Anzeige
Anzeige
Ratgeber

So erfährst du, was Google, Instagram und Facebook von dir zu wissen glauben

Werbetreibende erheben Daten über uns und spielen damit vermeintlich passende Anzeigen aus. So weit, so gut. Aber was glauben die Plattformen über uns zu wissen? Das siehst du in den Werbeinteressen.

3 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Werbung wird aufgrund von Werbepräferenzen ausgespielt. In den Einstellungen der jeweiligen Apps kannst du sehen, was dich angeblich interessiert. (Grafik: 360 Productions / Shutterstock)

Google und Facebook gelten als Big Brother und Datenkraken, die User-Stalking betreiben. Da ist definitiv was dran – trotzdem liegen sie bei den Interessen und Merkmalen, die sie uns zuordnen, manchmal richtig daneben. Das kann schon mal witzig sein. Instagram glaubt, ich interessiere mich für die „1st Special Forces Operational Detachment-Delta“, die Spezialeinheit der US Army für Terrorbekämpfung und Geiselbefreiung (WTF?). Google meint, ich würde Immobilien besitzen, während Facebook gleichzeitig bescheinigt, ich sei „am Anfang des Erwachsenenlebens“. Du willst auch mal checken, was Google und die Socials denken, wer du bist? Dann schau doch mal in deine Werbeinteressen rein – vielleicht gibt’s da auch was zu lachen!

1. Google: Personalisierte Werbung

Anzeige
Anzeige

Rufe in einer Google-App über den runden Button mit deinem Bild oder deinen Initialen das Menü auf. Wähle dann „Google-Konto verwalten“. Wisch die Leiste mit den Reitern etwas nach links, sodass du „Daten und Datenschutz“ siehst. Darunter findest du einen Abschnitt namens „Einstellungen für Werbung“. Erlaubst du personalisierte Werbung, kannst du darauf tippen, und wenn du ein bisschen runterscrollst, werden dir dort kleine Bubbles mit deinen Merkmalen und Interessen angezeigt. Bei Google siehst du nicht nur deine angeblichen Interessen, sondern auch Merkmale: Beispielsweise ob sie glauben, dass du in einer Beziehung bist, Kinder hast und Wohneigentum besitzt. Dazu kommen dann eben Interessen wie „Limousinen“, „Ressourcen und Ausrüstung für DJs“ oder „Bodenbeläge“. Laminat for life!

Werbeinteressen in der Google-App

t3n: Euer Magazin für Baugewerbe und Hausverwaltung! (Screenshot: Google App/t3n)

2. Instagram: Werbeinteressen

Tippe im Home-Screen unten rechts auf dein Foto, um zu deinem Profil zu kommen. Oben rechts bei den drei parallelen Linien findest du das Menü. Öffne dort die Einstellungen. Dann gehst du auf „Sicherheit“ – darunter gibt es einen Abschnitt namens „Daten und Verlauf“, unter dem du „Daten einsehen“ wählst. Das lädt dann ein, zwei Sekunden – jetzt kannst du nach ganz unten scrollen und im Abschnitt „Werbeanzeigen“ unter „Werbeinteressen“ auf „Alle ansehen“ tippen. Du kannst scheinbar unendlich oft auf den „Mehr anzeigen“-Button klicken, und dir werden immer mehr fetzige Interessen angezeigt. Na, brennst du auch für „Verstand“, „Ich“ oder „Herstellung“?

Anzeige
Anzeige
Werbeinteressen bei Instagram

Interessen können nicht abgewählt werden: Einmal „Spiritualität“, immer Werbung für mäßig gut designte Apps mit erleuchtenden Zitaten. (Screenshot: Instagram/t3n)

3. Facebook: Werbeinteressen

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, aber Facebook hat die Liste der Werbepräferenzen ganz schön versteckt. Öffne das Seitenmenü und scrolle nach unten. Klappe „Einstellungen und Privatsphäre auf“, da findest du „Privatsphäre auf einen Blick“. Witzigerweise kommst du nicht über die Werbepräferenzen zu deinen Werbepräferenzen, sondern über den Abschnitt darunter: „Deine Facebook-Informationen“. Gehe hier auf „Zugriff auf deine Informationen.“ Hier musst du ein ganzes Stück scrollen, zum Abschnitt „Protokollierte Informationen“. Klappe „Andere protokollierte Informationen“ auf, hier siehst du jetzt zuerst deine Peergroup – Facebook könnte dich zum Beispiel „am Anfang des Erwachsenenlebens“ einordnen. Mit einem Tipp auf „Werbeinteressen“ kannst du deine Liste einsehen – inklusive Möglichkeit, unpassende oder unerwünschte Interessen abzuwählen. Sowas wie „Carpe diem“ beispielsweise, oder chemische „Organische Verbindungen“.

Anzeige
Anzeige
Liste von Werbeinteressen auf Facebook

Die Columbus Blue Jackets sind übrigens ein US-amerikanisches Eishockey-Team. (Screenshot: Facebook/t3n)

4. Twitter: Interessen und Werbedaten

Tippt auf euer Profilbild oben links, um das Seitenmenü zu öffnen. Wählt dort „Einstellungen und Datenschutz“, da wiederum „Datenschutz und Sicherheit“. Scrollt nach ganz unten zu „Individualisierung und Daten“. Ganz unten gibt es „Deine Twitter Daten anzeigen“ – das ist nur möglich, wenn die Individualisierung auch erlaubt ist. Noch einmal: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Tippt dort drauf und wählt dann „Interessen und Werbedaten“. Twitter splittet eure Infos sogar auf – die „Interessen von Twitter“, „Abgeleitete Interessen von Partnern“ und „Maßgeschneiderte Zielgruppen“. Letzteres zeigt, bei wie vielen spezifischen Werbekunden von Twitter du aufgrund deiner persönlichen Informationen zur Zielgruppe gehörst. Die abgeleiteten Interessen sind von externen Unternehmen, die ihre Daten aber mit Twitter teilen. Die Interessen von Twitter sind die Infos, die Twitter allein aus der Nutzung der App sammelt. Auch hier kannst du unpassende Interessen abwählen. Wenn du dich beispielsweise nicht für American Football ausgerechnet auf Spanisch interessierst, kannst du bei „Fútbol Americano de la NFL“ das Häkchen entfernen.

Werbeinteressen bei Twitter

Eine Wrestling-Veranstaltung von 2017?! (Screenshot: Twitter/t3n)

Übrigens: Selbst Google hatte keine Antwort darauf – aber weiß jemand, was „(Editorial) People are strange“ sein soll?

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige