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Wasserstoff statt Elektro? Armin Laschet glänzt vor Elon Musk mit Unkenntnis

Tesla-Boss Elon Musk weilt aktuell auf der Gigafactory-Baustelle in Grünheide. Auch CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet schaute vorbei und zeigte, dass er in Sachen Zukunft der Mobilität noch nicht ganz so gut informiert zu sein scheint.

1 Min. Lesezeit
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Kanzlerkandidat Armin Laschet. (Foto: 360b / Shutterstock)

Elon Musk und Armin Laschet treffen sich auf der Gigafactory-Baustelle von Tesla in der Nähe von Berlin, um über den Autobau der Zukunft zu fachsimpeln. So zumindest die Theorie. Gegenüber der Presse zeigte der Parteivorsitzende der CDU Laschet allerdings wiederholt, dass er dann doch nicht tief genug im Thema drinsteckt, um eine Diskussion mit E-Auto-Pionier Musk anleiern zu können.

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Laschet fragt Musk nach der Zukunft des Autos und will ihm direkt ein paar Beispiele mit auf den Weg geben. Wasserstoff zum Beispiel. Als dieses Wort fällt, winkt Musk bereits ab und fällt Laschet ins Wort. Wasserstoff sei verschwendete Zeit, so der Unternehmer und fängt herzhaft an zu lachen. Mit solch einer Reaktion scheint Laschet nicht gerechnet zu haben, denn er wechselt vom Englischen ins Deutsche, um den Pressevertretern zu erklären, dass es hier einen wissenschaftlichen Streit geben würde. Der Streit zwischen Wasserstoff und Elektro ist allerdings kein wissenschaftlicher, wie Laschet behauptet, sondern lediglich einer zwischen Interessengruppen, die möglichst von der Abkehr des Verbrenners profitieren wollen.

Die Zukunft ist elektrisch

Dass das Wasserstoffauto keine Zukunft hat, zeigt schon der Vergleich mit dem Elektropendant: Ein modernes Elektroauto bringt etwa 70 bis 80 Prozent einer Kilowattstunde Strom als Antriebsleistung auf die Straße, während die Wasserstoffvariante etwa doppelt bis dreimal so viel Strom für die gleiche Strecke verbraucht.

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Auch die Kosten der notwendigen öffentlichen Infrastruktur sowie Wartungs- und Anschaffungskosten sind höher als bei einem Elektroauto. Kein Wunder also, dass führende Hersteller wie Volkswagen das E-Auto bereits als alternativlos bezeichnen und sich vom Wasserstoffauto abgewendet haben. Das hat Herr Laschet, der übrigens selbst Elektroauto fährt und es dennoch nicht als Fahrzeug der Zukunft sieht, vielleicht noch nicht mitbekommen.

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33 Kommentare
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Dein t3n-Team

Bande

Ich bin ja kein Fan von Laschet, aber ich muß feststellen, man darf hier keine andere Meinung bhaben als die der Autoren der Berichte, sonst wird man sofort niedergemacht.

Antworten
xordinary

Doch, du darfst eine abweichende Meinung haben. Was du nicht darfst, ist zu behaupten, es gäbe bei diesem Thema unterschiedliche wissenschaftliche Fakten. Denn die sind eindeutig. Wenn du findest, dass Fakten nicht so wichtig sind, dann hast du dieses Recht.

Das Recht, dass man dich allerdings nicht darauf hinweist, dass deine Meinung Unsinn ist, hast du definitiv nicht.

Antworten
Timo

Was Sie meinen ist „ich will meine Meinung sagen ohne das mich dafür jemand kritisiert oder berichtigt“. Aber wenn Sie Ihre Meinung sagen, darf jeder auch seine Meinung zu Ihrer äußern. Oder wollen Sie anderen deren Meinungsäußerung verbieten?

Antworten
Jörg

Nein, hier (und auch in Kommentaren in Sozialen Netzwerken) wird postuliert, dass Elektro die Zukunft sei, Wasserstoff keine Rolle spiele und Armin Laschet sich als Unwissend geoutet habe. Elon Musk ist für Überraschungen gut und hätte er geantwortet, dass seine Unternehmensgruppe auch an anderen Antrieben forschen würde, wäre das eine spannende Erkenntnis. Aber er ist eben auch Geschäftsmann und sein Business in Grünheide sind klar Elektroautos.

Wasserstoffantriebe sind weniger effizient als Elektromotoren – vor allem, weil so viel Energie nötig ist, um den Wasserstoff herzustellen. Ein Nachteil ist auch die Schwierigkeit der sicheren Aufbewahrung. Aber Wasserstoff können wir endlos produzieren. Wir haben kein Rohstoff- und Recyclingproblem wie bei den Akkus. Und wenn wir die Produktion von Wasserstoff mit erneuerbaren Energiequellen durchführen, dann fällt der geringere Effizienzgrad weniger ins Gewicht. Zum Tragen kommt dann eher der Vorteil der schnellen Betankung gegenüber dem langen Batterieladen.

Ich weiß nicht, ob Wasserstoffantriebe die Zukunft des Individualverkehrs sein werden. Aber ich halte es nicht für dumm, sich diese Frage zu stellen.

Und der im Artikel angesprochene VW-Konzern, für den das E-Auto alternativlos sein soll, forscht mit seiner Tochter Audi durchaus auch an Wasserstoff-Antrieben.

1typ

Was ein Quatsch hier verbreitet wird, ist einfach ungeheuerlich. Wenn das e-Auto nicht so maßlos subventioniert werden würde, wäre Wasserstoff in der Tat eine bessere Alternative zum Verbrenner, als es das e-Auto je sein könnte. Verbrennermotoren kann man dann nämlich kostengünstig umrüsten, Elektroautos hingegen müssen in Gänze neu angeschafft werden. Ob es wirklich preiswerter ist Ladestationen aufzustellen und die Stromkabel neu zu verlegen, als bestehende Tankstellen umzurüsten, ist fraglich. Elektromobilität ist in jedem Fall nicht die rundum-sorglos-Lösung, als welche sie hier präsentiert wird.
Der Königsweg wäre eine Kombination aus Elektromotor und Wasserstoff, aber dank der Ideologie in der Debatte, bleiben wir wahrscheinlich noch sehr lange suboptimal. Dieser Textbeitrag trägt seinen Teil dazu bei.
Wer sich Mal schlau machen will, was die Kombination von verschiedenen neuen Antriebsarten möglich macht, sieht sich folgendes an: https://www.youtube.com/watch?v=G3iKJ4IMick

Antworten
Joerg

Eine Wasserstofftankstelle ist eine völlig andere Technologie als die für einen Flüssigkraftstoff wie Benzin oder Diesel. Man muss das Gas ja erst auf 800 Bar verdichten, damit es vom Volumen in ein Auto passt.
Der Tank im Auto ist auch nicht ohne, die beiden in Serie erhältlichen Wasserstoff-PKWs Hyundai Nexo und Toyota Mirai sind daher um diese Tanks herum konstruiert. Die Tanks sind groß und müssen bestmöglich vor Crash-Einwirkungen geschützt werden.
Von einer zulassungsfähigen Umrüstung eines Benzin- oder Diesel-PKWs habe ich noch nie gehört.
Aber selbst wenn das alles gelöst wird, das Hauptproblem beim Wasserstoffliegt wo anders, in der Herstellung. Wenn man dieses CO2-neutral herstellt, steckt man etwa die dreifache Energie hinein, um die gleiche Strecke zurückzulegen, wie mit einem batterieleketrischen Fahrzeug. Auch das kann man natürlich machen, aber dann muss man auch drei mal so viele Windkraftanlagen und Solaranlagen finanzieren.

Antworten
1typ

Na gut, dann lassens sie uns weiter unsere Nachbarländer wie Frankreich und Polen dafür bezahlen, dass sie unseren Grünen Strom aus der Windenergie bei Leistungsspitzen abnehmen, während wir deren Kohle- bzw. Atomstrom teuer hinzukaufen, weil wir unseren Überschuss nicht speichern können.
Ganz Recht gelesen: wir bezahlen die Nachbarstaaten dafür, dass sie unseren Überschuss nehmen, weil sonst unser Netz zusammenbrechen würde. Das nennt man wohl eine lose-lose-situation. Ich bin nicht sicher, ob es verglichen mit der derzeitigen Praxis ein Nachteil wäre das dreifache an Energie in die Herstellung von Wasserstoff zu stecken. Außerdem fällt in der Chemieindustrie auch Wasserstoff als Abfallprodukt an, was bisher oft ungenutzt verbrannt wird.
Früher war Deutschland Mal führend in der Chemieindustrie, aber wenn man erwartet, dass sich diese Industrie in absehbarer Zeit aus Deutschland zurückzieht, ist das natürlich auch wieder ein Grund der gegen den Wasserstoffantrieb spricht.

Denken sie eigentlich, dass man für elektrische Ladestation keine Leitungen legen muss und keine Anlagen bauen muss? Und die Batterien entstehen CO2-Neutral im Ausland?

Die Elektromobilität wird hier nicht objektiv bewertet mit all ihren schwächen und Nachteilen über die die Milliarden an Subventionen bisher hinwegtäuschen.

Sascha Müller

Die Zahlen der Batteriebetriebenen Autos im Punkto eefizienz mögen besser sein.
ABER, nicht in punkto praktikabilität. Das vollladen dauert stunden. Die Reichweite stört mich dabei nichtmal, aber ich kann nicht, zugegeben im Extremfalls mit meinem Wohnwagengespann stundenlanng im zweifel 2 oder gar 3 Ladesäulen belegen. Ich habe es ausprobiert und mir einen gebrauchten E-Golf gekauft. Ich habe es auf mich genommen 1700m zur Ladesäule zu laufen. Meine Nachbarn beschwerten sich als ich eine 50m Kabeltrommel über den Gehweg und Straße gelegt habe. Als ich mal nicht laden konnte habe ich das dreksding in meine Garge schleppen lassen und da stand das ding dann 4 Monate weil ich es nicht laden konnte. Ich habe mich dann entschieden das ding verschrotten zu lassen. ich war so wütend. aber dann der nächste Schreck. niemald wollte das dreksteil abholen…… Ich habe nun endlich wen gefunden der das ding abholen und entsorgen wird. Für mich ist das Thema Batteribetriebene Elektroautos durch. Wasserstoff ist durch seine Transportabilität und praktikabilität einfach im Vorteiul. Wie damals auch Videos 2000ß oder Betamax besser waren. Trotzdem hat sich VHS durchgesetzt.

GB

Stimmt nicht ganz … die normale Elektrolyse ist in der Tat weniger effizient, aber derzeit sind einige Entwicklungen im Gange, mit Tricks und Katlysatoren Wasserstoff erheblich effizienter zu erbrüten, zum Teil direkt aus Sonnenenergie oder auch pflanzlich/bakteriell z.B.

Timo

„Was ein Quatsch hier verbreitet wird, ist einfach ungeheuerlich“ Damit meinen Sie wohl alles was von Ihnen nach diesem Satz kommt. Denn das ist ziemlich peinlich.

Nur mal eine Frage: Da für die Gewinnung von Wasserstoff bis zur Tankfüllung 3x mehr Energie benötigt wird wie für elektrische Autos, wo denken Sie dann die dafür erforderlichen Windräder hinzustellen? In Ihren Garten? Vor allem wenn es JETZT schon Probleme mit dem Ausbau gibt.

Und Umrüsten? Ja ne ist klar. Wenn es so einfach wäre und die Autobauer die Kapazitäten und Lust dazu gehabt hätten, hätten Sie bereits heute eine Umrüstung auf neue Motoren anbieten können. Ist genau das gleiche wie beim modularen Smartphone, welches eine Todegeburt war. Theoretisches, praxisfernes fachsimpeln das von der Wirklichkeit überholt wird. Denn Wasserstoff ist ein solches flüchtiges Element das sich das niemals mit ein bisschen herumwerkeln TÜV-sicher umrüsten lässt ohne das Energie verloren geht. Neue Technologien müssen von Grund auf konzipiert werden.

„Ob es wirklich preiswerter ist Ladestationen aufzustellen und die Stromkabel neu zu verlegen, als bestehende Tankstellen umzurüsten, ist fraglich.“ Meine Güte. Sie haben sich ja nicht einmal ansatzweise informiert. Sie glauben ernsthaft das normale Benzintanks sich einfach so mit Wasserstoff füllen lassen? Das können Sie wirklich nicht ernst meinen.

Und zum Preis:
Zitat: „Experten schätzen die Kosten für den Bau einer Wasserstofftankstelle derzeit auf etwa eine Millionen Euro.“ https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/130-wasserstoff-tankstellen-ausbau/
Zitat: „Eine Wasserstofftankstelle soll etwa eine bis 1,5 Millionen Euro kosten.“
https://www.focus.de/auto/elektroauto/brennstoffzelle-und-wasserstoff-autos-zwischen-wahn-und-wirklichkeit-wer-die-brennstoffzelle-wirklich-ausbremst_id_4792817.html
Da gibt es kein einfaches, schnelles „umrüsten“ das ist der Preis den jede Tankstelle beim Umbau zahlen muss.

„Der Königsweg wäre eine Kombination aus Elektromotor und Wasserstoff“ Warum sollte der doppelte Aufwand der Königsweg sein. Warum sollte man zum Elektroauto der mit Batterie betrieben werden kann noch eine Brennstoffzelle dazu gepackt werden?

Antworten
1typ

Sie haben keine Ahnung, nutzen ausschließlich Propaganda als Quelle, was nicht seriös ist und alles was sie schreiben ist falsch.
Nie zuvor bin ich einer Person begegnet, die so sehr auf dem Holzweg war, wie sie hier. Noch nicht einmal im Internet.

Zu ihren kruden Ideen nur einem Einwand:
Warum sollten die Autobauer sich für eine fortschrittliche Technologie entscheiden, wenn eine weniger elabotierte Technologie (nämlich die Elektromobilität) maßlos subventioniert wird? Wenn man den Irrwegen der Politik heute folgt, bekommt man als Autobauer nicht nur einem Haufen an Subventionen, man kann in wenigen Jahren schon erneut große Umsätze erzielen, wenn man den dummen Konsumenten erneut neue Akkus verkauft, weil die Reichweiten nur noch bis zum Supermarkt an der Ecke reichen und in wenigen Jahrzehnten kann man dann die nächste fortschrittliche Technologie an die Konsumenten bringen, wenn endlich eingesehen wurde, dass man die letzten zwei Jahrzehnte einem irrlicht hinterher gelaufen ist.
Sie werden es auch noch erkennen. Manche früher, andere später. Jeder wie er kann.
Und ab jetzt verschwende ich keine Zeit mehr mit ihnen, was sie brauchen ist professionelle Hilfe!

Lothar Fischer

Herr Laschet bietet nun wirklich genügend Angriffsfläche und doch schafft es der Verfasser dieses Artikels, seine Intention – Laschet lächerlich zu machen – zu verfehlen und sich stattdessen selbst als unreflektierter Wiederkäuer interessengesteuerter Argumente zu outen. Ich bin nicht mal Verfechter von Wasserstoffautos per se, aber wenn man – wie der Autor – lediglich auf oberflächlichstes Laienwissen zurückgreifen kann, sollte man sich mit derart starken Urteilen vielleicht zurückhalten …

Antworten
xordinary

Dummes Zeug. Ich befasse mich seit über einem Jahrzehnt mit der Materie, und im Wesentlichen ist es genau so, wie der Autor beschreibt. Nämlich, dass Wasserstoff viel zu energieintensiv in der Herstellung ist, um auch nur im Vergleich mit Akkutechnolgie in Erwägung gezogen zu werden. Das wird auch nicht deshalb anders, weil es dir nicht gefällt!

Antworten
Timo

Immer leicht von „Laienwissen“ anderer zu reden, wenn man selbst keine ordentlichen, fachkundigen Argumente zur Diskussion beisteuern kann.

Antworten
1typ

Absolute Zustimmung!

Wer etwas anderes behauptet, wird dafür bezahlt oder folgt blindlings einer Ideologie ohne Sachkenntnis.

Antworten
Flexor

Übersetzt: „Wer nicht meiner Meinung ist, muss bezahlt sein oder hat keine Ahnung“.

Ich mach’s mal kurz:
Wir werden (Grünen) Wasserstoff brauchen und sei es nur für die Stahlindustrie.
Vielleicht(!) auch bei LKWs, Schiffen und Flugzeugen.
Wo ich es mir auch vorstellen kann, für Heizungen wo Hocheffizienzwärmepumpen / Wärmetauscher nicht ausreichen. Siehe bspw. Krankenhäuser, große Unternehmen, Große (Hoch)Häuser mit vielen Mietwohnungen.
Ansonsten vielleicht noch für Notstromgeneratoren (siehe Krankenhäuser).

Wo es keine Zukunft hat ist beim PKW, Motorrädern, Rasenmäher, Laubgebläse, Heckenschneider etc.
Überall wo ein Akku hin passt, ist dieser deutlich im Vorteil gegenüber Wasserstoff.

Die Akkus von heute haben nur 2 Nachteile:
1. Sie sind zu groß.
2. Sie laden zu langsam. (Was aber auch nicht heißt, das man Stunden auf das Fahrzeug wartet, wie es hier einige suggerieren wollen. An Schnellladern wartet man auch nicht länger als 30-40 Minuten. Wenn man sich einen Tesla oder Porsche leistet, sogar nur 20-25. Hier rede ich übrigens von 0 auf 80.)

Beide Nachteile werden aber über die nächsten Jahr(zehnt)e fallen.
Wenn sich ein so großer Zweig wie die Autoindustrie dahinter klemmt, wird das schneller gehen.
Mal davon ab, werden die ja auch überall sonst gebraucht.

Leonard

Forschen Porsche, Hyundai, Toyota und Siemens nicht wiederum mit Hochdruck an Wasserstoffmobilität? So ganz totsagen würde ich das nicht, allerdings könnte es da durchaus etwas unterschiedliche Anwendungsbereiche geben.

Im Bereich der LKWs wird ja schon fleißig an Wasserstoffantrieben gebaut, die Schweiz baut grad ein großes Netz auf und will bis 2025 1600 Wasserstoff betriebene LKWs im Einsatz haben. Da sind auch die Initialkosten weniger relevant, wenn der LKW dafür nicht alle 200km 30 Minuten laden muss. Auch die Japaner finden Wasserstoff-Mobilität super. Es gibt auch überhaupt keinen Grund, nur in eine Richtung zu forschen und das andere totzureden; das Ziel sollte Umweltschutz sein.

„Der Streit zwischen Wasserstoff und Elektro ist allerdings kein wissenschaftlicher, wie Laschet behauptet, sondern lediglich einer zwischen Interessengruppen, die möglichst von der Abkehr des Verbrenners profitieren wollen.“

Na, dann passen Sie mal auf, dass Sie hier nicht einer Interessengruppe auf den Leim gehen; genauer gesagt: Verkäufern von E-Autos, die die Konkurrenz schlecht machen. ;-) Ich weiß, das sympathische Lachen (*hust*) des Herren aus Südafrika kann schon mal blenden…

Antworten
xordinary

Du hast ja noch nicht mal den Unterschied zwischen Brennstoffzellen-Auto (übrigens auch ein Elektrofahrzeug!) und SynFuels verstanden, willst aber hier der Community erklären, sie hätte keine Ahnung? Vielleicht tuste dich mal mit Armin zusammen, der weiß auch nicht, wovon er redet.

Antworten
1typ

Was für eine unangenehme ideologische verblendete Vorstellung sie hier in der Kommentarspalte darbieten, ist unerträglich. Können Sie bitte wo anders missionieren?

Antworten
TMaier

Schlecht recherchiert, falsche Darstellung von Fakten, Angriff auf Personen ohne es selbst besser zu machen. Der Journalismus geht den Bach runter. Ich hoffe zukünftig besser recherchierte und nicht nur einseitig dargestellte Berichte zu sehen

Antworten
Timo

„ohne es selbst besser zu machen“ Damit meinen Sie wohl Ihren eigenen Kommentar. Das war Ihre Chance andere zu überzeugen, oder etwas richtig zu stellen. Chance vertan. Mag vielleicht aber auch daran liegen das die Fakten so richtig sind. Der Brennstoffzellen-Antrieb benötigt 3x so viel Energie, sprich 3x so viele Windräder wie bei einem elektrischen Antrieb.

Antworten
Chris

Dass Herr Laschet nicht gerade viel über dieses Thema (und andere Themen) weiß, überrascht wohl nicht einmal seine Wähler. Dass man jedoch einen Autor über diese Posse schreiben lässt, der selbst nur oberflächliches Wissen besitzt und unreflektiert nachplappert, was die Elektro-Lobby so von sich gibt, ist leider traurig. Das hätte ich von der t3n nicht erwartet.

Man kann ja durchaus geteilter Meinung bzgl. der Zukunft dieser beiden Technologien sein. Doch zumindest dass man das – auch auf einem gewissen (pseudo-) wissenschaftlichen Niveau – sein kann, sollte jeder anerkennen können.

Weshalb? Nun – die Infrastruktur für Wasserstofffahrzeuge ist wohl bspw. bei einer angenommenen Durchdringung von 20 Mio Fahrzeugen um rund 11 Miliarden € günstiger als die benötigte Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. Dann bleibt noch der nach wie vor bestehende (und vermutlich auch für längere Zeit bestehen bleibende) Reichweitennachteil sowie der erheblich längere Tankaufenthalt bei Elektrofahrzeugen.

Genügt das um Wasserstoff als die überlegene Technologie anzusehen? Das weiß ich nicht. Da muss sich wohl jeder seine eigene Meinung bilden. Es zeigt in jedem Fall, dass man hier durchaus geteilter Meinung sein kann. Ich würde mir wünschen, dass dies auch der Autor verstehen würde. Doch vermutlich ist ihm seine eigene politische Meinung wichtiger als ein qualitativ hochwertiger Artikel. Schade!

Ich mag Herrn Laschet nicht. Ich mag jedoch auch keine Artikel, die einzig die politische Meinung des Autors zum Inhalt haben.

Antworten
Frederic H.

Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile. Die Batterien bei E-Autos benötigen etrem viel Wasser und Energie bei der Herstellung und das Abbauen von Lithium verpestet z.B. in Chile ganze Regionen. Wasserstoff Autos benutzen aktuell Treibstoff der bei der Herstellung definitiv nicht so klimaneutral ist. Außerdem sitzt man wortwörtlich auf einer Bombe. Im Endeffekt sind beide Technologien im aktuellen Stadium faktisch nicht für die nächsten 50 Jahre zukunftsfähig.

Der Autor schreibt EXTREM subjektiv, schade denn das Thema Elon Musk und seine Meinung zu Wasserstoff bzw. die Meinung von Laschet wären sehr interessant gewesen.

Im Endeffekt muss ich leider sagen das ich mir wahrscheinlich nicht nochmal einen Artikel von t3n durchlesen werde. Dazu war der Artikel einfach zu subjektiv. Geradezu hasserfüllt gegen Laschet.

Antworten
KnutKnutsen

Auch wenn Herr Laschet in mancher Diskussion schon mit Unwissenheit glänzte und ich gewisse kein CDU Wähler bin, denke ich dass man bezüglich Wasserstoff eine anderer Meinung haben kann als die Autoren ( und Herr Musk dessen Meinung sicherlich auch unternehmerisch begründet ist). Regenerativ gewonnener Wasserstoff bietet als Energiequelle Vorteile gegenüber Batterieelektrischen Anwendungen (Transport, Speicherung, Ressourcen für Batterie Produktion etc), die ihn sicherlich auch für Fahrzeuge qualifizieren. Ebenso ist die Aussage, der Stromverbrauch eines Wasserstoff Fahrzeugs sei 3 bis 4 Mal höher per gefahrene Strecke ist unqualifiziert. Ein Wasserstoff Fahrzeug verbraucht Wasserstoff…. Daher sollte die Energiebilanz berücksichtigt werden (inkl. Ressourcen Verbrauch für Batterieproduktion). Herr Musk ist sicherlich einer der mutigsten und erfolgreichsten Unternehmer, daher finde ich es gut dass Herr Laschet den Mut hat auch Wasserstoff als Alternative anzusprechen, auch wenn diese sicherlich nicht im Portfolio von Tesla ist.

Antworten
Timo

„ist unqualifiziert“ Nein das es 3x mehr Energie benötigt ist ein wissenschaftlicher Fakt. Wenn Sie handfeste andere Zahlen zur Verfügung haben nur her damit. Ansonsten hier einmal ganz leicht erklärt:

WASSERSTOFF:
1. Windräder generieren Strom
2. Strom wird per Elektrolyse energieaufwändig in Wasserstoff gespalten
3. Das Wasserstoff wird ihn Spezial-Tanks gelagert. Das dürfen keine Erdgastanks sein, denn Wasserstoff ist durch seine Flüchtigkeit, dafür nur teilweise geeignet.
4. Das Wasserstoff muss dann auf deutschen Straßen (wie das Benzin) zur Tankstelle GEFAHREN werden.
5. Es wird wieder in Spezialtanks gelagert
6. Das Brennstoffzellen-Autos wird betankt
7. Das Wasserstoff wird in Energie umgewandelt, um Strom für den ELEKTROMOTOR des Brennstoffzellen-Autos zu generieren. Denn das Wissen viele nicht: Ein Brennstoffzellen-Autos ist auch ein Elektroauto. Nur ein aufwändigeres.

ELEKTRO:
1. Windräder generieren Strom
2. Der Strom wird durch BESTEHENDE Leitungen (bei dezentraler Energiewende, sprich Windräder vor Ort) bis zur Ladestation transportiert
3. Das Elektroauto läd die direkt aus der Leitung. Keine teure Spezial-Tanks.
4. Die Batterie treibt den Elektromotor direkt an. Keine zusätzliche Umwandlung wie bei Wasserstoff nötig.

Antworten
KnutKnutsen

Danke für den Kommentar. Leider gibt’s keine dezentrale Energiewende. In Grossteilen von Deutschland nicht möglich… Auch berücksichtigen Sie den Ressourcenverbrauch für die Batterien nicht, ebensowenig wie das Recycling. Außerdem wiederholen sie sich in Ihrem Artikel bezgl. Spezialtanks… Die Sicherlich für Wasserstoff nötig sind…allerdings für die Energiespeicherung leichter produziert werden können als riesige Mengen von zusätzlichen Batterien, die Sie für ihre dezentrale Energiewende bräuchten… Ich habe übrigens nicht gesagt dass Wasserstoff als einzige Energiequelle für Fahrzeuge berücksichtigt werden sollte. Allerdings sollten die Ressourcen für Batterieproduktion von Anfang an gezielt genutzt werden. Den Tesla nur fürs tägliche Brötchenholen zu nutzen ist ähnlich ökologisch wie die Fahrt mit dem fetten SUV zum Bioladen…

Jörg

Man darf im Abschnitt Elektro nicht den Abbau und Transport von Rohstoffen für die Batterieherstellung und deren Recycling vergessen. Außerdem muss das Elektroauto zum laden länger stehen als die Betankung eines Wasserstoff-Autos.

Und das ist letztlich genau das Punkt bei dieser Diskussion: Es gibt für beide Antriebsarten Vor- und Nachteile. Es ist leicht den geringeren Effizienzgrad der Wasserstoff-Variante als KO-Kriterium auszumachen. Aber genau so leicht könnte man die Ladedauer oder Rohstoff-Thematik beim Elektroantrieb als KO-Kriterium abtun, wenn da nicht so eine lässige Firma wie Tesla schicke Autos bauen würde, bei denen wir da gerne drüber hinweg sehen.

Die Frage ist, welchen Kompromiss wir letztlich bereit sind einzugehen. Und ich glaube dabei an Elektrofahrzeuge, weil sie bereits einen Vorsprung haben, weil sie politisch gewollt sind zu einer Zeit, in der Klimaerfolge vorgewiesen werden müssen. Die großen Autobauer schwenken darauf ein und die Staaten bauen die Ladeinfrastruktur dafür. Es wird kaum jemand parallel noch eine Infrastruktur für Wasserstoff aufbauen wollen.

Ich

„Kilowattstunde Strom als Antriebsleistung auf die Straße, während die Wasserstoffvariante etwa doppelt bis dreimal so viel Strom für die gleiche Strecke verbraucht.“

Kilowattstunden ist keine Angabe für den Strom, sondern eine Energie. Strom wird nicht verbraucht. Wer hat diesen Artikel geschrieben? Ein Achtklässler?

Antworten
Durchwinker

Wenn’s um Autos und Politik geht, ist der Kommentarbereich hier wieder randvoll. Meine Güte, können sich Manche über Kleinigkeiten und unterschiedliche Meinungen aufregen.

Antworten
2typ

1typ schrieb: „dass sie unseren Grünen Strom aus der Windenergie bei Leistungsspitzen abnehmen, während wir deren Kohle- bzw. Atomstrom teuer hinzukaufen, weil wir unseren Überschuss nicht speichern können.“

Wenn man das mit dem Gesamtverbrauch an Strom in Deutschland vergleicht sind das minimalste Mengen… Kannst du hier live sehen: https://www.electricitymap.org/zone/DE?solar=false&remote=true&wind=false

Du scheinst ziemlich von Wasserstoff überzeugt zu sein, wieso eigentlich? Gegenüber Batteriebetrieben Autos hat Wasserstoff nur Nachteile.

Gibt es irgendeine bahnbrechende Entwicklung in sachen Wasserstoff?

In der Akkutechnik wird momentan so viel geforscht und verbessert. Tesla z.B. hat eine Recyclingquote von 92% bei seinen Akkus, das ist schon mal ein wichtiger schritt.

Was denke ich aber auch viele Ignorieren, ist einfach die schiere Anzahl an Autos die durch die gegend Fahren und die meistens nur rumstehen. Wozu brauche ich 4 Sitze wenn 90% der Zeit nur einer belegt ist ? Wozu brauche ich ein eigenes Auto wenn es zu 90% der Zeit nur rumsteht ? Die beste Lösung sind halt immer noch Massentransportmittel. Es kann einfach nicht sein das ein einzelner Mensch das 10 bis 20 fache an Gewicht bewegen muss um seine eigenen 80-90 KG fortzubewegen. Daran könnte man auch mal ansetzen.

Antworten
Titus von Unhold

Wasserstoffauto = Elektroauto

Antworten
Sokkel

Danke an die Root-Level-Kommentatoren hier. Die haben meine Laune wieder verbessert, nachdem ich diesen furchtbaren schlechten Artikel gelesen habe :)

Antworten
Peter D.

Für Wasserstofffahrzeuge benötigt man zwar mehr Energie aber dafür kann man für die Energieerzeugung auf viel effektivere Gegenden auf der ganzen Welt zurückgreifen und nicht nur soweit die Stromleitungen reichen.

Antworten

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