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Ratgeber

8 Tipps für die eigene YouTube-Strategie: Was Kanal-Betreiber beachten sollten

Ein YouTube-Kanal ist für Unternehmen ein gutes Mittel, sich oder die Produkte einer neuen Zielgruppe vorzustellen. Für die passende YouTube-Strategie haben wir acht Tipps für zukünftige Channel-Betreiber gesammelt.

4 Min.
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Der eigene YouTube-Kanal. (Bild: © ktsdesign – Fotolia.com)

YouTube-Strategie: Was will ich mit meinem Kanal erreichen?

Es ist wie mit jedem Social-Media-Kanal. Die allererste Frage, die für eine erfolgreiche YouTube-Strategie gestellt werden sollte, lautet: „Wozu das Ganze überhaupt?“ Wollt ihr über den YouTube-Kanal neue Kunden generieren? Wer ist die Zielgruppe? Wollt ihr über YouTube Traffic auf eure Webseite ziehen? Oder soll der Account dazu dienen, mit Menschen in Kontakt zu treten – beispielsweise durch FAQ-Videos oder Tutorials? Die Antwort auf die Frage, was der YouTube-Kanal bezwecken soll, ist essentiell, um zu entscheiden, was für Inhalte produziert und veröffentlicht werden sollen.

Ist es sinnvoll, mehrere YouTube-Kanäle gleichzeitig aufzusetzen?

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Wer feststellt, dass unterschiedliche Inhalte einem unterschiedlichen Publikum präsentiert werden sollen, wäre gut beraten, auch mehrere YouTube-Kanäle aufzusetzen. Beispielsweise können Verantwortliche einen Channel anlegen, der Einblicke in das Unternehmen gewährt – zum Imagetransfer oder zur Mitarbeiter-Akquise. Daneben wäre es auch möglich, Videoinhalte zu bestimmten Produkten zu veröffentlichen. Beide Inhalte auf dem gleichen YouTube-Kanal laufen zu lassen, ist nicht sinnvoll. Wer an Produkt-Reviews interessiert ist, wird sich nur mäßig für die Unternehmenskultur interessieren.

Was gilt es beim Design des YouTube-Kanals zu beachten?

Unser hauseigener Youtube-Kanal für das t3n-Magazin: Auch die CI ist für die YouTube-Strategie wichtig. (Screenshot: YouTube)

Unser hauseigener Youtube-Kanal für das t3n-Magazin: Auch die CI ist für die YouTube-Strategie wichtig. (Screenshot: YouTube)

Das Design eines YouTube-Kanals sollte immer an der sogenannten CI – der Corporate-Identity – des Unternehmens angelehnt sein. Farben und Logo sollten sich beispielsweise auch im Profilbild und dem Hintergrund wiederfinden, sodass ein Nutzer die Marke zum einen wiedererkennt oder zum anderen beim Erstkontakt visuell direkt abspeichert. Ein Beispiel seht ihr oben: unser hauseigener Youtube-Kanal für das t3n-Magazin.

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Übrigens: Wichtig ist, dass auf dem Kanal in der Beschreibung ein Impressum zu sehen ist.

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Ist es ratsam, Werbe- und PR-Videos auf dem Kanal zu veröffentlichen?

Die Antwort auf die Frage ist relativ leicht zu beantworten: Ein Nutzer kommt vor allem auf den YouTube-Kanal, um unterhalten, informiert oder unterrichtet zu werden. Verantwortliche sollten also abklopfen, ob die Werbung mindestens eine dieser Kriterien erfüllt. Hands-on-Videos, Tutorials oder Werbespots mit Viral-Charakter sind definitiv erwünscht. Videos, die zu sehr in Richtung Promotion gehen und kaum handfeste Informationen und Unterhaltung bieten, sollten Betreiber eines YouTube-Kanals lieber vermeiden.

Wie beschreibe und organisiere ich Videos auf YouTube richtig?

YouTube-Videos sollten im Titel und in der Beschreibung kurz angerissen werden – präzise und mit wenigen Worten. Der Grund ist ganz einfach: Der Nutzer soll das Video schauen und nicht die Beschreibung lesen oder beim Titel schon das Interesse verlieren – er soll neugierig gemacht werden. Das verhält sich ähnlich wie bei einem geschriebenen Artikel – wenn zu viele Informationen schon in der Headline oder im Anreißertext vermittelt werden, wird der Nutzer den kompletten Artikel nicht mehr lesen. Zudem ist es sinnvoll, mit Schlüsselwörtern zu arbeiten, damit das YouTube-Video über Google oder die interne Suche besser zu finden ist. Wer dem Nutzer zudem einen Dienst erweisen möchte, ordnet seine Inhalte in Playlists an – die beispielsweise nach Thema sortiert sind.

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YouTube-Strategie: Soll ich Kommentare unter meinen Videos zulassen?

Es gibt Fälle, in denen YouTube-Kanal-Betreiber die Kommentarfunktion unter ihren Videos ausschalten – das ist vor allem der schlechten Diskussionskultur auf der Plattform geschuldet. Anonyme Nutzer posten nicht selten aggressive Meinungen. YouTube weiß um das Problem und hat vor kurzem eine Funktion veröffentlicht, die gewährleistet, dass Nutzer nur mit einem Google+-Account (in dem generell eine Klarnamenpflicht herrscht) kommentieren können. Nichtsdestotrotz ist es nicht ratsam, die Kommentarfunktion zu sperren. Einer der Hauptgründe, warum man sich im Social Web bewegt und Inhalte teilt ist, dass andere darüber sprechen und gegebenenfalls die Botschaft weitertragen sollen. Das Image des Diskussionsblockierers will sich deshalb wohl niemand auf die Fahne schreiben – im Zweifel sollten denunzierende Meinungen lieber gelöscht werden.

Wie kann ich meinen YouTube-Kanal promoten?

Sobald ein Video hochgeladen wurde, ist es ratsam, das gute Stück auf allen bestehenden Social-Media-Profilen zu verteilen, beispielsweise Facebook, Twitter oder Google+. Sollte es noch keine anderen Social-Media-Kanäle geben, ist der eigene YouTube-Kanal eine hervorragende Gelegenheit, das zu ändern – in dem Fall lohnt sich ein Blick in den Artikel „Social-Media-Strategie: In 5 Schritten zum perfekten Konzept [inkl. Kanalstrategie-Beispiel]“. Zudem können die Verantwortlichen ein neues Video auch prominent in die eigene Webseite einbinden oder – falls vorhanden – dem Film einen eigenen Blogpost widmen. Zudem ist es möglich, neue Inhalte mittels „Google Adwords for video“ zu promoten. Die Video-Werbeanzeigen werden per CPV – cost-per-view – abgerechnet. Eine kleine Einführung dazu gibt es im untenstehenden Video.

Wie kann ich den Erfolg meines YouTube-Kanals messen?

YouTube bietet einen eigenen und kostenfreien Analyse-Service an – YouTube-Analytics. Damit kann gemessen werden, wie viele Zuschauer die Videos angeklickt haben und wie oft. Zudem wird darin aufgeschlüsselt, wie viele Abonnenten ein Kanal und wie er sich über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat. Der Service zeigt außerdem, wie die Interaktionen mit den einzelnen Inhalten verlaufen und welche Videos die erfolgreichsten sind. Besonders hilfreich ist auch, dass Verantwortliche verfolgen können, ab welchem Zeitpunkt der Zuschauer ein Video stoppt. Daraus lassen sich Strategien ableiten, die in die Produktion kommender Videos einfließen können.

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Kommentare (9)

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Stephan

Sehr gut, Danke!
Aber bitte das Impressum nicht vergessen!
Wir hatten gerade einen Kunden, der deshalb abgemahnt wurde…. :-(

Alex

Macht es Sinn nur 1 YT Kanal für mehrere Länder aufzubauen? Vorausgesetzt es werden nicht sonderlich viele Videos gepostet… was meint ihr?

Erkan Eren

Auch durch durch einfaches Video-SEO kann man Traffic und Reichweite erhöhen:
http://www.e2marketing.de/seo/youtube-video-seo-tipps

Lars Flick

…ein weiteres Argument darf auch sein: die umfangreiche API von YouTube. Die in einer Strategie konzeptionell wie auch vom redaktionellen Workflow berücksichtig werden sollte.

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