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9-Euro-Ticket: Lindner kritisiert „Gratismentalität“ der Befürworter

Der Bundesfinanzminister Christian Lindner ist entschiedener Gegner der Weiterführung des 9-Euro-Tickets. Jetzt kritisiert er eine „Gratismentalität“ unter Befürwortenden. Das Ticket sei „nicht fair“.

1 Min. Lesezeit
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9-Euro-Ticket: Christian Lindner ist entschiedener Gegner. (Foto: dpa)

Christian Lindner ist kein Fan des 9-Euro-Tickets. Seine Contra-Haltung hat er an vielen Stellen bereits kundgetan. Jetzt bekräftigt er seine Position zu einem wie auch immer gearteten Nachfolgemodell noch einmal: „Die Menschen auf dem Land, die keinen Bahnhof in der Nähe haben und auf das Auto angewiesen sind, würden den günstigen Nahverkehr subventionieren“, sagte der Bundesfinanzminister der FDP im Interview mit der Augsburger Allgemeinen vom Montag. „Das halte ich für nicht fair!“

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9-Euro-Ticket: Streit um Weiterführung geht weiter

Christian Lindner gibt zu verstehen, dass Steuerzuschüsse für ein nicht Kosten deckendes Ticket eine „Umverteilung“ bedeuten würde. Er sei generell von dieser „Gratismentalität à la bedingungsloses Grundeinkommen“ im öffentlichen Nahverkehr nicht überzeugt. Er ließ zudem keinen Zweifel daran, dass er für eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets nach wie vor keinerlei finanzielle Mittel im Bundeshaushalt zur Verfügung stehen sehe. „Jeder Euro müsste durch Kürzung anderswo mobilisiert werden.“

Die Bundesländer sehen das mehrheitlich anders: Am Samstag hatten sie ihre Bereitschaft erklärt, eine Weiterführung mitzufinanzieren. Die Verkehrsministerkonferenz-Chefin und Bremer Mobilitätssenatorin Maike Schaefer sehe lediglich noch einige Eckdaten mit dem Bundesverkehrsministerium zu klären.

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Neben Fragen zum konkreten Preis und wo es überall gilt, geht es dabei vor allem um die Verteilung der Kosten zwischen Bund und Ländern. Bezüglich Ersteres liegen einige Modelle bereits auf dem Tisch.

Auch der Bundesverkehrsminister und FDP-Parteikollege Volker Wissing lobte das Ticket als großen Erfolg. Er sagte lediglich, die Länder müssten sehen, „wie sie das finanzieren wollen“. Bis dato will nur Bayern, dass das 9-Euro-Ticket allein von der Bundesregierung finanziert wird. Alle anderen Bundesländer möchten sich beteiligen.

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In der Ampel-Koalition unterstützen besonders die Grünen ein Nachfolgemodell – vor allem aufgrund zwei wichtiger Gründe: Zum einen sind viele Pendlerinnen und Pendler vom Autofahren auf das Bahnfahren umgestiegen, was den CO2-Austoß verringert. Zum anderen hat es sich auch bezüglich der Bekämpfung der Inflation als wirkungsvoll erwiesen.

Das 9-Euro-Ticket endet mit dem August 2022.

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2 Kommentare
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Dein t3n-Team

Nioe

Weil die Autos und Straßen ja nie subventioniert wurden. Wir brauchen definitiv mehr Leute die auf geteilte Mobilität setzen, da sollte man sich eher Gedanken machen, wie wir das auch in ländlichen Regionen erreichen können.

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Bene

Der ÖPNV wird auch ohne 9 Euro Ticket subventioniert. Aber jetzt soll es nicht mehr fair sein?

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