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Kalifornien hat ein Problem mit weggeworfenen Solarpanels

Um umweltfreundlicher zu werden, subventionierte der US-Bundestaat Kalifornien den Kauf von Photovoltaikmodulen und baute den größten Solarmarkt in den USA auf. Doch niemand dachte an das Recyceln.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Photovoltaikanlagen sollen die Umwelt schonen, doch das Recyceln der alten Panels ist derzeit noch ein Problem. (Symbolfoto: AlyoshinE / Shutterstock)

Photovoltaikanlagen auf dem Dach sind eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen die Klimakrise. Doch nun hat sich gezeigt, dass diese Art der Stromerzeugung nicht so umweltfreundlich ist, wie gedacht. Zumindest nicht, wenn es keinen umfassenden Plan für die Entsorgung der alten Panels gibt. Dies zeigt sich nun am Beispiel Kalifornien.

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Wie die Los Angeles Times berichtet, subventionierte der US-Bundesstaat seit 2006 den Kauf von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar. Nun nähern sich die Panels allerdings dem Ende ihrer Lebenszyklen. In der Regel haben diese eine Haltbarkeit von 25 bis 30 Jahren.

Viele davon landeten bereits auf Mülldeponien, wo sie möglicherweise das Grundwasser mit Schwermetallen wie Blei, Selen und Cadmium verseuchen. Geschätzt wird nur eins von zehn Panels recycelt. „Die Branche soll grün sein“, sagt Sam Vanderhoof, Experte für Solarindustrie und Geschäftsführer von Recycle PV Solar gegenüber der Los Angeles Times. „Aber in Wirklichkeit geht es nur ums Geld.“

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„Es gibt eine Informationslücke, eine technologische Lücke und eine finanzielle Lücke“

Das Recyceln von Solarpanels ist kein einfacher Prozess. Hochspezialisierte Ausrüstung und Arbeiter sind erforderlich. Zudem ist es im Moment noch nicht besonders wirtschaftlich. Von jeder Platte würden nur Materialien im Wert von etwa zwei bis vier Dollar zurückgewonnen. Außerdem gibt es kein einheitliches System, um zu verfolgen, wohin alle verbrauchten Panels am Ende ihres Lebens gehen. Expert:innen zufolge sei auch das mangelnde Bewusstsein der Verbraucher über die Toxizität der Panels und deren Entsorgung Teil des Problems. „Es gibt eine Informationslücke, eine technologische Lücke und eine finanzielle Lücke“, sagt Amanda Bybee von der Informationswebsite solarrecycle.org gegenüber der Los Angeles Times.

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Im Jahr 2016 startete die Solar Energy Industries Association, ein gemeinnütziger Handelsversband der US-Solarindustrie, ein Recyclingprogramm für die Module. Das Programm zielt darauf ab, konforme, kostengünstige Recyclingdienste für Altmodule zu entwickeln. Staatliche Subventionen sind zudem eine Möglichkeit, das Recycling von Solarmodulen wirtschaftlich rentabel zu machen.

In Europa gibt es seit 2012 die sogenannten WEEE-Richtlinien (Waste of Electrical and Electronic Equipment), die die Hersteller von elektronischen Geräten in die Verantwortung nehmen, die fachgerechte Entsorgung ihrer Produkte zu gewährleisten. Eine ähnliche Gesetzgebung wurde nun auch in einigen US-Bundesstaaten, unter anderem Washington, angestoßen. Dort sollen Hersteller von Solarmodulen ab 2025 das Recycling ihrer alten Solarpanels finanzieren.

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