News

Mit KI: So macht Google aus unscharfen Bildern scharfe Fotos

Die Google-KI kann aus unscharfen Fotos scharfe Bilder machen. (Foto: Emre Akkoyun / Shutterstock)

Lesezeit: 1 Min.
Artikel merken

Fotos in einer niedrigen Auflösung sind nicht sonderlich schön. Google hat eine KI trainiert, die in der Lage ist, pixelige Bilder wieder in detailgetreue, scharfe Aufnahmen zu verwandeln.

Wenn Bilder über Messenger verschickt werden, leidet oftmals die Qualität. Die Fotos kommen beim Empfänger in einer niedrigeren Auflösung an als das Original. Mithilfe von maschinellem Lernen haben Google-Forscher ein Modell entwickelt, das ein Bild mit geringer Auflösung in ein detailliertes Bild mit hoher Auflösung umwandelt. Dabei kann die „Super-Resolution“ in verschiedensten Bereichen angewendet werden. Die Aufgaben können von der Wiederherstellung alter Familienporträts bis hin zur Verbesserung medizinischer Bildsysteme reichen.

Wissenschaftler Jonathan Ho und Entwickler Chitwan Saharia posteten bereits Mitte Juli auf Googles AI-Blog zwei miteinander verbundene Ansätze, die die Grenzen der Bildsynthesequalität für Diffusionsmodelle verschieben. Ein Ansatz ist dabei die Super-Resolution via Repeated Refinements, genannt SR3. SR3 ist ein hochauflösendes Diffusionsmodell, das als Eingabe ein niedrig aufgelöstes Bild verwendet und ein entsprechendes hochauflösendes Bild aus dem reinen Bildrauschen erstellt. Also aus den Pixeln, die in Farbe und Helligkeit aufgrund der niedrigen Qualität von denen des eigentlichen Bildes abweichen.

SR3 geht den umgekehrten Weg

Das Modell wird auf einen Bildverfälschungsprozess trainiert, bei dem einem hochauflösenden Bild nach und nach Rauschen hinzugefügt wird, bis nur noch reines Rauschen übrig bleibt. So lernt die künstliche Intelligenz, diesen Prozess umzukehren. Beginnend mit reinem Rauschen wird das Rauschen schrittweise entfernt, um am Ende in Bild mit hoher Auflösung zu erhalten. SR3 ist in der Lage, Gesichter und natürliche Bilder Schritt für Schritt zu verbessern. Angefangen mit Bildern, die über eine Auflösung von gerade einmal vier bis acht Pixeln verfügen, über 64 mal 64 und 256 mal 256 lassen sich Fotos mit dem KI-Modell sogar bis auf 1.024 mal 1.024 hochskalieren.

„Mit SR3 haben wir die Leistung von Diffusionsmodellen bei Superauflösungs- und klassenbedingten Imagenet-Generierungs-Benchmarks auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Wir freuen uns, die Grenzen von Diffusionsmodellen für eine Vielzahl von generativen Modellierungsproblemen weiter zu testen“, schreiben die beiden Wissenschaftler in ihrem Blogeintrag. „Computer, enhance“, bekannt aus Film und Fernsehen, ist jetzt Realität.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder