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Amazon will Provisionen für Affiliates drastisch kürzen

Amazon wird die Affiliate-Provisionen in seinem Partnerprogramm drastisch kürzen – vorerst einmal in den USA. Das dürfte vielen Firmen und Einzelunternehmern starke Einbußen bescheren.

2 Min.
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Amazon streicht Affiliate-Provisionen zusammen. (Foto: Ioan Panaite/Shutterstock)

Auf den ersten Blick scheint es, als würde Amazon in der Coronakrise mächtig profitieren: Die Aktie des E-Commerce-Riesen hat zuletzt Rekordniveau erreicht, der Konzern muss aufgrund der rasant gestiegenen Nachfrage Produktauslieferungen priorisieren und stellt derzeit zehntausende neue Mitarbeiter ein. Umso erstaunlicher ist daher die drastische Kürzung der Provisionen für Affiliates, die Amazon jetzt in den USA angekündigt hat.

Affiliate-Provisionen brechen ein

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Laut einem Schreiben Amazons an die Teilnehmer seines Partnerprogramms, das CNBC vorliegt, sollen die Affiliate-Provisionen ab dem 21. April zusammengestrichen werden. In einigen Kategorien bricht der Anteil, den die Affiliate-Partner pro vermitteltem Kauf erhalten, um mehr als die Hälfte ein.

Neue Affiliate-Provisionen bei Amazon in den USA. (Screenshot: t3n.de/Amazon)

Für die direkte Vermittlung des Verkaufs eines Möbelstücks etwa schüttet Amazon dann nur noch drei statt wie bisher acht Prozent des Verkaufspreises aus. Bei Kopfhörern oder Schönheitsprodukten geht es von sechs auf drei Prozent runter. Mehrere weitere Produktgruppen müssen ebenfalls starke Rückgänge hinnehmen – bei bisherigen vier bis 5,5 Prozent streicht Amazon die Provisionen auf jeweils ein oder drei Prozent zusammen.

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Amazon hat die kommenden Änderungen gegenüber CNBC bestätigt, allerdings nicht den Grund dafür nennen wollen. So ist weiter unklar, ob Amazon die Ausschüttungen an seine Affiliate-Partner wegen erwarteten Gewinnrückgängen kürzt, oder ob die Kürzungen schon länger geplant waren. Ebenfalls unklar ist, ob und in welchem Umfang die Rückgänge der Provision auch in Deutschland kommen werden.

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Amazon-Partner fürchten Einnahmeausfälle

Klar ist derweil, dass in den USA jetzt viele kleinere und größere Unternehmen sowie Website-Betreiber vor massiven Rückgängen ihrer Einnahmen stehen. Ihre Enttäuschung über die zusammengestrichenen Provisionen luden viele Nutzer in entsprechenden Reddit-Foren oder via Twitter ab. Allerdings hatte Amazon schon vor einigen Wochen große Medienfirmen darüber informiert, dass man die mit ihnen ausgehandelten besonderen Affiliate-Verträge auflösen werde. Auch Rivale Walmart hat schon Änderungen an seinem Partnerprogramm vorgenommen.

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Kommentare (5)

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D

Würde mich nicht wundern, wenn das in Deutschland auch mal kommt. Gerade im Bereich Amazon wird einfach zuviel Spam betrieben und niemanden interessiert es. Es gibt sogar Firmen, welche zu den höchsten Amazon Traffic Lieferanten gehören, aber das nur durch Mechanismen, welche ganz klar gegen die Amazon Regeln verstoßen. Dadurch wird kleineren Publishern massiv geschadet. Und niemanden interessiert es. Alle schauen weg :-) Vielleicht solltet ihr darüber auch mal berichten

Dani Schenker

Es ist bereits eine Frechheit, dass Amazon ALLES liefern kann, obwohl andere Geschäfte schließen MÜSSEN. Ja, nicht „lebenswichtige“ Bestellungen dauern vielleicht etwas länger. Jeder kleine Laden muss aber schließen und hoffen, dass er die nächsten Monate irgendwie überleben kann. Es ist einfach nur reine Gier. Bezos verdient in dieser Woche mehr, als 10’000 neue Mitarbeiter. Aber klar, er ist nicht bereit einige Prozente abzugeben. Dazu kommen noch die Arbeitsverhältnisse in den USA, die absolut daneben sind. Ich habe durchaus die Hoffnung, dass es in Europa nicht so weit kommt, da sich die Politik nicht ganz so einfach erpressen / bestechen lässt.

Wolfgang Einhorn

Amazon ist nicht von heute auf morgen so groß geworden. Jahrelang wurde Amazon ignoriert. Die kleinen Läden, aber auch Saturn und MediaMarkt blieben bei ihrer altmodischen Verkaufspolitik, ja, viele hatten noch nicht mal Onlineshops. Rückgaberecht? Fehlanzeige! Ich erinnere mich, wie ich versucht habe bei Saturn was zurückzugeben, halbe Stunde unfreundliche Diskussion. Umtauschservice? Fehlanzeige. Ernsthaft, nur so konnte Amazon groß werden. Und jetzt jammern alle, dass sie keine Chance gegen Amazon haben. Selbst schuld würde ich sagen. Man muss in Zukunft investieren, und nicht auf dem Arsch sitzen.

Dani Schenker

Klar, du kannst auch einfach ignorieren, dass Amazon in der Welt nur so groß werden konnte, weil es in den USA die Mitarbeiter von Anfang an abgezockt hat (und dies noch immer tut). Ok, Amazon war damals innovativ und das hat ebenfalls geholfen. Eine Innovation war das sehr einfache Partnerprogramm. Sprich, die Affiliates haben extrem dazu beigetragen, dass Amazon heute dort ist, wo es ist. Die Frustration der Partner ist also sicher sehr verständlich.

Udo

USA Firma eben – Hire und Fire

Das ist die Gelenheit für Andere mit etwas mehr Provisionen nach oben zu kommen. Das Problem ist einfach das man einfach langfristig den echten Händler nicht 20 Prozent Provisionen abknapsen kann. Und wenn man dann 10% weiterreicht bleibt zu wenig hängen.
Und wie immer „ganz oben beginnt immer der Abstieg“

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