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Vollautonomes Fahren: Level-5-Technologie kommt laut Elon Musk noch dieses Jahr

Tesla-CEO Elon Musk. (Foto: dpa)

Lesezeit: 2 Min.
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Elon Musk drückt beim autonomen Fahren auf die Tube. Dem Tesla-Chef nach soll die Level-5-Technologie schon ab Ende 2020 einsatzbereit sein. Dem vollautonomen Fahren stehe kaum mehr etwas im Wege.

Tesla-Chef Elon Musk zufolge steht die Möglichkeit zum vollautonomen Fahren offenbar kurz bevor. Schon Ende des Jahres soll die entsprechende Technologie, das Tesla-System „Full-Self-Driving-Suite“, mit allen notwendigen Features zur Verfügung stehen, wie Teslarati berichtet. Das System für vollautonomes Fahren, für das Tesla seit dem 1. Juli 7.500 statt wie zuvor 6.300 Euro verlangt, kann schon jetzt beim Kauf eines Tesla erworben werden. Die Features werden dann jeweils nachgereicht, wenn sie fertig sind.

Elon Musk: Kaum mehr Hürden für Level 5

In einer Videobotschaft für die KI-Konferenz WAIC (World Artificial Intelligence Conference) in Schanghai betonte Musk zudem, dass er für das vollautonome Fahren nach Level 5 kaum mehr nennenswerte Hürden sehe. Level 5 ist die letzte Stufe auf dem Weg zum autonomen Fahren. Hierbei übernimmt das entsprechend ausgestattete Fahrzeug die komplette Steuerung, das Eingreifen eines menschlichen Fahrers wäre nicht mehr notwendig.

Musk zufolge könnten die meisten verbleibenden Herausforderungen jetzt direkt auf der Straße angepackt werden. Nur so könne das System lernen, wie es mit wenig vorhersagbaren Situationen umgehen soll. Solche ungewöhnliche Situationen ließen sich mit Simulationen kaum in den Griff bekommen. „Nichts ist komplexer und seltsamer als die reale Welt“, so Musk. Bevor Tesla-Fahrer sich allerdings komplett auf die Fahrkünste ihres Autos verlassen können, müssen neben den technologischen Herausforderungen auch noch die rechtlichen Beschränkungen aufgelöst werden.

Deutschland arbeitet an rechtlichen Voraussetzungen

In Deutschland etwa ist ein vollautonomes Fahren außerhalb eigens festgelegter Bereiche wohl auf längere Sicht nicht möglich. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD 2017 immerhin darauf geeinigt, „die rechtlichen Voraussetzungen für vollautonome Fahrzeuge (Stufe 5) auf geeigneten Infrastrukturen schaffen“ zu wollen. Das solle bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 geschehen. Ein Arbeitsentwurf soll jetzt vorliegen, schreibt das Handelsblatt. Eine der Voraussetzungen für vollautonomes Fahren ist zudem die Versorgung mit 5G-Mobilfunk. In Deutschland sollen urbane Räume und Hauptverkehrswege bis 2025 mit dem neuen Mobilfunkstandard abgedeckt sein.

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7 Kommentare
Filipe
Filipe

Hi Jörn,

der Begriff „vollautonom“ ist so nicht korrekt. Das automatisierte Fahren wird in den fünf Stufen unterstützt bzw. assistiert, teilautomatisiert, hochautomatisiert, vollautomatisiert und autonom unterschieden.

Der ADAC erläutert dies anschaulich: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/autonomes-fahren/grundlagen/autonomes-fahren-5-stufen/

Leider wird Elon mit diesen Meldungen weiterhin dafür sorgen, dass Tesla-Fahrer tatsächlich glauben, dass ihr Fahrzeug Level 4 oder sogar 5 automatisiert fährt, was allerdings aus technischer Sicht nicht der Fall ist. Das Übertragen der Sicherheitsverantwortung beim Beta-Testen der Assistenzsoftware auf den jeweiligen Fahrer wird vermutlich für weitere Opfer sorgen…

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Jürgen
Jürgen

Nur Idioten lassen sich von einer KI fahren.

Wirklich, es ist erstaunlich, wie schlecht Menschen ihre Risiken einschätzen können.

Wird das autonome Fahren zu 99,999% sicher sein? – Natürlich wird es das.

Und was ist mit den verbleibenden 0,001%? – Muss ich damit leben?

Nein, ich habe keine Probleme damit, dass mein Handy und mein PC in unregelmäßigen Abständen streiken oder gleich ganz den Geist aufgeben. Aber nicht bei einem 2 Tonnen schweren Gerät, dass mit 130 über die Autobahn fährt.

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Tanja Dober
Tanja Dober

Beim Autopilot für Flugzege gibt es einen gravierenden Unterschied: der Flugverkehr ist von vorne herein absolut reguliert, es gibt keine Raser, keine Spur-Springer oder Linke-Spur-Reiter und auch keine Fussgänger, die plötzlich vor’s Flugzeug laufen. Der Autopilot übersteuert offensichtlich fehlerhafte Entscheidungen des Piloten bezüglich relativ einfacher Systemvorgaben (Steigwinkel, Sinkgeschwindigkeit, o.ä.).
Ich wäre dafür dass man Elon Musk für eine Testphase von ca. 5 Jahren dazu zwingt, dort, wo sein Elektroschrott herum rollt, als Fußgänger unterwegs zu sein – am besten noch mit Bräunungscreme behandelt, damit er einmal sieht, was seine Autos von „Black Lives Matter” halten …

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Josef
Josef

Der Autopilot im Flugzeug steuert ja auch zu 95% der Zeit. Der Autopilot darf sogar Befehle des Piloten zu übersteuern! Zur Sicherheit der Passagiere versteht sich.

Wenn also bei Flugzeugen bereits seit einigen Jahren der Autopilot der bessere Pilot ist, warum sollte das beim Auto nicht auch bald der Fall sein?

Über kurz oder lang wirst du wohl damit leben müssen, dass die KI dich durch die Gegend fährt. Die Sache ist nämlich ganz einfach: sobald KIs die besseren Fahrer sind, werden Versicherungen nicht mehr für Schäden aufkommen, wenn Menschen am Steuer sitzen. Dann kannst du es dir aussuchen – unversichert selbst fahren, oder sicher sowie versichert mit der KI.

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Christian
Christian

Häh? Wieso ist 5G die Voraussetzung für autonomes Fahren? Das ist und bleibt ein falsches Gerücht. Das Auto soll doch „autonom“ fahren. Wozu soll 5G notwendig sein`? Zur Fernsteuerung? Dann wäre es ja nicht autonom. Ein Auto muss auch im Funkloch funktionieren und rechtzeitig bremsen. Auch Tesla spricht doch nicht von 5G als Voraussetzung, oder?

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Christian
Christian

@Filipe: Tesla spricht explizit von Stufe 5.

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Roma
Roma

Es sind „Basics“ für Level 5 in diesem Jahr möglich, also kein richtiges Level 5, da es hierfür noch einiges benötigt, auch rein rechtlich schon.
Wenn so einfache Sachen schon nicht verstanden werden, dann wundert es mich auch nicht warum so mancher Otto-Normalo nicht versteht für was der Begriff „Autopilot“ steht, oder „volles Potenzial“.
Nicht nur dass Menschen keine Verantwortung mehr tragen können/wollen, nein, sie verlernen auch die Sprache und Bedeutungen.

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