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Alexa kommt auf Uhren, Kopfhörer, Brillen – und in Backöfen

Amazons smarter Assistent Alexa soll auf immer mehr Geräte kommen. So sind Alexa-fähige Smartwatches, Kopfhörer, Fitnessarmbänder und eine Brille geplant – selbst vor Backöfen macht Amazon nicht halt.

Von Golem.de
4 Min.
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Amazon Alexa. (Foto: dpa)

Wenn es nach Amazon geht, wird bald jedes denkbare Gerät mit Alexa laufen. Jedenfalls unternimmt der Hersteller derzeit alles, Alexa in so viele Geräte wie möglich zu integrieren. Kurz vor der Technikmesse CES 2018 in Las Vegas hat Amazon neue Werkzeuge veröffentlicht, um Alexa auf Kopfhörer, Smartwatches, Fitnessarmbänder, Mikrowellen und Backöfen zu bekommen. Außerdem soll in Kürze eine erste Brille mit Alexa-Integration vorgestellt werden – aber nicht von Amazon.

Bose an Bord: Amazon nennt erste Hersteller

Bose und andere Hersteller arbeiten an Kopfhörern mit Alexa-Anbindung (Bild: Bose)

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Hersteller wie Beyerdynamic, Bose, Bowers and Wilkins, iHome und Jabra werden nach Angaben von Amazon bald Alexa-fähige Wearables auf den Markt bringen. Bei den genannten Herstellern ist vor allem mit Headsets zu rechnen, vielleicht aber auch mit dem ein oder anderen Fitnessarmband.

Smartwatches sind von den Herstellern wohl eher nicht zu erwarten, aber prinzipiell will Amazon Alexa auch auf Smartwatches sehen, wird sich hier aber gegen die Marktmacht von Google stellen müssen. Die Android-Wear-Smartwatches unterstützen bereits den Google Assistant, so dass Gerätehersteller nochmals zusätzlichen Aufwand betreiben müssten, um Alexa auf die Geräte zu bringen.

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Bragi hat schon einen Alexa-Ohrhörer

Die Bragi-Ohrstöpsel Dash und Dash Pro erhalten per Software-Update Alexa-Fähigkeiten. (Foto: Bragi)

Unter anderem Bragi hat die Bluetooth-Ohrstöpsel Dash und Dash Pro bereits vor einiger Zeit mittels eines Firmware-Upgrades Alexa-fähig gemacht. Amazon will den Aufwand für Entwickler reduzieren und hat dafür das Alexa Mobile Accessory Kit angekündigt.

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Damit die Wearables Alexa nutzen können, ist allerdings zwingend ein verbundenes Smartphone erforderlich, auf dem die eigentliche Alexa-App läuft. Diese muss eine Internetverbindung haben, damit Alexa funktioniert. Amazon verspricht, dass die Geräte alle Sprachfunktionen nutzen können, die über Alexa Voice Service (AVS) verfügbar sind. Dazu gehört der Zugriff auf Alexa-Skills, die Steuerung von Musik und Smart-Home-Komponenten sowie die Ansage des Wetterberichts oder von Nachrichten mit entsprechenden Sprachbefehlen.

Amazon selbst nennt als Termin für das Erscheinen des Alexa Mobile Accessory Kit keinen konkreten Termin. Es heißt lediglich: irgendwann in diesem Jahr. In einem Techcrunch-Artikel ist von Sommer 2018 die Rede. Demnach wird es also noch einige Monate dauern, bis damit entwickelte Geräte auf den Markt kommen werden.

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Aber schon in der nächsten Woche wird eine erste smarte Brille mit Alexa vorgestellt – jedoch nicht von Amazon.

Erste Smart Glass mit Alexa kommt

Die Alexa-AR-Brille von Vuzix soll rund 1.000 US-Dollar kosten. (Bild. Vuzix)

Unabhängig von der Vorstellung des Alexa-Mobile-Accessory-Kit will das US-Unternehmen Vuzix auf der am 9. Januar startenden CES in Las Vegas eine erste Alexa-fähige Brille vorstellen, berichtet Bloomberg mit Verweis auf Vuzix und Amazon. Dabei handelt es sich um eine Agumented-Reality-Brille, die auf Zuruf Informationen auf das Innere des Brillenglases projiziert, so dass die Informationen nur vom Träger der Brille gesehen werden können.

Die Vuzix-Brille soll im zweiten Quartal 2018 zum Preis von etwa 1.000 US-Dollar auf den Markt kommen. Dem Hersteller sei bewusst, dass dies sehr teuer sei. Es sei daher das Ziel des Unternehmens, den Preis auf unter 500 US-Dollar zu drücken. Dieses Ziel will Vuzix bis 2019 erreichen.

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Bis dahin könnte auch Amazon in diesem Marktsegment aktiv sein. Der Alexa-Anbieter soll an einer eigenen Alexa-Brille arbeiten, die bislang aber nicht offiziell vorgestellt wurde. Die Amazon-Brille soll mit Knochenschall-Ohrhörern versehen sein. Dabei liegen die Ohrhörer in der Nähe des Ohres auf, müssen sich aber nicht im oder auf dem Ohr befinden. Trotzdem kann der Träger neben den Umgebungsgeräuschen alles hören, was aus dem Lautsprecher kommt. Amazon hat sich bei der eigenen Alexa-Brille wohl bewusst dagegen entschieden, Informationen auf dem Brillendisplay anzuzeigen – es gibt weder eine Kamera noch ein Display. Wie bei Alexa-Lautsprechern ist alles auf Sprechen und Zuhören konzentriert.

Alexa in der Küche: Mikrowelle und Backofen mit der Stimme steuern

Auch in der Küche will sich Amazon mit Alexa einen festen Platz sichern und hat das Smart Home Skill API mit Kochfähigkeiten erweitert. Vorerst steht diese Funktion nur in den USA zur Verfügung. Derzeit ist der Einsatz auf Mikrowellen-Geräte beschränkt. Vorgesehen ist, die Sprachbedienung über Alexa auch auf Backöfen auszuweiten. Später sollen diese Fähigkeiten auch in anderen Ländern angeboten werden; einen Termin gibt es dafür nicht.

Mittels Alexa soll der Nutzer das entsprechende Mikrowellen-Programm nur ansagen – das Drücken der Bedienelemente ist nicht länger erforderlich. Dafür ist eine entsprechend mit dem Internet verbundene Mikrowelle erforderlich. Eine komplett freihändige Bedienung ist prinzipbedingt aber nicht möglich, denn die Speise muss zuvor in die Mikrowelle gestellt werden. Dann ist es eigentlich ein Leichtes, noch eben die passenden Tasten zu drücken.

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Unter anderem LG, Samsung und Whirlpool wollen demnächst passende Skills veröffentlichen, um Cloud-Mikrowellen damit steuern zu können. Langfristig soll die Sprachsteuerung auch für Backöfen kommen, die dazu aber ebenfalls mit dem Internet verbunden sein müssen. Bei einem Backofen könnte etwa das Vorheizprogramm auf Zuruf gestartet werden, während noch die Vorbereitungen für das entsprechende Gericht gemacht werden. Wie auch bei Mikrowellen muss der Nutzer die Speisen aber in jedem Fall selbst in den Ofen schieben und auch wieder herausnehmen – der Komfortgewinn durch eine Sprachsteuerung hält sich also in Grenzen.

Autor des Artikels ist Ingo Pakalski.

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