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1.900 Mitarbeiter müssen gehen: Airbnb reagiert auf Umsatzeinbruch

Airbnb reagiert auf Umsatzeinbruch wegen Corona-Beschränkungen. (Foto: Shutterstock)
Lesezeit: 2 Min.
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Wohnraumvermittler Airbnb zieht die Konsequenzen aus dem aus der Coronakrise resultierenden Umsatzeinbruch der vergangenen Wochen. 1.900 Mitarbeiter müssen gehen.

In den vergangenen Wochen hatte Airbnb wegen der Reiseverbote und Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einen Umsatzeinbruch erlitten. Jetzt zieht das Unternehmen erste Konsequenzen. Airbnb werde 1.900 Mitarbeiter entlassen, wie es in einem internen Schreiben von Airbnb-CEO und Mitgründer Brian Chesky heißt, das Techcrunch vorliegt. Damit wird wohl jeder vierte Mitarbeiter des Wohnraumvermittlers gehen müssen.

Airbnb büßt Hälfte des Umsatzes ein

Airbnb hatte laut Daten der Analysefirma Airdna zwischen Februar und März etwa die Hälfte seines Umsatzes eingebüßt. In Deutschland etwa soll der Umsatz in der Woche ab 16. Februar noch 31 Millionen Euro betragen haben. In den sieben Tagen nach dem 15. März belief sich der Umsatz der Plattform nur noch auf 16 Millionen Euro. Chesky sieht jetzt auch für das gesamte Jahr 2020 eine Reduzierung des Umsatzes auf weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2019. Im vergangenen Jahr soll der Airbnb-Umsatz rund 4,8 Milliarden US-Dollar betragen haben.

Allerdings hatte Airbnb schon im vergangenen Jahr mit hohen Verlusten zu kämpfen. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge soll Airbnb im Zeitraum zwischen Januar und September 2019 ein Minus in der Höhe von 322 Millionen Dollar eingefahren haben. Den Vergleichszeitraum des Jahres 2018 hatte Airbnb noch mit einem Gewinn von 200 Millionen Dollar abgeschlossen. Im vierten Quartal sollen noch einmal 276 Millionen Dollar dazugekommen sein.

Die laut Chesky-Schreiben anstehenden Entlassungen sollen laut Techcrunch jetzt vor allem die Bereiche Transportation, Airbnb Studios sowie Hotels und Luxe betreffen. Ziel sei die Fokussierung aufs Kerngeschäft. Chesky erwartet eine vollkommene Erholung des Airbnb-Geschäfts, wann das sein könnte, sagte er aber nicht. Ob das Startup seinen für 2020 geplanten Börsengang durchzieht, erscheint jetzt jedenfalls mehr als fraglich.

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Bewertung nach Milliarden-Finanzspritze gesunken

Nach der Anfang April angekündigten Finanzspritze in der Höhe von rund einer Milliarde Dollar, die die Beteiligungsgesellschaften Silver Lake und Sixth Street Partners zugesagt haben sollen, sollte Airbnb für die nächsten Monate aber finanziell abgesichert sein. Die Bewertung des Unternehmens schrumpfte dabei allerdings von rund 35 auf nur noch 26 Milliarden Dollar, wie das Manager-Magazin schreibt.

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5 Kommentare
Icke-Berlin
Icke-Berlin

Um die Arbeitsplätze tut es mir natürlich leid. Um die Wohnungen die in Zukunft wieder ihrer ursprünglichen privaten Nutzung zurückgeführt werden können, freue ich mich. Ich trauere keinem nach, der sich privat daran bereichert hat rare Wohnungen kommerziell auszunutzen und dieses Geschäftsmodell nun aufgibt.

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Ibims
Ibims

Find ich klasse. Würde Airbnb wegfallen, würde sich auch der Wohnungsmarkt etwas normalisieren. Kann weg :)

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GoSch
GoSch

@Icke-Berlin @Ibims – Glaubt ihr wirklich, dass der „Wegfall“ von AirBnb den Wohnungsmarkt auch nur im Ansatz entspannen würde? Die Nachfrage schafft das Angebot und nicht AirBnb. In Berlin ist das Vermieten von ganzen Wohnungen zu Urlaubszwecken schon lange (Mai 2014) verboten. Hat das den Wohnungsmarkt entspannt? Ich kenne viele, die Zimmer via AirBnb vermieten und diese Zimmer würden auch mit dem Wegfall von AirBnb niemals dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Dann stehen sie eben leer, aber vielleicht kommen dann auch weniger Urlaubsgäste. Folglich weniger Club- , Kneipen- oder Museumsbsuche. Und da fehlen dann auch die Einnahmen und das kostet dann auch Jobs, oder?

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Weniger private Vermietungen haben doch keinen Einfluss auf Urlauber. Die kommen so oder so und gehen dann eben in Hotels. Viren sind da viel effektiver.

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