesstaaten dem Beispiel New Yorks folgen und Moratorien oder andere Beschränkungen verhängen könnten.

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Bitcoin-Mining – der Prozess, bei dem leistungsstarke Computer komplexe mathematische Gleichungen lösen, um Transaktionen zu validieren – ist ein entscheidender Teil der Kryptowährungsökonomie. Die Menge an Energie, die dafür aufgewendet werden muss, ist aufgrund der steigenden Komplexität des Mining-Prozesses aber auch stark angestiegen. Deshalb protestieren Klimaschützer schon länger dagegen.

Nicht alle Krypto-Mining-Aktivitäten betroffen

Der Mining-Prozess erfordert eine immense Menge an Strom – so viel, dass China die Praxis im vergangenen Jahr verboten hat, um seine Klimaziele zu erreichen.

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Befürworter des New Yorker Gesetzes betonten, dass die Gesetzgebung keine Auswirkungen auf bestehende Mining-Anlagen habe und auch nicht alle Krypto-Mining-Aktivitäten im Bundesstaat stoppen wird, sondern nur diejenigen, die auf Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen setzen wollen. Diejenigen, die direkt an das Stromnetz angeschlossen sind oder erneuerbare Energien nutzen, sollen vom Gesetz unberührt bleiben.

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Kommentare (3)

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Finn

Es gehört weltweit verboten. Siehe kürzlichen Pleiten und Betrug. Man kann darauf bestens verzichten!

Me

Vollkommen richtig. Ein globales Verbot ist lang überfällig. Dass ein solches Verbot noch nicht existiert zeugt von einer Kombination aus Unwissenheit, Gier und Korruption die einen an der Menschheit zweifeln lässt.

Kantenhuber

Es berührt ein grundsätzliches Problem: die IT-Industrie ist zu einem Megaverbraucher mutiert und Mining ist so ziemlich die überflüssigste Technologie überhaupt.

Mining ist eine Sache, der Betrieb von industriellen Zonen, wo endlos irgend welche PCs und anderes digitales Gerät vor sich hin simmern, ohne dass die dort verfügbaren Leistungen auch nur ansatzweise ausgenutzt werden, aufs Ende betrachtet ein noch viel größeres Thema.

Gerade in den „normalen“ Büroetagen laufen meist Tag und Nacht Geräte, die für das was dort bearbeitet wird, kolossal überdimensioniert sind. Meist wird für ganze Areale in Bausch und Bogen irgend wie plausibles Gerät eingekauft, das dann nur sinnlos Strom verbraucht. Selbst der vermehrte Einsatz von immerhin schon verbrauchsreduzierten Laptops ist immer noch meistenteils weit überdimensioniert, von so etwa wie Druckermonstern auf den Etagen will man gar nicht erst reden.

Im Grunde reicht heute die Rechenleistung eines halbwegs gut ausgebauten Mittelklassesmartphones mit entsprechendem SoCs locker aus. Apps auf Webtechnologiebasis sind heute performant genug, wenn nicht sogar performanter, ohne endlos Strom zu verballern. Stromsparende, weil tragbare und stromnetzunabhängige Geräte sind heute eigentlich eher die Vorlage für umweltgerechte Büroausstattung in der Breite.

Dieser ewige Hunger nach noch mehr Leistung ohne jeden Sinn und Verstand muss in der Zukunft eher cleveren Lösungen weichen.

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