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Das war‘s mit X: Aldi Nord verabschiedet sich ganz von der Plattform

Wie viele US-Firmen fahren derzeit auch deutsche Konzerne ihre Werbeaktivitäten auf X drastisch zurück. Grund: Hasskommentare und Falschnachrichten. Aldi Nord will Elon Musks Plattform derweil sogar ganz verlassen.

2 Min. Lesezeit
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Kein X mehr: Aldi Nord geht. (Foto: Aldi Nord/Kees-Jan Bakker)

X-Eigner Elon Musk hat für US-Konzerne wie Disney, Apple oder IBM, die aus Angst um ihre Reputation oder aus Protest gegen antisemitische Postings ihre Werbebudgets einfrieren nur Verachtung übrig. „Go fuck yourself!“, beschimpfte Musk abtrünnige Firmen.

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X-Werbung: Musk beschimpft abtrünnige Kunden

Sollte der Boykott X (früher: Twitter) finanziell in die Knie zwingen, würden „Werbekunden das Unternehmen getötet haben“, so Musk. Eine eigene Verantwortung für die zunehmende Zahl an Hasskommentaren oder Fake-News wollte Musk nicht übernehmen.

Auch deutsche Unternehmen ziehen sich von X zurück, wie eine Umfrage des Handelsblatts unter 40 Dax-Konzernen und den 20 größten Werbetreibenden zeigt. Demnach haben mindestens acht Dax-Konzerne ihre bezahlte Werbung auf ganz X eingestellt. Dazu gehören Allianz, BASF, Covestro und Mercedes.

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Dax-Konzerne ziehen sich von X zurück

Fünf weitere, darunter Volkswagen, Siemens und RWE, haben ihre X-Werbeausgaben schon seit einem Jahr eingefroren. 13 Unternehmen hatten schon vor der Übernahme von X durch Elon Musk dort keine Werbung geschaltet, wie Golem schreibt. Zwölf der Dax-Konzerne haben sich an der Umfrage nicht beteiligt.

Bei den 20 größten Werbetreibenden hatte X schon vor der Übernahme durch Musk keine große Rolle gespielt, wie die Handelsblatt-Umfrage zeigt. Konsummarken und Händler wie Procter & Gamble, Ferrero, Dr. Oetker, L‘Oréal, Lidl, Kaufland und Norma schalten ihre Anzeigen anderswo.

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Aldi Nord löscht X-Account im Frühjahr 2024

Aldi Nord hat sich derweil zum Komplettrückzug von X entschieden. Im Frühjahr 2024 soll der X-Account des Discounters gelöscht werden. Ein möglicher Auslöser: Aldi Nord war zuvor bei X wegen einer Werbeanzeige mit rassistischen Kommentaren und Boykottaufrufen überhäuft worden.

Weil die Social-Media-Verantwortlichen sich von X mit der Hatespeech-Welle alleingelassen gefühlt haben, reagierten sie selbst mit Account-Sperren – von denen aber auch teilweise unbeteiligte Nutzer:innen betroffen gewesen sein sollen. Wegen des Umgangs mit den Beschimpfungen hagelte es anschließend gleich den nächsten Shitstorm, wie Spiegel Online berichtet.

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Hasskommentare und mehr: Gefahr für die Marke

Andere Firmen wie der Pharmakonzern Merck oder der Volkswagen-Konzern sehen aufgrund der „massiv gestiegenen Menge an Hasskommentaren, Hetze und Falschmeldungen“ die Gefahr, dass ihre Marke in diesem Umfeld leiden könnte. Auch hier stehen X-Werbeausgaben auf „hold“.

„Jetzt noch gemüsiger“: 15 Tweets aus der PR-Hölle Quelle: iVector / Shutterstock

Der einzige Dax-Konzern – zumindest von jenen, die sich an der Umfrage beteiligt hatten –, der noch auf X wirbt, ist Continental. Allerdings spiele Werbung auf X für den Automobilzulieferer ohnehin nur eine „sehr untergeordnete Rolle“.

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