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Apple: Deshalb werden wir niemals eine Suchmaschine entwickeln

Im Zuge des Kartellverfahrens gegen Google hatte es Spekulationen gegeben, Apple könnte an einer eigenen Suchmaschine arbeiten. Jetzt zeigen Dokumente, warum das nicht passieren wird.

Von Ann-Catherin Karg
2 Min.
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Beim Thema Suchmaschine will Apple nicht autark sein - aus gutem Grund. (Foto: Shutterstock-Lester Balajadia)

In einer für ein Bundesgericht verfassten Erklärung hat ein hochrangiger Mitarbeiter von Apple erklärt, warum der Tech-Gigant kein Interesse an der Entwicklung einer eigenen Suchmaschine hat. Der erste Punkt auf der Liste von Eddy Cue, Senior Vice President bei Apple: Es wäre schlichtweg zu teuer.

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Laut Cue würde die Verwirklichung eines solchen Plans „Milliarden Dollar“ kosten und „viele Jahre dauern“. Neben Investitionsgeldern müssten dafür auch Mitarbeiter:innen von anderen Wachstumsfeldern abgezogen werden, auf die sich Apple konzentrieren wolle.

KI macht das Geschäft mit Suchmaschinen riskant

Zudem stuft Cue das Geschäft mit Suchmaschinen als unsicher und „wirtschaftlich riskant“ ein. Grund dafür sei die wachsende und sich rasant entwickelnde Rolle von künstlicher Intelligenz.

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Ein weiterer Kontrapunkt auf der Liste des Senior Vice Presidents: Damit sich das Geschäft lohne, müsste Apple zielgerichtete Werbung verkaufen. Dies aber stehe im Widerspruch zu den Datenschutzrichtlinien.

Apple bekommt viel Geld für den Deal mit Google

Cue schließt die Erklärung mit der Bemerkung, dass Apple zudem weder über die nötigen Mitarbeiter:innen noch die erforderliche Infrastruktur für einen solchen Schritt verfüge. Dabei dürfte die wohl größte Bedeutung einem Punkt zukommen, den Cue explizit nicht nennt.

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Apple bekommt sehr viel Geld dafür, Google als Standardsuchmaschine im Safarai-Browser zu führen. 2022 hat Google dafür rund 22 Milliarden US-Dollar an Apple bezahlt.

Gegen Google läuft ein Kartellverfahren

Hintergrund der Erklärung Eddy Cues ist das Kartellverfahren, das das US-Justizministerium gegen Google angestrengt hat. In dessen Rahmen hatte das zuständige Bundesgericht den Deal zwischen Apple und Google bereits Anfang 2024 als illegal bezeichnet.

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Cue will erreichen, dass in dem Verfahren auch Vertreter:innen von Apple aussagen dürfen. „Nur Apple kann sagen, welche Art von zukünftiger Zusammenarbeit seinen Nutzer:innen am besten dienen kann“, heißt es in der Erklärung.

Der Deal zwischen Apple und Google stand schon auf der Kippe

Im Rahmen des Kartellverfahrens sind bereits früher Dokumente aufgetaucht, in denen eine mögliche Abkehr Apples von Google thematisiert wurde. So hätte Apple 2019 und noch einmal ein Jahr später fast Duckduckgo als Standardsuchmaschine etabliert.

Nachdem Google wegen seiner Monopolstellung ins Visier des US-Justizministeriums geraten war, hatte das Spekulationen über eine eigene Suchmaschine von Apple genährt.

12 krasse Fehlprognosen der Tech-Geschichte: Auch Experten liegen mal daneben

12 krasse Fehlprognosen der Techgeschichte: Auch Experten liegen mal daneben Quelle: Shutterstock/ Andrey_Popov
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