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Wie KI und Wärmebildkameras unsere Passwörter stehlen können

Expert:innen für Computersicherheit haben ein KI-basiertes System geschaffen, das mithilfe von Wärmebildern in kürzester Zeit Passwörter knacken kann. Selbst lange Codes sind davor nicht sicher.

Von Christian Weindl
1 Min.
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Finger hinterlassen Spuren – und das stellt ein Sicherheitsrisiko dar. (Foto: Shutterstock/Andrey Sayfutdinov)

Wir alle bedienen ständig und überall Tastenfelder, um Passwörter und PINs einzugeben – teilweise auch in der Öffentlichkeit. Da die Preise für Wärmebildkameras immer erschwinglicher werden, stellt das durchaus ein Risiko für die Sicherheit unserer Daten und Konten dar.

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Eingabe hinterlässt Hitzespuren auf den Tasten

Denn Finger hinterlassen unsichtbare Spuren auf den Tasten, die eine Wärmebildkamera sichtbar machen kann. Noch 60 Sekunden nach Benutzung kann man an der Hitzesignatur erkennen, welche Tasten auf dem Terminal gedrückt wurden. Die unterschiedlichen Rot-Töne, die die Temperaturunterschiede darstellen, können sogar Aufschluss über die Reihenfolge der Eingabe geben.

Wie die Nachrichtenseite der University of Glasgow vermeldet, hat das Forschungsteam um Dr. Mohamed Khamis herausgefunden, dass selbst Laien anhand solcher Wärmebilder Bank-PINs und Passwörter erraten können.

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Ausgehend von dieser Erkenntnis haben die Forschenden dann eine Software entwickelt, die mithilfe von künstlicher Intelligenz Thermalfotos von handelsüblichen QWERTZ-Tastaturen auswertet.

Selbst lange Passwörter sind vor der Software nicht sicher

Das Programm ist laut Khamis in der Lage, 86 Prozent der Passwörter zu erkennen, wenn die Bilder 20 Sekunden nach Eingabe aufgenommen wurden. Selbst 16-stellige Passwörter können damit in 67 Prozent der Fälle geknackt werden, sechsstellige sogar zu 100 Prozent.

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Was im Alltag vielleicht noch wie ein geringes Problem erscheint, kann zum Beispiel auf institutioneller Ebene durchaus zu einer gewaltigen Sicherheitslücke werden. Das schottische Forschungsteam um Khamis will deshalb seine Erkenntnisse einsetzen, um diesem Fall vorzubeugen.

„Wir wollen der Politik unbedingt klarmachen, welche Gefahr diese thermalen Angriffe für die Computersicherheit bedeuten. Eine vorstellbare Maßnahme zur Risikoreduktion wäre zum Beispiel, den Verkauf von Wärmebildkameras ohne erhöhte Sicherheitsstandards in der Software illegal zu machen. Wir entwickeln außerdem gerade ein KI-basiertes Gegenprogramm, das dabei helfen könnte, das Problem zu lösen“, so Khamis.

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Da sich Hitzeabdrücke auf unterschiedlichen Materialien unterschiedlich stark abzeichnen, könnte auch in dieser Richtung eine Lösung für das Sicherheitsproblem liegen.

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