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Qualcomm versus Apple – ein chinesisches Gericht verhängt Verkaufsverbot für iPhones in China

Apple iPhone X. (Foto: t3n)

Qualcomm hat vor einem chinesischen Gericht ein Import- und Verkaufsverbot für die meisten Apple-iPhones erwirkt. Ob die Entscheidung praktische Auswirkungen hat, ist aber unklar.

Hat Qualcomm in seinem seit Monaten währenden Patentkrieg gegen Apple einen Zwischensieg errungen? Ein chinesisches Gericht in der Hafenstadt Fuzhou hat zwar ein Import- und Verkaufsverbot gegen mehrere iPhone-Modelle verhängt. Ob die am Montag bekannt gewordene Entscheidung überhaupt praktische Auswirkungen hat, ist aber mehr als fraglich. Apple zufolge bleiben alle iPhone-Modelle in China auf dem Markt. Der iPhone-Hersteller hat Berufung gegen das Urteil eingelegt, wie CNBC berichtet.

Import und Verkauf vieler älterer iPhones in China verboten

Zuvor hatte Qualcomm in einer Mitteilung verkündet, dass Import und Verkauf der iPhone-Modelle iPhone 6S, iPhone 6S Plus, iPhone 7, iPhone 7 Plus, iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X in China untersagt seien. Apple habe zwei Patente des Chipkonzerns verletzt. Bei diesen Patenten geht es laut Qualcomm um die Änderung der Bildgröße sowie das Management von Anwendungen per Touchscreen. Weitere Patentklagen gegen Apple seien in China und anderen Ländern anhängig.

Apple reagierte vorerst gelassen auf den Gerichtsentscheid. Der iPhone-Konzern erklärte die Patentklagen zu einem „verzweifelten Akt eines Unternehmens, dessen Praktiken von Regulierungsbehörden rund um den Globus untersucht“ würden, wie CNBC schreibt. Die fraglichen Patente beträfen Apple zufolge ausschließlich die 2017 veröffentlichte Betriebssystemversion iOS 11. Die nicht mehr betroffene Nachfolgeversion ist aktuellen Zahlen zufolge aber schon auf 70 Prozent aller iOS-Geräte installiert. Die neuesten iPhone-Modelle sieht Apple gleich gar nicht als betroffen an.

iPhone Xs und Xs Max in Bildern
Das iPhone Xs von hinten. (Bild: Apple)

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Vorerst konnte Apple die Anleger offenbar nicht beruhigen. Nach Bekanntwerden des schon vor einigen Tagen gesprochenen Urteils am Montag gaben die Apple-Aktien um rund zwei Prozent nach, während jene von Qualcomm um mehr als drei Prozent zulegten. Manche Beobachter gehen übrigens davon aus, dass das Urteil gegen den US-Hersteller nicht zuletzt mit dem sich zuspitzenden Handelsstreit zwischen den USA und China zu tun haben könnte.

iPhones: Auch deutsches Gericht entscheidet über mögliches Verkaufsverbot

Aber auch in Deutschland wird es in wenigen Tagen zu einem erneuten Schlagabtausch zwischen den US-Konzernen kommen. In München soll am 20. Dezember über ein von Qualcomm gefordertes Verkaufsverbot von iPhones in Deutschland geurteilt werden, wie die FAZ berichtet. Auch hierzulande geht es um die angebliche Verletzung diverser Patente.

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