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Forscher verblüfft: 6 Planeten bewegen sich seit Milliarden Jahren synchron um einen Stern

Eine seltsame Planetenkonstellation bringt Forscher:innen zum Staunen. Um den Stern HD110067 kreisen sechs Planeten im Gleichtakt. Eine solche Synchronität allein ist nicht ungewöhnlich – die Stabilität des Systems dafür umso mehr.

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Sechs Planeten „tanzen Walzer“ um einen Stern. (Illustration: Thibaut Roger/NCCR PlanetS)

Ein internationales Forschungsteam ist bei der genaueren Beobachtung des Sterns HD110067 auf eine verblüffende Besonderheit gestoßen. Denn die insgesamt sechs Planeten umkreisen ihren Stern auf Umlaufbahnen, die in Resonanz zueinander stehen.

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6 Planeten in einer Resonanzkette

Um eine 3:2-Resonanz handelt es sich, wenn der Planet, der dem Stern am nächsten ist, drei volle Umdrehungen um den Stern macht und der nächstgelegene Planet in der gleichen Zeit zwei. Die sechs jetzt entdeckten Planeten bilden sogar eine „Resonanzkette“ – und zwar in aufeinanderfolgenden Resonanz-Paaren von 3:2, 3:2, 3:2, 4:3 und 4:3.

Heißt: Während der nächstgelegene Planet sechs Umläufe um den Stern absolviert, macht der äußerste Planet einen, wie Hugh Osborn von der Universität Bern erklärt. Osborn ist Mitautor der Studie, die im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde.

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Dadurch umkreisen die Planeten ihren Stern in „perfekter Harmonie“ oder in einer Art „astronomischem Walzer“, wie es beim schweizerischen Forschungsverbund NCCR Planet S heißt. Dadurch entsteht auch ein faszinierendes geometrisches Muster.

Dabei sind Resonanzen bei Umlaufbahnen der bisher entdeckten über 5.000 Exoplaneten nicht selten, ebenso wenig wie Systeme mit mehreren Planeten. Auch Computermodelle zeigen, dass Planeten häufig auf synchronen Umlaufbahnen entstehen, wie Spiegel Online schreibt.

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System seit 8 Milliarden Jahren stabil

Äußerst selten sei aber zum einen, dass sich die Resonanzen über eine so lange Kette von sechs Planeten erstrecken, wie Osborn erklärt. Und: Das System ist offenbar seit rund acht Milliarden Jahren so stabil unterwegs.

Damit ist die Architektur des Planetensystems seit seiner Geburt nahezu unverändert geblieben, wie das Forschungsteam um den Astronomen Rafael Luque von der University of Chicago in der Studie schreibt.

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Seltene Möglichkeit für Astronomen

Für Astronom:innen eröffnet sich dadurch die seltene Möglichkeit, Einblick in die Entstehungsgeschichte eines Planetensystems zu erhalten. Bei anderen Sternsystemen sei dies aufgrund allfälliger Störungen der Umlaufbahnen durch kreuzende Sterne oder Asteroidenaufschläge kaum der Fall.

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Entdeckt wurden die sechs um den Stern HD110067 kreisenden Planeten mithilfe des Esa-Satelliten Cheops und des Nasa-Pendants Tess. Die sechs Planeten sind den Beobachtungen zufolge keine Supererden, sondern eher Mini-Neptune.

Aufgrund ihrer anscheinend vergleichsweise geringen Massen dürften sie gas- oder wasserreich sein. Weitere Informationen zu Atmosphären oder gar weiteren Planeten erhoffen sich die Wissenschaftler:innen jetzt durch einen genaueren Blick durch das James-Webb-Weltraumteleskop.

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