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ZDF erklärt Algorithmus: Warum schlägt mir die Mediathek genau diesen Film vor?

Wie genau funktionieren Empfehlungen in der Mediathek? Das ZDF erklärt jetzt den Algorithmus dahinter.

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Bei der ZDF-Mediathek ist der Algorithmus nun komplett transparent (Foto: Ralf Liebhold/ Shutterstock).

Die Bildwahl, die Vorschläge und auch die Streaming-Zahlen sind selten öffentlich. Während andere Algorithmen von Streaming-Anbietern im Verschlossenen wirken, legt eine Online-Mediathek jetzt die Daten offen. Auf der Seite des ZDF werden neben Metriken auch die Features der Anwendung, wie „Next Video“, „Weil du ‚Beitrag‘ geschaut hast“ und „Das könnte dich interessieren“, erklärt. Dadurch werden wichtige Funktionen in der Anwendung transparent gemacht.

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Das sind die Erfolgsmetriken in der Mediathek

Schon seit Juni letzten Jahres sind auf der ZDF-Seite die Metriken erkennbar, mit denen der Algorithmus der Mediathek den Erfolg misst. Um „Algorithmen zu einem öffentlich-rechtlichen Werkzeug zu machen“, werden fünf Public-Value-Metriken verwendet: Coverage, Novelty, Popularity, Diversity und Serendipity. Mit Coverage prüft der Algorithmus, wie viele Videos wirklich empfohlen werden.

So soll der gesamte Content zugänglich sein. Novelty und Popularität wirken entgegengesetzt. Bei Ersterem kommt es darauf an, wie erfolgreich der Algorithmus wenig genutzte Inhalte anbietet. Popularity misst die Beliebtheit des Inhaltes. Bei Diversity kommt es nicht, wie vielleicht vermutet, auf die Diversität der Menschen an, sondern auf die des Inhaltes. So sollen möglichst vielfältige Inhalte vorgeschlagen werden. Mithilfe von Serendipity sollen Nutzer:innen ihren Interessenhorizont erweitern. So sollen Einblicke in ihnen noch unbekannte Themengebiete möglich werden, die auch tatsächlich genutzt werden.

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Das sind die Anwendungsfälle

Nun hat das ZDF auch die Anwendungsfälle der Metriken veröffentlicht. So soll der Tab „Das könnte dich interessieren“ das „Sehvolumen“ erhöhen und dabei eine große Diversity an Inhalten anzeigen. Das Fenster ist eines der relevantesten für die Mediathek – ganze 38,6 Prozent der gesehenen Inhalten kommen von hier.

Unter „Weil Du ‚Beitrag‘ geschaut hast“ schlägt der Algorithmus dir thematisch ähnliche Empfehlungen zum gesehenen Video vor. Auch hier liegt die Beliebtheit und eine große Abdeckung des Contents im Vordergrund.

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Der „Next-Video“-Button funktioniert auf zwei verschiedene Arten. Bei Serien-Content, wie sollte es anders sein, zeigt der Algorithmus hier die nächste Folge an. Gibt es keine Serie oder ist diese zu Ende, sollen hier thematisch passende Inhalte zum geschauten Video vorgeschlagen werden. Hier sollen beliebte Inhalte allerdings weniger stark gewichtet werden.

Als „Bühne“ definiert das ZDF die Startseite der Mediathek. Hier sollen neben algorithmisch ausgewählten Inhalten auch redaktionelle Empfehlungen angezeigt werden. Auf den ersten drei Plätzen der Bühne werden allerdings immer noch die händisch ausgewählten Inhalte empfohlen. Die algorithmische Empfehlung auf den Plätzen 4 und 5 ist allerdings nicht individualisiert. Nutzer:innen der Mediathek werden aufgrund ihrer Interessen in eins von sechs Segmenten eingeteilt: „Serien & Filme“, „Comedy & Show“, „Doku & Wissen“, „Politik, Kultur, Gesellschaft & Verbraucher“, „Sport“ und „Nachrichten“.

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Der Reiter „Auch interessant“ befindet sich auf der Beitragsseite von Inhalten und soll ähnliche Beiträge vorschlagen. Unter diesem Fenster wurden als erstes sowohl ZDF- als auch ARD-Beiträge gezeigt. Trotzdem dürfen ARD-Inhalte erst ab der dritten Position im Band empfohlen werden.

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