Ratgeber

Employer Branding: Was eine gute Arbeitgebermarke wirklich ausmacht

(Foto: Shutterstock-Imtmphoto)

Früher mussten sich die Bewerber ins Zeug legen, um eine Stelle zu ergattern. Heute buhlen die Unternehmen um sie. Umso wichtiger ist eine starke Arbeitgebermarke. Doch was macht sie wirklich aus?

Volkswagen spürt immer noch die Nachwirkungen der Diesel-Affäre
und hat in nur drei Jahren die Hälfte seiner Bewerber verloren. Kein Einzelfall in Zeiten, in denen die Bewerbungswelt Kopf steht: Ohne Arbeitgebermarke geht kaum noch etwas am Arbeitsmarkt, insbesondere bei den Bewerbern zwischen 18 und 35 Jahren, den sogenannten Millennials. Früher mussten sich die Bewerber ins Zeug legen, um eine Stelle zu ergattern. Heute buhlen stattdessen die Unternehmen um sie.

Im Zuge des War for Talents müssen sich Unternehmen neu ausrichten und mehr bieten als ein attraktives Gehaltspaket, flexible Arbeitszeiten und gute Aufstiegsmöglichkeiten. Die Generationen Y und Z erwarten ebenso, dass Unternehmen Haltung zeigen und werteorientiert handeln. Umso wichtiger, dass Employer-Branding nicht nur als reine Personalmarketingmaßnahme mit leeren Buzzwords verstanden wird. Eine gute Arbeitgebermarke kann nur noch durch verantwortliches Unternehmertum und eine konsequente Führungs- und Unternehmenskultur überzeugen.

Warum Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit und Corporate-Social-Responsibility (CSR) gewinnen im Employer-Branding zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Unternehmen, die CSR-Maßnahmen umsetzen, von Nachwuchskräften als potenzieller Arbeitgeber stärker und positiver wahrgenommen werden. Das verwundert nicht, denn sie bilden die ideale Grundlage für eine wertebasierte Arbeitgebermarkenstrategie, die soziale, ökologische sowie ökonomische Aspekte zugleich berücksichtigt.

Mit Nachhaltigkeitsengagement demonstrieren Unternehmen, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen, stärken somit die internen Unternehmenswerte und tragen damit auch ein authentisches Bild nach außen. Durch eine werteorientierte Unternehmenskultur können entscheidende Vorteile bei der Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung gewonnen werden.

Immerhin bietet eine unverwechselbare Unternehmensidentität die Möglichkeit, sich optimal gegenüber den Wettbewerbern hervorzuheben. Darüber hinaus wird das Mitarbeiter-Commitment gefördert. Mitarbeiter arbeiten in der Regel besser und sind motivierter, wenn sie sich mit den Unternehmenszielen, -werten sowie dem entsprechenden Handeln identifizieren können. Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Unternehmensstrategie wird auf Dauer die Produktivität der Mitarbeiter effektiv erhöhen und somit auch den Erfolg des Unternehmens mitbestimmen.

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3 Kommentare
Max
Max

Gibt es auch Zahlen dazu, dass VW die Hälfte der Bewerber verloren hat oder zumindest eine Info, woher der Autor diese Zahl hat? Wäre auch cool, wenn der Autor den „Erklärungsversuch“, den er zu Beginn ankündigt, noch nachreichen würde. So liest sich der Text einfach wie ein Werbetext für eine „Employer Branding“-Agentur.

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Daniel Hüfner

Hi Max,

völlig berechtigte Kritik. Ich habe den Artikel mal entsprechend angepasst und auch einen Verweis auf die Bewerberzahlen von Volkswagen eingefügt. Da ist uns in der Artikelvorbereitung ein Fehler unterlaufen. Bitte entschuldige den Fehler.

Hab trotzdem ein schönes Wochenende und beste Grüße

Daniel

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Maja W
Maja W

Hallo,

ich würde auch gerne wissen, welche Studie bestätigt, dass Unternehmen, die CSR-Maßnahmen umsetzen, stärker wahrgenommen werden.

Danke und LG
Maja

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