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Fast wie „Weichkäse“: Plutos Zwilling hat eine ungewöhnliche Oberfläche

Eris ist ein besonderer Zwergplanet unseres Sonnensystems – nicht nur aufgrund seiner „Rivalität“ mit Pluto. Nun stellen Forscher:innen eine spannende „Weichkäse“-Theorie zu ihm auf.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Eris ist die „nahezu perfekte Zwillingsschwester“ von Pluto (hier im Bild). (Foto: Nasa/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute)

Vor knapp 18 Jahren staunten Forscher:innen nicht schlecht: Milliarden von Kilometer hinter Neptun entdeckten sie einen Zwergplaneten, dem sie den Namen einer griechischen Göttin gaben: Eris.

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Von der Größe her ist Eris „nahezu eine perfekte Zwillingsschwester“ von Pluto, schreibt das Wissensmagazin Scinexx – und der Zwilling ist so weit von der Erde entfernt, dass er bei Beobachtungen nur als ein einzelner Lichtpixel auftaucht.

„Er neigt dazu, ein wenig zu fließen“

Eris ist für die Wissenschaft zu großen Teilen immer noch ein Mysterium. Umso gespannter waren die Forscher:innen auf die Daten von mehreren Radioteleskopen in Chile, mit denen sie Modelle füttern konnten. Das spannende Ergebnis: Die seit der Geburt des Zwergplaneten übrig gebliebene Wärme scheint auszuströmen und seine eisige Oberfläche langsam zu biegen.

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Der Prozess führt dazu, dass sich Eris weniger wie ein fester, felsiger Planet verhält, sondern „eher wie ein Weichkäse“, sagte der Co-Autor der Studie, Francis Nimmo von der University of California Santa Cruz, gegenüber der auf Astronomie-Nachrichten spezialisierten Website space.com. „Er neigt dazu, ein wenig zu fließen.“

Sehr kleiner Mond hat große Wirkung

Eris‘ Entdeckung im Jahr 2005 hatte dazu geführt, dass die Definition eines Planeten verfeinert wurde – und im Zuge dieser Anpassung Pluto zu einem Zwergplaneten herabgestuft wurde. Deshalb wurde der neuentdeckte Zwergplanet nach der griechischen Göttin der Zwietracht benannt. Die Diskussionen um Pluto gehen seitdem weiter – so könnte er doch wieder den Planetenstatus erlangen.

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Für die neueste Studie, die im Wissenschaftsmagazin Science Advances veröffentlicht wurde, schätzten Nimmo und sein Kollege Mike Brown, der bei der Entdeckung von Eris eine wichtige Rolle spielte, die Masse von Eris‘ sehr kleinem Mond Dysnomia. Eris und Dysnomia sind gezeitenabhängig miteinander verbunden – das bedeutet, dass beide einander zugewandt sind.

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Fließendes Eis auf Eris

Wissenschaftler:innen glauben, dass der winzige Mond dadurch die Gezeiten auf Eris „erhöht“, was dazu führt, dass sich der Zwergplanet seit über 4,5 Milliarden Jahre hinweg dreht. „Das Gestein enthält radioaktive Elemente, und diese erzeugen Wärme. Und diese Wärme muss irgendwie raus“, sagte Nimmo. „Wenn also die Hitze entweicht, treibt sie dieses langsame Aufwirbeln im Eis an.“ Die Folge: fließendes Eis, dass Nimmo und Brown vermuten lässt, dass die Oberfläche von Eris „ziemlich glatt“ ist, da alle Oberflächenmerkmale dadurch wahrscheinlich geglättet werden.

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