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Was ist der Unterschied zwischen E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs?

Pedelec mit Mittelmotor und abnehmbarem Akku. (Foto: Shutterstock)
Lesezeit: 9 Min.
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Wenn von elektrischen Fahrrädern die Rede ist, wird gern das Wort E-Bike als eine Art Oberbegriff verwendet. Streng genommen ist das nicht richtig. Wir schauen uns die verschiedenen Definitionen mit ihren jeweiligen Bedeutungen einmal genauer an.

Elektrische Fahrräder befinden sich im Aufwind und setzen sich immer mehr als Pendlerfahrzeuge im urbanen Raum durch. Nicht zuletzt seit der Coronakrise sehen sich Hersteller dieser Fahrrad-Variante mit einer deutlich gestiegenen Nachfrage konfrontiert. Wer sich mit dem Thema E-Bikes beschäftigt, trifft aber schnell auf weitere Begriffe. Das ist nicht verwunderlich, weil E-Bike nur elektrisches Rad bedeutet und keine Vorgaben zu weiteren Merkmalen macht. So gibt es eine ganze Reihe elektrischer Zweiräder.

Allen Formen elektrischer Zweiräder ist gemein, dass sie über einen Elektromotor und eine Batterieeinheit verfügen. Darüber hinaus sind die Unterschiede groß. Wir sortieren für euch.

Das ist ein E-Bike

Die Verwendung des Begriffes E-Bike für elektrische Fahrräder hat sich zwar als Oberbegriff im normalen Sprachgebrauch etabliert, ist aber im Grunde falsch. Denn ein E-Bike bezeichnet eigentlich ein elektrisch angetriebenes Zweirad ohne Tretunterstützung.

Dabei bleibt der Motor dauerhaft an und die Geschwindigkeit wird zumeist über einen Drehgriff am Lenker geregelt. Damit haben sie grundsätzlich mit einem Fahrrad erstmals gar nichts zu tun, sondern stellen eher eine Untermenge der diversen Klassen an Krafträdern dar.

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Elektrische Mofas, Klein- und Leichtkrafträder sowie Motorräder

So wäre ein E-Bike bis zu 25 Kilometern pro Stunde ein Mofa, eines bis zu 45 Kilometern pro Stunde ein Kleinkraftrad (landläufig Moped) und eines darüber ein Leichtkraftrad oder sogar ein Motorrad.

Allen diesen Zweirädern ist gemein, dass sie ein Versicherungskennzeichen brauchen und nur mit einem gültigen Führerschein, das Mofa mit einer Prüfbescheinigung einer Fahrschule sowie unter Tragen eines Helms gefahren werden dürfen. Die Motorradklasse ist zusätzlich steuerpflichtig.

StVO führt eigenes Sinnbild für E-Bikes ein

Tatsächlich bewegen sich auf deutschen Straßen kaum E-Bikes im Leistungsbereich oberhalb von 45 Kilometern pro Stunde. Das vom deutschen Gesetzgeber eigens geschaffene Sinnbild nebst dem Begriff E-Bike (§ 39 Absatz 7 der Straßenverkehrsordnung) bezieht sich daher stets auf „einsitzige zweirädrige Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb, der sich auf eine bauartbedingte Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 Stundenkilometern selbsttätig abregelt“.

E-Bike nach StVO. (Screenshot: t3n)

Das ist von Relevanz, wenn ihr an einem Radweg ein Zusatzschild mit der Aufschrift „E-Bike frei“ findet. In dem Fall dürft ihr auch mit E-Bikes, die ohne eigenes Treten bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnell fahren, solche Wege nutzen. Mit einem konventionellen Mofa, das sich nur durch die Antriebsart vom E-Bike nach StVO unterscheidet, dürft ihr die Radwege keinesfalls nutzen.

Der Markt für Pedelecs wächst rasant

Der Begriff Pedelec, die Abkürzung von Pedal Electric Cycle, ist die richtige Bezeichnung für die gängigen elektrischen Fahrräder mit Tretunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde. Diese Klasse hat einen Marktanteil von über 95 Prozent und ist damit praktisch immer gemeint, wenn jemand von einem E-Bike spricht. Allein im Jahr 2019 wurden 1,36 Millionen Pedelecs in Deutschland verkauft. Das entspricht rund einem Drittel aller verkauften Fahrräder des Jahres 2019 und einer Verdopplung der Zahlen im Vergleich zu 2017.

5,04 Millionen verkaufte Fahrräder zählt der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) für das Jahr 2020. Das entspricht einer Steigerung von weiteren 16,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Noch deutlicher stieg indes der Umsatz. Der erreichte 6,44 Milliarden Euro, was eine Steigerung um 60,8 Prozent im Vergleich zum schon sehr erfolgreichen Jahr 2019 bedeutet.

Für die massive Umsatzsteigerung sind dabei erneut vor allem die E-Bikes verantwortlich. So hatten 2020 38,7 Prozent aller verkauften Fahrräder einen elektrischen Zusatzantrieb. Das entspricht in absoluten Zahlen fast zwei Millionen verkaufter Pedelecs.

Dabei zeigt sich, dass die Kategorie der E-Trekkingbikes, also jener, die sich sowohl für die City wie für den Waldweg eignen, die beliebteste ist. 2020 lag ihr Anteil an den E-Bike-Verkäufen bei 35,5 Prozent.

Am stärksten stiegen allerdings die Verkäufe der E-Mountainbikes. Am Ende reichte es mit einem Anteil von 30 Prozent dennoch nur für den zweiten Platz. Die sogenannten E-City-Bikes oder Urban-E-Bikes vereinen 28 Prozent aller Verkäufe auf sich und erreichen damit Platz 3.

Die ebenfalls erhältlichen E-Rennräder liegen mit einem Anteil von lediglich 0,5 Prozent abgeschlagen hinten. Gleiches gilt für die Klasse der S-Pedelecs. Hier dürften die Gründe aber wohl eher in den Zulassungshürden wie Nummernschild-, Versicherungs- und Helmpflicht liegen.

Seit Beginn des zweiten Quartals 2021 sollen nach Schätzungen des ZIV bereits 7,1 Millionen E-Bikes durch Deutschland fahren. Das entspräche knapp unter zehn Prozent der Gesamtheit aller Fahrräder. Dabei liegt der durchschnittliche Neupreis eines E-Bikes bei 2.975 Euro, der eines konventionellen Fahrrads bei 630 Euro.

Das ist ein Pedelec

Vanmoof S3 in „Light“

Pedelec: Vanmoof Electrified S3 in „Light“. (Foto: Vanmoof)

Auch beim Pedelec, dem elektrischen Fahrrad mit Tretunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, ist – wie im „echten“ E-Bike – ein Elektromotor und eine Batterie verbaut. Hinzu kommt ein Sensor für die Erkennung der Bewegung der Pedalkurbel. Der elektrische Motor schaltet zu, wenn der Nutzer des Pedelecs in die Pedale tritt. Genau das erkennt der erwähnte Sensor.

Ohne eigenes Treten keine Unterstützung

Beim Pedelec gibt der Elektromotor also eine Tretunterstützung dazu und fährt nicht von allein. Eine Ausnahme stellt die bei manchen Modellen verbaute Schiebeunterstützung dar. Hier drücken Nutzer einen am Lenker verbauten Knopf, der den Motor anspringen lässt und das Pedelec mit maximal sechs Kilometern pro Stunde antreibt. So lassen sich die teils schweren Gefährte leicht schieben.

Die Tretunterstützung erfolgt nach Tretkraft, Tretfrequenz und Fahrgeschwindigkeit. So erhält der Nutzer mehr Unterstützung, je stärker und häufiger er in die Pedale tritt.

Diese Motorenpositionen gibt es

Dabei können die Motoren an drei verschiedenen Stellen im Pedelec verbaut sein. Am gängigsten dürfte der sogenannte Mittelmotor sein. Der ist im Bereich der Pedale verbaut und bietet die unmittelbarste Unterstützung, nämlich an der Stelle, an der die Kraft auch vom Nutzer selbst erzeugt wird.

Pedelec mit Mittelmotor, erkennbar an der großen schwarzen Einheit im Pedalbereich. (Foto: Shutterstock)

Alternativ kann der Motor als Radnabenmotor im Vorder- oder im Hinterrad verbaut werden. Je nach Position entsteht dabei allerdings das Gefühl, vom Motor gezogen oder eben geschoben zu werden. Das gefällt nicht jedem. Vor allem der Vorderradantrieb kann wegen der geringeren Gewichtsauflage vorne als schwerer kontrollierbar wahrgenommen werden. Vielfach bringt ein Vorderradmotor deutlich weniger Vortrieb als ein gleich starker Motor an der Hinterachse, weil die geringere Gewichtsauflage auch zu einer schwächer ausgeprägten Zugkraft führt.

Vanmoof S3.

Der Hersteller Vanmoof verbaut seine Motoren in der Vorderradnabe. (Bild: Vanmoof)

Die Motoren dürfen eine maximale Dauerleistung von 250 Watt nicht überschreiten. Die Tretunterstützung muss bei 25 Kilometern pro Stunde enden und kann ansonsten im Rahmen der meist mehrstufigen Unterstützungsintensität vom Fahrer frei gewählt werden.

Der Hersteller Qwic setzt auf den Heckantrieb. (Foto: Qwic)

Darauf solltet ihr bei der Akku-Wahl achten

Bei den Akkus gibt es keine Einschränkungen. Grundsätzlich gilt, dass die Reichweite des Pedelecs mit dem Energieinhalt des Akkus steigt. Dabei weisen die gängigen Modelle heutzutage zumeist eine Batterie mit einem Energieinhalt zwischen 500 und 630 Wattstunden auf. Bei einem Citybike und einem Fahrergewicht um 70 Kilogramm sowie urbaner Topografie können mit einem derartigen Akku realistisch um 120 Kilometer Reichweite (150 Kilometer bei 620 Wattstunden) erreicht werden.

Auf die Herstellerangaben ist wenig Verlass, weil es keine Teststandards gibt, anhand derer man eine herstellerübergreifende Vergleichbarkeit herstellen können. So definiert sich jeder eine für ihn passende Reichweite anhand unterschiedlicher Kriterien. Letztlich ist das nicht unverständlich, denn schon Nebenfaktoren wie der Reifendruck oder die Außentemperatur können die erreichbare Reichweite um zweistellige Prozentwerte erhöhen oder vermindern.

Die Akkus gibt es handelsüblich mit 36 oder 48 Volt. Dabei wird die 36-Volt-Batterie am häufigsten eingesetzt. Für den Kaufinteressenten spielt der Energieinhalt die größere Rolle.

Cowboy 3 (2020)

Den Akku des Cowboy kann man entnehmen und flexibel daheim laden. (Foto: Cowboy)

Kaufentscheidend kann zudem sein, ob der Akku des Pedelecs entnehmbar oder fest verbaut ist. Bei einem fest verbauten Akku muss der Nutzer das Pedelec stets in Gänze in die Nähe einer Steckdose bewegen. Ein entnehmbarer Akku kann hingegen auch in der Wohnung im vierten Stock oder im Büro bequem nebenbei geladen werden.

Zudem ist ein entnehmbarer Akku, wenn er denn entnommen wird, ein Faktor, der den Diebstahl des Pedelecs unattraktiver macht. Das Pedelec ist so nicht brauchbar und gleichzeitig ist der Akku eines der teuersten Elemente an einem elektrischen Fahrrad. Für kurze Zwischenstopps sollte bei Pedelecs mit entnehmbaren Akkus allerdings darauf geachtet werden, dass sie mit einem Schloss verriegelt werden können. Ansonsten müsstet ihr den Akku wirklich stets und ständig mitnehmen, wenn ihr das Rad auch nur kurz irgendwo abstellen wolltet.

Bei Anbietern von Pedelecs mit fest verbauten Akkus geht der Designtrend zu langen schlanken Akkus, die im Rahmen kaum auftragen, sodass das Pedelec optisch einem konventionellen Fahrrad ähnlich bleibt. Auch das ist natürlich eine passive Form des Diebstahlschutzes. Besonders wenig tragen die Akkus beim neuen Vanmoof S3 oder dem aktuellen Möve Airy auf.

 

Das Möve E-Fly Airy. (Foto: Möve)

Das Laden moderner Traktionsbatterien erfolgt elektronisch gesteuert und dauert typischerweise zwischen 2,5 und 6 Stunden – je nach Hersteller und eingesetzter Technik. Der Begriff der Traktionsbatterie bezeichnet dabei einen Energieträger, der aus einer Vielzahl zusammengeschalteter Akkublöcke besteht und so konstruiert ist, dass er schnell hohe Energien freisetzen kann, was dem Anforderungsstandard elektrischer Fahrzeuge entspricht.

Pedelecs eignen sich optimal für das urbane Pendeln. (Foto: Cowboy)

Moderne Akkus erreichen etwa 1.000 Ladezyklen, bevor sie an Kapazität verlieren. Die Lebensdauer lässt sich verlängern, indem ihr die Akkus nicht komplett entleert und danach komplett aufladet, sondern sie immer wieder teilladet. Komplettentladungen schaden der Haltbarkeit, wie auch das längere Lagern komplett voller oder komplett leerer Akkus. Müsst ihr euren Akku über längere Zeit ungenutzt aufbewahren, sollte das am besten im Ladezustand um 50 Prozent erfolgen.

Rechtliche Anforderungen

Pedelecs gelten rechtlich als Fahrräder und dürfen ohne Führerschein, ohne Versicherung und ohne Helm von jedermann ungeachtet des Alters gefahren werden. Das Nutzen von Fahrradwegen ist dementsprechend zugelassen, teils sogar pflichtig.

Ist ein Radweg durch ein blaues Verkehrsschild mit weißem Fahrrad gekennzeichnet, so besteht eine Benutzungspflicht. Das gilt auch bei kombinierten Geh- und Radwegen. Radfahrer dürfen sich in diesem Fall nicht alternativ für die Straße entscheiden und können bei Nichtbeachtung mit mindestens 20 Euro Bußgeld belegt werden.

Das Mitnehmen weiterer Personen oder die Verwendung als Zugmaschine für Anhänger ist nicht erlaubt. Wegen der erhöhten Unfallgefahr durch das teils ungewohnte Beschleunigen empfehlen Experten die Nutzung eines Pedelecs nicht unter 14 Jahren.

Chargercube: Dieser Ladecontainer kann nahezu überall eingesetzt werden. (Grafik: Linuz)

Das ist ein S-Pedelec

Beim S-Pedelec handelt es sich um ein Speed Pedal Electric Cycle, also ein schnelles Pedelec. Das S-Pedelec funktioniert genauso wie das Pedelec, weshalb die meisten bis hierhin gegebenen Informationen auch für das S-Pedelec gelten.

Tretunterstützung bis 45 Kilometer pro Stunde

Der wesentliche Unterschied zum normalen Pedelec ohne S ist der Umstand, dass die Tretunterstützung hier bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometer pro Stunde aktiv bleiben darf, bevor sie abschalten muss. Daraus ergeben sich auch rechtliche Anforderungen.

Direktantrieb mit Rekuperation oder Freilauf?

Aufgrund der höheren Geschwindigkeit sind die S-Pedelecs neben den E-Bikes die Zweiräder, die sinnvoll mit Rekuperation arbeiten können. Rekuperation meint die Rückgewinnung von Energie aus dem Bremsvorgang. Ähnlich wie bei einem Dynamo wird die kinetische Energie beim Bremsvorgang rekuperiert, also in elektrische Energie zum Laden umgewandelt. Voraussetzung dafür ist ein Radnabenmotor als Direktantrieb, also ohne Freilauf.

Diese Form des Antriebs hat den Nachteil, dass Fahrer über die unterstützte Geschwindigkeit hinaus gegen eine Art Widerstand antreten müssen. Bei normalen Pedelecs ist der Verzicht auf den Direktantrieb und das Schalten in den sogenannten Freilauf nach Erreichen der maximalen Tretunterstützung noch wichtiger, denn 25 Kilometer pro Stunde sind schnell erreicht.

Wer also ein Pedelec oder ein S-Pedelec kaufen will und dabei davon ausgeht, dass er Geschwindigkeiten oberhalb der maximalen Tretunterstützung erreichen wird, sollte darauf achten, eines mit Freilauf zu erwerben. Das gilt umso mehr, weil der Reichweitengewinn über die Rekuperation nach diversen Tests maximal um die elf Prozent beträgt. Da empfiehlt sich eher der Einsatz eines Akkus mit höherem Energieinhalt.

Rechtliche Anforderungen

In S-Pedelecs dürfen Motoren mit bis zu 500 Watt Dauerleistung verbaut werden. Die Fahrgeschwindigkeit ohne eigenes Treten durch den Fahrer darf 20, bei Tretunterstützung 45 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten. Diese höheren mit elektrischer Unterstützung zu erreichenden Geschwindigkeiten haben Konsequenzen.

So dürfen S-Pedelecs nur mit dem sogenannten Rollerführerschein der Klasse AM oder einem Äquivalent dazu und damit erst ab 16 Jahren (in manchen Bundesländern ab 15) gefahren werden. Pflicht ist ebenso eine Versicherung (rund 70 Euro pro Jahr) nebst entsprechendem Kennzeichen sowie das Tragen eines „geeigneten“ Helms. Nicht erlaubt ist die Nutzung der Radwege. S-Pedelecs dürfen nur auf der Straße gefahren werden.

Mit der S-Pedelec-Regelung ist nicht zu spaßen

Die S-Pedelec-Regelung hatten im Jahr 2020 Kunden des niederländischen Herstellers Vanmoof auf unangenehme Weise erfahren müssen. Der Hersteller verkauft seine Modelle in Europa und in den USA. In den USA darf ein Pedelec bis zu 32 Kilometer pro Stunde schnell sein, bevor es abriegeln muss.

Ebendiese Einstellung des Grenzwertes hatte Vanmoof per App den Nutzern des Fahrrads überlassen. So konnten auch Pedelec-Fahrer in Deutschland den sogenannten US-Modus einstellen und sich die Tretunterstützung bis 32 Kilometer pro Stunde sichern.

Vanmoof hatte dabei ausdrücklich davon abgeraten, den US-Modus einzustellen, die Funktion aber offengelassen. Das hatte dazu geführt, dass sich die deutschen Polizeibehörden verstärkt für die niederländischen E-Bikes interessierten. Denn allein die Möglichkeit, das Pedelec auf die höhere Tretunterstützung einstellen zu können, machte aus den Bikes rechtlich sogenannte S-Pedelecs. Nach einigem Hin und Her hatte Vanmoof im November 2011 ein Update für seine Pedelec-App gebracht, die den US-Modus aus der Auswahl entfernte.

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2 Kommentare
Oliver Eloo
Oliver Eloo

Danke für den Artikel.
Als S-Pedelec-Fahrer wird man häufig durch Autofahrer bedrängt und beleidigt. Besonders wenn auch eine Fahrradweg vorhanden ist. Jeder Artikel der hilft S-Pedelecs bekannter zu machen hilft dabei Autofahrer aufzuklären.

Leider wird vom Verkehrsministerium bis heute nicht beachtet, dass ein S-Pedelec zwar eine Trittunterstützung bis 45kmh bietet, die meißten jedoch langsamer unterwegs sind. Sie also auch auf dem Radweg weniger Gefahr darstellen als so einige Rennradfahrer.

Besonders schön sind Situationen auf schlecht einsehbaren Landstraßen. Kommt hier noch eine Steigung dazu, sind die meißten S-Pedelecfahrer eher mit einer Geschwindigkeit um die 10 kmh unterwegs und müssen trotzdem auf der Straße fahren.
Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass ein Autofahrer daran denkt, dass sich hinter der nächsten Kurve ein S-Pedelecfahrer mit dieser Geschwindigkeit befindet?

Antworten
Heinz-Günter Weber
Heinz-Günter Weber

Eine kleine Ergänzung: Das mit „maximal 250 Watt Leistung“ beim Pedelec-Motor müsste genauer „maximal 250 Watt Dauerleistung“ oder „… Nenndauerleistung“ heißen. Denn einzelne Leistungsspitzen sind erlaubt, das kann bis 500 Watt oder sogar etwas mehr Spitzenwattabgabe gehen. Die zugelassenen 250 Watt beziehen sich auf eine EU-Verordnung von 2013. Als Nenndauerleistung ist die „höchste 30-Minuten-Leistung“ definiert, die ein elektrisches Antriebssystems bei Gleichspannung über einen Zeitraum von 30 Minuten im Durchschnitt abgeben kann.

Antworten

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