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Ein Jahr in Isolation: So will Russland die Auswirkungen langer Weltraumreisen simulieren

Russland hat das vierte und bislang längste Experiment des Sirius-Programms gestartet. Dabei schotten sich sechs Forscher:innen ein Jahr lang ab, um die Folgen kompletter Isolation im Weltraum zu simulieren.

Von Ann-Catherin Karg
2 Min.
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Die Crew von Sirius-23 vor dem Beginn der Isolation. (Foto: IBMP)

So tun als ob und dabei reale Erkenntnisse für die Weltraumfahrt erlangen – das ist die Mission, die am 14. November eine sechsköpfige Crew unter der Schirmherrschaft des Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP) der Russischen Akademie der Wissenschaften angetreten hat.

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In den Räumen der Akademie befindet sich auch das 550 Kubikmeter große Modul für die Simulation von Weltraumeinsätzen, in dem die Wissenschaftler:innen vollkommen isoliert sind und verschiedene Aufgaben erfüllen müssen. Während Sirius-23, wie die aktuelle Mission heißt, wird die Besatzung in 360 Tagen unter anderem mehrere simulierte Mondlandungen samt des Einsatzes eines Rovers sowie zweier Havarien durchführen.

Über die Jahre wurde die Zeitspanne immer größer

Die gemischtgeschlechtliche Besatzung setzt sich aus vier Frauen und zwei Männern zusammen, die allesamt aus Russland oder Belarus stammen. Anders als in den Jahren zuvor ist die Nasa in diesem Jahr nicht an dem Programm beteiligt.

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Die Isolierungsexperimente hatten 2017 mit Sirius-17 begonnen, bei dem die Crew nur 17 Tage lange isoliert wurde. Zwei Jahre später waren es bei Sirius-19 schon 120 Tage und 2021 bereits 240 Tage.

Das Experiment ist vor allem auch ein zwischenmenschliches

Gegenüber space.com sagte Anastasia Stepanova, die 2019 an dem Isolationsprojekt teilgenommen hat: „Ein Jahr ist eine herausfordernde Zeitspanne, die mit vielen biomedizinischen Experimenten an Bord gefüllt sein wird.“

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Bei dem Experiment gehe es aber vor allem um die psychophysiologischen Auswirkungen solch langfristiger Einsätze, bei denen die Crew von technischen Störungen bis zu besonderer körperlicher Anstrengung mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen habe.

Die Nasa forscht lieber ohne Russland weiter

Was die Wissenschaftler:innen besonders interessiert, sind die körperlichen Auswirkungen der Isolation in einem künstlichen Habitat sowie dessen Anpassungsleistung an die besonderen Umstände. Dazu gehören auch die zwischenmenschlichen Dynamiken, die sich positiv oder negativ auf die Effektivität auswirken können.

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Die Nasa hatte sich bereits Anfang des Jahres aus dem früher einmal gemeinsamen Projekts verabschiedet. Gegenüber space.com teilte eine Sprecherin der US-Behörde mit, im Rahmen ihres Human Research Programs unter anderem in der Antarktis weiterhin Isolationsforschung zu betreiben.

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