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Porträt

Yook: Dieses Startup will Onlineshops klimafreundlicher machen

Wir bestellen so viel online wie nie. Gut für unser Klima ist das nicht. Das will Varena Junge mit ihrem Startup Yook ändern.

Von Vicky Isabelle Bargel
2 Min.
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Die beiden Gründer von Yook, Antoine Verger und Varena Junge, glauben an einen nachhaltigeren Onlinehandel. (Foto: Linda Brack)

Wir kaufen Schuhe, Kosmetik, Technik und sogar Möbel online. Das bringt viele Vorteile mit sich: Es ist praktisch, es geht schnell und wir können im Grunde alles kaufen, was wir brauchen – trotz Pandemie. Für die Konsumenten ist das eine super Sache, für unser Klima allerdings nicht. Unser Konsum ist in Deutschland für etwa 40 Prozent unseres persönlichen CO2-Fußabdrucks verantwortlich. Zwar sollen Studien belegen, dass E-Commerce schon deutlich klimafreundlicher ist als der stationäre Handel; reichlich Emissionen entstehen dennoch.

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Um Shop-Anbietern eine Lösung zu liefern, ihr E-Commerce klimafreundlicher zu machen, haben Varena Junge und Antoine Verger das Startup Yook gegründet. Mit Yook entwickeln die beiden Gründer eine Software-Lösung, die es ermöglichen soll, CO2-Informationen und Möglichkeiten zur -Kompensation in jedem Onlineshop in den vorhandenen Bestellprozess zu integrieren. Ähnlich wie bei Flugbuchungen können Kundinnen und Kunden eines Onlineshops den CO2-Fußabdruck ihrer Bestellung so kompensieren.

Yook setzt auf klimabewusste Entscheidungen

Mit dem Tool von Yook sollen aber nicht nur verursachte Emissionen kompensiert werden, die Kunden erhalten vor allem auch Transparenz über die verursachten Emissionen ihrer Bestellungen. „Statt einiger perfekter Klimahelden braucht es möglichst viele unperfekte Klimaschützer“, meint Yook-Gründerin Junge. Konsumenten bei ihren Einkäufen zu zeigen, welchen Effekt sie damit aufs Klima haben, kann ein guter Schritt sein, ihnen klimabewusstere Entscheidungen nahezubringen – neben der tatsächlichen Kompensation.

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Die Software des Hamburger Startups befindet sich aktuell in der Beta-Version. Neben der Software kuratiert das Unternehmen auch die Projekte, in die die Klimaschutzabgaben letztlich fließen. Damit will Yook für Händler und Endkonsumenten die Anwendung möglichst einfach gestalten. Das Web-Plugin von Yook ist mit den gängigen Shopsystemen kompatibel und soll laut der Gründerin innerhalb von fünf Minuten implementiert werden können.

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Klimaschützerin trifft Developer

Die beiden Gründer von Yook, Junge und Verger, scheinen sich als Duo perfekt zu ergänzen. Junge selbst ist seit ihrem 15. Lebensjahr Klimaaktivistin, hat Umweltwissenschaften studiert und sich bei Greenpeace engagiert. Sie hat also die Expertise in Sachen Klimaschutz und mit Enyway bereits ein Startup mit nachhaltigem Geschäftsmodell ins Leben gerufen. Verger bringt dafür das technische Know-how mit; er ist Softwareentwickler. Außerdem verfügt er über langjährige Erfahrung im E-Commerce, unter anderem beim Konzern Otto.

Maximal schnell etwas gegen den Klimawandel tun und möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen – das treibt uns an.

Auch wenn das Startup erst seit September 2020 Vollzeit an der Idee arbeitet, sind Junge und Verger mittlerweile nicht mehr alleine. Hinter dem Startup steckt ein siebenköpfiges Team, das auch schon die ersten Investorengelder einsammeln konnte. Mehrere Business Angels aus den Bereichen E-Commere, B2B und Impact Investing stehen den Hamburgern zur Seite. Yook ist eines von vielen jungen Startups mit nachhaltiger Mission und die Gründerin glaubt fest an den Erfolg ihres Konzeptes. „Maximal schnell etwas gegen den Klimawandel tun und möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen – das treibt uns an.“

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