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Astronaut soll 4 Roboter gleichzeitig auf der Erde steuern – von der ISS aus

Es ist nicht das erste Mal, dass Astronaut:innen von der ISS aus Roboter auf der Erde steuern. Aber erstmals soll ein Astronaut vier Roboter gleichzeitig bedienen. Das Experiment dient der Vorbereitung künftiger Mondmissionen.

3 Min. Lesezeit
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Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti steuert „Rollin‘ Justin“ von der ISS aus. (Bild: Esa)

Schon in den vergangenen Jahren haben Astronaut:innen wie Alexander Gerst oder Samantha Cristoforetti von der ISS aus Roboter auf der Erde gesteuert, unter anderem humanoiden Roboter „Rollin‘ Justin“ am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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„Rollin‘ Justin“: Pflegeassistent auf Mondmission

Dieser zweiarmige Roboter kann über eine haptische Eingabestation (HUG) mit zwei Leichtbauarmen bedient werden. Die bedienende Person spürt die Kräfte, die der Roboter wahrnimmt, was die Bedienung erleichtert. „Rollin‘ Justin“ könnte als mobiler Heim-Assistenzroboter in der Pflege zum Einsatz kommen.

Aber der Roboter ist auch Teil der möglichen Roboterflotte, die die potenzielle Besiedlung von Mond und Mars unterstützen soll. Gesteuert werden sollen die Roboter, die etwa Landerampen aufbauen oder Gesteinsproben einsammeln könnten, von der Lunar Gateway genannten Raumstation aus, die den Mond umkreisen soll.

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ISS-Astronaut soll 4 Roboter gleichzeitig bedienen

In den kommenden Monaten will die Europäische Raumfahrtorganisation Esa als nächsten Schritt der Vorbereitung einer möglichen Mond- und Marsbesiedlung die Robotersteuerung aus dem Orbit weiter testen. Erstmals sollen gleich vier Roboter von der ISS aus ferngesteuert werden, wie es in einer Mitteilung heißt.

Im Rahmen des Esa-Experiments „Surface Avatar“ stehen drei Roboter am DLR-Zentrum in Oberpfaffenhofen bereit. Neben „Rollin‘ Justin“ sind das der Roboterhund „Bert“ und ein Lander mit einem Roboterarm, um Proben einzusammeln. Ein vierter Roboter, eine Art Rover mit zwei Roboterarmen, wird gerade in den Niederlanden gebaut.

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Eine der Herausforderungen der Fernbedienung der Roboter ist die Verzögerung zwischen der Steuerung im Erdorbit und dem Ausüben der in Auftrag gegebenen Tätigkeit des Roboters auf der Erde. Diese Verzögerung kann sich auf bis zu 800 Millisekunden – also fast eine Sekunde – belaufen, wie Universe Today schreibt.

Robotersteuerung per Joystick

Gesteuert werden die vier Roboter mit einem Joystick, der über sieben Freiheitsgrade verfügt. Außerdem soll es ein haptisches Feedback bei der Bewegung von Objekten geben und die Schwerkraft nachgeahmt werden.

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„Mars Dune Alpha“ – Die Mars-Station auf der Erde Quelle: DPA

Im Sommer 2023 soll ein erster Testlauf stattfinden. Anfang 2024 soll dann der dänische Astronaut Andreas Mogensen, der schon 2015 einen Roboter von der ISS aus bedient hat, das Steuer übernehmen.

Keine Vorbereitung: Aufgaben noch geheim

Mogensen wird die vier Roboter vom Columbus-Modul der ISS aus steuern – und eine Reihe von komplexen Aufgaben durchführen. Die Details sind noch geheim, damit Mogensen sich nicht darauf vorbereiten kann. Das soll die Simulation künftiger Missionen noch realistischer machen.

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