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Bis über 60.000 Euro aufrüstbar: Apples Mac Pro ab sofort bestellbar

Apple Mac Pro 2019. (Bild: Apple)

Apples neuer Desktop-Mac ist im Handel. Der Mac Pro ist im Unterschied zum Vorgänger modular aufgebaut und kann bei Bedarf 8K-Videos in Echzeit bearbeiten. Ab dem heutigen Dienstag kann er bestellt werden. Wir haben uns einmal quer durch die Optionen konfiguriert.

Im Juni hatte Apple ein großes Upgrade für seinen in den letzten Jahren stiefmütterlich behandelten Profi-Desktop-Mac angekündigt. Dem Unternehmen zufolge sollte der neue Mac Pro im Herbst erscheinen. Jetzt kann er bestellt werden.

Mit dem Datum hält Apple immer noch das versprochene Zeitfenster ein: Der Hersteller versprach, den Rechner im Herbst zu liefern  – offiziell endet die Jahreszeit mit dem Winteranfang am 21. Dezember.

Mac Pro: Intel-Xeon-Prozessor an Bord

(ScreensApple Mac Pro 2019. (Screenshot: t3n; Apple)hot: t3n; Apple)

Apple Mac Pro 2019 neben dem neuen Pro-Display XDR. (Screenshot: Apple/t3n)

Apples neuer Mac Pro lehnt sich vom Design eher den alten Desktop-Mac von 2008 an. Der Rahmen und die Griffe des 2019er Mac Pro bestehen aus Edelstahl und gewähren einen Rundumzugriff auf die Bauteile. Im Unterschied zum zylinderförmigen 2013er Mac Pro lassen sich die Komponenten nach Belieben austauschen oder erweitern.

Hinsichtlich der Ausstattung des Mac Pro hat Apple Profi-Nutzer im Auge. Laut Hersteller sind alle Komponenten auf Performance getrimmt, was sich unter anderem schon bei den Prozessoren widerspiegelt: In der Maximalausstattung kommt der Rechner mit einem Intel-Xeon-Prozessor mit bis zu 28 Rechenkernen und 64 PCI-Express-Lanes, um Engpässe bei der Bandbreite zu vermeiden. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 1,5 Terabyte aufrüsten und findet in einer Sechskanal-Speicherarchitektur mit zwölf physischen DIMM-Steckplätzen Platz.

Der neue Apple Mac Pro. (Bild: Apple)

Der neue Apple Mac Pro. (Bild: Apple)

Weiter bietet Apple eine Grafikleistung von bis zu 56 Teraflops an, um 3D-Filme animieren zu können, 8K-Szenen zusammenzufügen oder komplexe 3D-Umgebungen zu erstellen, so das Unternehmen. Erreicht wird diese Leistung durch eine neue lüfterlose Grafik-Erweiterungsarchitektur, die Apple MPX-Modul nennt. In dieses Modul passen bei Bedarf eine Radeon Pro Vega II Duo, die aus zwei Vega-II-Karten besteht. Insgesamt passen bis zu MPX-Module und damit vier Grafikeinheiten mit bis zu 128 Gigabyte Speicher in das Gehäuse. Das Modul besitzt ferner Thunderbolt-Anschlüsse und über 500 Watt Leistung. Bei soviel Grafik-Leistung entsteht auch Wärme, die über ein spezielles Wärmemanagement des Mac-Pro-Systems abgeleitet wird, so Apple. Beim Basismodell des Mac Pro setzt Apple als Grafikoption auf die Radeon Pro 580X.

Der neue Apple Mac Pro. (Bild: Apple)

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Mac Pro: Vollausgestattet über 60.000 Euro

Wer mehr Performance benötigt, kann optional mit einem programmierbaren ASIC (Application-Specific-Integrated-Circuit), den Apple Afterburner nennt, nachhelfen. Der ASIC kann laut Apple bis zu 6,3 Milliarden Pixel pro Sekunde dekodieren, was die Videobearbeitung nativer Formate direkt aus der Kamera ermöglichen soll. Es sind laut Hersteller bis zu drei Streams von 8K-ProRes-RAW-Video und zwölf Streams von 4K-ProRes-RAW-Videos in Echtzeit dekodierbar. Damit werden Proxy-Workflows überflüssig, meint Apple.

Laut Apple sind standardmäßig zwei USB-A- und zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse mit USB-C an Bord, letztere besitzen Unterstützung für den Displayport. Des Weiteren sind zwei Zehn-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse verbaut. Ein optionales I/O-Modul erweitert den Rechner um zwei zusätzliche Thunderbolt-3-Ports, zwei USB-A-Anschlüsse und eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse.

Mac Pro für 62.000 Euro. (Screenshot: t3n)

Mac Pro für 62.000 Euro. (Screenshot: t3n)

Das Basismodell des Mac Pro kostet ab 6.499 Euro. Es kommt mit einem Achtkern-Intel-Xeon-Chip mit 3,5 Gigahertz, 32 Gigabyte RAM, einer kleinen 256-Gigabyte-SSD und einer Radeon Pro-580X-GPU. In der Vollausstattung stecken ein 28-Kern-Xeon-Chip, 1,5 Terabyte RAM, vier Gigabyte SSD, vier GPU und mehr. Mit allem Pipapo könnt ihr locker über 60.000 Euro für den Monsterrechner ausgeben. Derzeit kommt ihr „nur“ auf etwa 62.000 Euro, da die acht Terabyte-SSD noch nicht verfügbar ist.

Apple Pro-Display XDR. (Bild: Apple)

Apple Pro-Display XDR. (Bild: Apple)

Wenn ihr dann noch Geld übrig habt, könnt ihr euch noch ein paar der neuen 32 Zoll XDR-Pro-Displays mit 6K-Auflösung zulegen, die jeweils 5.000 Euro kosten – ohne Standfuß. Der Bildschirm soll ebenso ab Dezember erhältlich sein.

Artikel aktualisiert am 10. Dezember.

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6 Kommentare
Adrian Koch

Spannende sache. Leider hat Apple aber bei der Software stark nachgelassen.

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FAB
FAB

„… da die acht Gigabyte-SSD noch nicht verfügbar ist“ – mit einer 8 GB SSD kann man bestimmt noch ein paar Euro sparen :)

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Wolfi
Wolfi

60.000€ für einen Rechner? Dafür bekommt man einen richtig guten Wagen? Aber selbst 6000€ für einen Computer mit dem man seine tägliche Arbeit verrichtet. Also kein Spezialgerät für Wissenschaft oder ähnliches!? Meines Wissens ist unter 2000-2500e schon ein ultimativer Gaming Rechner mit allem was sich der Gamer oder der Anwender nur wünschen kann möglich!

Ist das jetzt totaler Apple-Größenwahnsinn, Gelddruckmaschine oder was kann es sein das 6.000-60.000€ für einen Rechner rechtfertigt. Genau so das neueste Apple Handy das bis zu 1.600€ kosten soll! Wer kauft sowas allen Ernstes?

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Johannes
Johannes

Wolfi,
schau dir mal an, wieviel RAM oder Prozesskerne ein normaler PC hat und vergleiche das mit dem hier dargestellten Apple.
Um in deiner einfachen Welt der Autos zu bleiben: Das ist in etwa so, wie wenn du einen VW Polo mit 600PS kaufst, der kostet dann auch das Mehrfache eines normalen Kleinwagen.

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Wolfi
Wolfi

Um in deiner Welt der „überdrehten“ VWs mit 600PS zu bleiben. Auf welcher Autobahn könntest du je solch ein Gefährt ausfahren? Oder erneut, welche Anwendung außerhalb der Wissenschaft -das dann aber bestimmt kein Apple ist- verwendet man darauf?
Im übrigen habe seit 20 Jahren kein Auto mehr, weil ich seit dieser Zeit in einer asiatischen Großstadt lebe wo ich keinen Wagen brauche und meine Arbeit eher eine Hobbyveranstalltung ist.

Johannes
Johannes

Ergänzung: Selbstverständlich wird diese Konfiguration wohl nicht mal in 1% aller Fälle ausgeliefert, weil man es einfach nicht für normale Anwendungen braucht.

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